Eigentlich ist es überflüssig, den Jander-Blasius zu rezensieren. Im Chemiestudium kommt man um die beiden Herren ohnehin eigentlich nicht herum. Dennoch möchte ich zu diesem Buch folgendes anmerken:
Es ist in drei Teile unterschiedlicher Themenbereiche in sehr unterschiedlicher Qualität unterteilt. Diese sind:
1.Allgemeine Einführung in die theoretischen Grundlagen
Diesen Teil kann man sich schenken. Eine allgemeine Einführung hat man mit Binnewies, Riedel oder evtl. Mortimer in wesentlich besserer Form. Didaktisch nicht wirklich ansprechend. (1,5 Sterne)
2.Qualitative Analyse/Präparate
Zum Teil gute Beschreibungen, jedoch oftmals sehr knapp und didaktisch seltsam angeordnet (nicht entlang der beschriebenen Trennungsgänge; diese werden rückwärts beschrieben, es wird einfach das Periodensystem durchgekämmt, was zwar eine einfache, aber nicht unbedingt sinnvolle Anordnung ist) Mit dem Gerdes hat man hier mehr in der Hand (3Sterne)
3.Quantitative Analyse
Sehr guter Überblick (wenn auch ein paar Trennungen nicht geschadet hätten), speziell die Gravimetriebeschreibungen sind gut zu verwenden. Für die Titrationen würde ich u.U. noch die Jander/Jahr Maßanalyse hinzuziehen, aber sonst kann man hiermit sehr gut arbeiten (4,5 Sterne)
Ergibt insgesamt 3 Sterne!