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Blamieren mag ich mich nicht: Das Leben der Annette von Droste-Hülshoff
 
 
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Blamieren mag ich mich nicht: Das Leben der Annette von Droste-Hülshoff [Taschenbuch]

Barbara Beuys
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2002 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 474 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492235131
  • ISBN-13: 978-3492235136
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 922.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Barbara Beuys
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In diesem Buch entsteht das Bild einer der merkwürdigsten Dichterinnen Deutschlands, die nie so lebendig, nie so in ihrem Widerspruch und nie so selbstbewußt vor uns stand wie hier.« Die Zeit

Kurzbeschreibung

Bis heute kennt man die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) durch ihre Gedichte und Balladen und ihre Erzählung »Die Judenbuche«. Doch nur wenige wissen Näheres über die eindrucksvolle Frau, die sich hinter diesem Werk verbirgt. Die Droste war ehrgeizig und selbstbewußt, sie hatte ihren eigenen Kopf. Die Umbrüche ihrer Zeit und die gesellschaftlichen Zwänge nahm sie als Herausforderung an und erkämpfte sich einen persönlichen Freiraum. Barbara Beuys zeichnet das farbige Porträt einer bedeutenden Frau in ihrer Zeit. – »In diesem Buch entsteht das Bild einer der merkwürdigsten Dichterinnen Deutschlands, die nie so lebendig, nie so in ihrem Widerspruch und nie so selbstbewußt vor uns stand wie hier.« (Die Zeit)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keineswegs blamabel 1. November 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Annette von Droste-Hülshoff war eine Person voller innerer Widersprüche. Hohe Sensibilität und lebhafte Phantasie äußerten sich neben ihrer literarischen Produktion in hoher schauspielerischer Begabung, mit der sie ihre Umgebung zu bezaubern aber auch zu umgarnen wusste. Ängstlich darauf bedacht, niemandem ihr Inneres zu zeigen, waren Schmeichelei und wahre Zuneigung bei ihr nicht leicht zu unterscheiden. Wann sind die überschwenglichen Liebesbeteuerungen in ihren Briefen das eine oder das andere?

Zu Recht fühlt sie sich bei ihrer Begabung in einer arroganten Männerwelt benachteiligt. Verstärkte das ihre Abneigung gegen eine eheliche Bindung? Im Alter von 40 verliebt sie sich bis über beide Ohren in den 17 Jahre jüngeren Literaten Schücking, verweigert sich jeder engeren Bindung und beansprucht dennoch das Recht, als „Mütterchen" ihrem geliebten „Pferdchen" in verletzender Form die heftigsten, eifersüchtigen Vorschriften zu machen, als er die Ehe mit einer anderen Frau sucht. Bei allem Verstand lebte sie offenbar in einer Scheinwelt und machte sich selbst und Anderen etwas vor.

Ihre zerrissene Persönlichkeit hat dieses Dilemma selbst erkannt und auszugleichen versucht, ist aber daran gescheitert und wurde davon krank. Dieser Zerrissenheit entstammte auch die Unsicherheit bzw. die Angst, sich einer politischen oder literarischen Idee oder Denkrichtung voll und ganz zu verschreiben, wie auch z. B. eine Ehe einzugehen. Vor Unwiderruflichem schreckte sie zurück. Die Sehnsucht, geliebt, bewundert und anerkannt zu werden, und der Drang nach Nähe und Wärme paarten sich mit der Angst vor Enttäuschung und machten sie körperlich krank. In dieser Hinsicht verdient die Droste unser Mitgefühl und für ihren bewussten Kampf gegen diese Mächte unsere Bewunderung.

Die Biographie ist außerordentlich gut recherchiert und überzeugend erzählt. Die Autorin kennt das dichterische Werk der Droste beeindruckend gut und macht reichlichen Gebrauch davon. Mit feinem Einfühlungsvermögen geht sie dem Seelenleben ihrer Heldin nach. Auch gibt sie einen guten Überblick über die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des Münsterlandes vor 200 Jahren. Was etwas ausführlicher hätte zu Wort kommen können, ist die Frage, wie die Droste in ihrer Zeit von ihrer Leserschaft als Mensch und als Dichterin gesehen wurde, und welchen Stellenwert sie in der literarischen Welt ihrer Zeit einnahm. Ebenso vermisst man eine abschließende Bemerkung, wie man die Droste heute in die Geschichte der deutschen Literatur einordnet.

Insgesamt sowohl vom Stoff als auch von der Darstellung her ein sehr lesenswertes Buch.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein wunderbares leseerlebnis 7. September 2000
Format:Gebundene Ausgabe
mit dieser biographie ist barbara beuys ein ganz grosser wurf gelungen. auf behutsame weise gelingt es der autorin mir die droste als mensch nahezubringen und es lohnt sich, sich mit der hochaktuellen annette von droste-hülshoff auseinanderzusetzen. das buch ist überdies ein spannender spiegel der damaligen zeit. selten habe ich eine autorin mit einem derart umfassenden überblick über ihren betrachtungsgegenstand gelesen. auf nach roxel(münster)in die burg hülshoff und ins nahegelegene rüschhaus. die biographie wird dort noch einmal lebendig. die droste ist mehr als unser zwanzig-mark-schein! vielen dank frau beuys.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert ! 30. November 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eine Biographie über die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Es ist sicherlich Geschmackssache, denn nicht jeder mag etwas über Dichterinnen lesen. Aber wer sich für die Literatur interessiert, und dafür auch noch für eine wirklich außergewöhnliche Person, der wird nicht enttäuscht. Im Gegenteil, die Biographie ist sehr unterhaltsam geschrieben. Barbara Beuys erzählt von dem Leben der Annette und die Umstände unter denen sie aufwächst, zwischendurch auflockernd und belegend mit Gedichten der Droste. Eingeflossen in die Biographie sind auch die deutsche Geschichte und die der Literatur.
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