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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Blame - Askese des Schweigens, 28. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Blame!, Bd. 1 (Broschiert)
Schon auf den ersten Seiten umfängt den Leser eine geradezu lähmende Sprachlosigkeit, eine fröstelnde Kälte, drastisch verstärkt durch die abweisend futuristische Architektur. Eine Welt des Individuums, die kaum wirkliche Beziehungen zwischen den Personen zulässt. Die Isolation der Protagonisten (allen voran der Held (?!) Killy) scheint fast vollkommen. Das nicht Vorhandensein der Sprache ist hierfür das deutlichste Symptom! Gerade die extrem minimalistischen Dialoge zeichnen Blame aus, die Reduzierung der Kommunikation auf geradezu mikroskopische Partikel, das absolut Elementare. Die Personen haben sich kaum etwas zu sagen, meist nichts außer Gewalt und Schmerz. Die sonst allzu oft eine Scheintiefe vortäuschende breiige Philosophiegestammel anderer Manga (z.B. Eden) fehlt hier daher vollständig. Eine angenehme Abwechslung. Der dank einer Superwaffe letztendlich unbesiegbare Killy taumelt durch die verschiedenen ebenen des gigantischen Technikfriedhofes, scheinbar unberührt von den Tragödien die sich auf Schritt und Tritt um ihn ereignen, ein ständiger Zerfall auch der letzten mühsam aufrechterhaltenen Ordnung. Denn er verfolgt ständig nur seine eigenen ominösen egoistischen Ziele, benutz die übrigen Personen soweit möglich für seine eigen Pläne, hilft ihnen wenn es ihm Vorteile verschafft. Die rätselhaften Netzwerkgene sind alles was ihn wirklich interessiert. Diese Welt ist eine alptraumartige Vision einer nicht näher zu spezifizierenden fernen Zukunft, in der die westlich geprägte Weltordnung auf ihre prähistorischen Wurzeln zurückgeworfen wurde. Das Recht des stärkeren dominiert den Alltag, eine anarchistische Ordnung ersetzt jede höhere gemeinsame Moral. Staaten oder ähnliches existieren nicht, archaische Gemeinschaften bestimmen das menschliche Zusammenleben, eine primitive Gesellschaft vor dem Hintergrund eines Gigantischen Technikfriedhofes von dem nicht klar ist wer ihn und zu welchem Zweck errichtet hat. Durch den geringen Informationsfluss fühlt sich der Leser wie ein stiller Teilhaber an Killy's Wanderung, an dessen Schultern man sich verzweifelt festkrallt, eine unbekannte Welt wird entdeckt, von der Killy ebensoviel weiß wie wir als Leser selbst. Es existiert keinerlei Wissensvorsprung des Lesers, die Handlung spielt immer in der Gegenwart. Der nächste Augenblick bleibt stets ein dunkles schwarzes Loch von dem nie klar ist welche erschreckende Überraschung sich hinter der nächsten Ecke verbergen mag. Gerade aus dem absoluten Jetzt der Geschichte entwickelt sich ein großer Teil des besonderen Reiz von Blame. Der Leser wird mitgerissen, dass ihm keine Zeit bleibt zu überlegen was das alles zu bedeuten hat. Bei der Gestaltung der Panelsequenzen wird deutlich das Nihei noch keine ganz schlüssige Bildsprache gefunden hat. Der größte Schwachpunkt des Werkes! Eine oftmals verwirrende Abfolge von Bildfetzen, die auch nach mehrmaligem konzentrierten Betrachten nicht vollständig entschlüsselt werden können. Gerade die Actionszenen verwirren stellenweise derart, das nicht klar wird was eigentlich passiert und erst hinterher lässt sich dies vom Leser mühsam rekonstruieren. Fazit: Ein trotz einiger Schwächen suggestiv wirkender Bilderrausch der keiner Worte bedarf um den Leser in seinen Bann zu ziehen. Die nur langsam häppchenweise offenbarten Hintergründe der Welt lassen den Leser mit steigender Neugier zurück, denn eine Frage quält ihn von Band zu Band immer stärker: „Was zum Teufel soll das alles eigentlich?" Kein Manga für Einsteiger, aber eine faszinierende, stellenweise experimentell wirkende Innovation, die von diesem begabten Zeichner zukünftig noch weitaus mehr erwarten lässt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stumm, 29. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Blame!, Bd. 1 (Broschiert)
In diesem Manga geht es um den Wissenschaftler Killy der in einer riesengroßen, chaotischen Welt (Im Comic heißt es: Vieleicht auf der Erde, vielleicht in der Zukunft) nach intakten Netzwerkgenen sucht. Dabei geht er äußerst wortkarg aber dafür um so resuluter(vor allem in Punkto Waffengebrauch) vor. Die Zeichnungen kann man eigentlich nur als genial bezeichnen. Apokalyptische Bilder einer riesigen und teilweise surrealen Welt die sich inmitten eines Gebäude(?)komplexes befindet. Die Geschichte selbst ist leicht verwirrend und gibt dem Leser immer nur die Informationen weiter die er zur Weiterführung unbedingt nötig sind. Ich habe den Comic aufgeschlagen und war von Anfang an begeistert. Vor allem wegen der Zeichnungen die eine unglaubliche Detailfülle haben. Auch die Geschichte ist rätselhaft und spannend wobei ein weniger Kämpfe nicht schlecht gewesen wären.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Adventure-seeker Killy in the Cyber Dungeon quest!, 22. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Blame!, Bd. 1 (Broschiert)
Vor kurzem habe ich mir BAND1 von Blame! gekauft, und muss sagen dass es ein grosser Fehler war,^^ ich bin so begeistert davon gewesen dass ich 4 Tage warten musste bis ich die anderen Teile nachbestellt bekommen habe^^. Ich wollte umbedingt wissen was da weiter passiert. Der Manga ist etwas besonderes, er liegt nicht an einer festen Story an. Im ersten Teil erfährt man sehr wenig, Killy der Held durchstreift etliche kalte Stahl Ebenen nach irgendetwas, aber es stellst sich später noch raus was er sucht. Er durchläuft mehrere Stockwerke eines scheinbar nie endenen Komplexes aus Metall, undendlich Tiefe Schluchten, Blitze die durch die schmalen Ritze am Horizon zu sehen sind. Auf jeder Ebene trifft er auf einen anderen Charakter, mal wandert er mit einem kleinen Jungen umher, manchmal trifft er auf Abwehrsysteme und andere Sachen. Die Personen sind nicht ausschlaggebend für den verlauf der Geschichte. Das finde ich gerade das spannende, weil er auf niemand angewiesen ist. Killy ist sehr spracharm, er lässt oft seine Waffe für ihn reden, die durchschlägt mehrere Stahlwände. Der Brutalitätsgrad von Blame ist hoch. Er fällt auch in die Sparte ADULT auf dem Cover. Mal ein weggerissener Arm, hier wird eine Stahlplatte bis zum Auge in den Kopf gestoßen, oder es werden ein paar Leute zerfetzt. Aber in einer Welt aus Stahl und Cyborgs, ...eine Welt ohne Gesetze, gibt es halt die Regeln des Überlebens. Blame ist ein fazinierender Manga, den man sich mal öfters anschaut, er strahlt eine enorme Atmosphäre aus. Die zeichnunen wirken anfangs sehr Düster und undeutlich aber wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kommt man nicht mehr los. Der erste Band berichtet nur von der Reise des Killy, es gibt auch einen oder zwei Boss Battles. Und andere wunderschön gezeichnete Bilder. Was in den nächsten Teilen passiert verrate ich euch nicht weil sonst wäre es ja langweilig.^^ Erlebt es selber. Ich kann es nur empfehlen. Aber nicht den Leuten die es mit Liebe und Engeln und haaa^^ Romantik haben^^ Ich bin begeistert ohne ende, und will dass ihr es auch seit, also schaut mal rein, es lohnt sich auf jeden Fall! ... .Killy offline......Download finished...
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