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Das Blair Witch Projekt führt uns auf die Spur von drei Filmstudenten, die eine Dokumentation über die legendäre Blair Witch in Burkittsville, Maryland, drehen wollen. Zuerst filmen sie ein paar Bauernlümmel (und erhalten dabei einige Informationen über die sagenumwobene Hexe), dann gehen die drei unter der Führung von Heather (die Schauspieler tragen im Film ihre eigenen Namen!) in den nahegelegenen Wald, in dem die Hexe angeblich leben soll. Von diesem Trip kehren die drei niemals zurück. Was wir, die Zuschauer, sehen, ist das "rekonstruierte" Material, das die drei der Nachwelt hinterlassen haben. Material, das nur bedingt erschlossen und verstanden werden kann. Die drei, so erfährt der Zuschauer, haben sich im Wald verirrt, wo sie von einer unbekannten Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wurden.
Die Meisterleistung dieses Filmes besteht darin, dass man nie zu sehen bekommt, was die drei terrorisiert. Und dieser Terror ist schlimmer als der, den man für gewöhnlich zu sehen bekommt. Dieser Effekt wird durch die wackelnde, seekrankmachende "Kameraarbeit" verstärkt, die dadurch entstehende Atmosphäre des Filmes ist eine der bedrohlichsten, angsteinflößendsten, verstörendsten in der gesamten Geschichte des Horrorfilmes. Lediglich die langweiligen Dialoge stören in diesem Gesamtbild.
In den deutschen Kinos war der Film bei weitem nicht so erfolgreich, wie man sich dies erhofft hatte. Das hat jedoch vor allem damit zu tun, daß der Hype, der in den USA im Vorfeld des Filmes stattgefunden hat, in Deutschland ausgeblieben ist. So wurden in den USA schon Monate vor Kinostart Werbungen geschaltet, wurde die Homepage durch Werbung bekannt gemacht, womit das Gefühl erzeugt wurde, den Film gesehen haben zu müssen (überhaupt wurden mehrere Millionen Dollar in die Werbekampagne gesteckt -- soviel zu dem Thema, dass der Film als solches nur 40.000 Dollar gekostet hat). --Mark Englehart
Diese 3 „Schauspieler" sind Heather Donahue, Michael Williams und Joshua Leonard. Sie haben ihre eigenen Namen im Film behalten, also sind die drei Hauptfiguren Heather, Mike und Josh. Sie wollen die Legende der Hexe von Blair dokumentarisch festhalten, und gehen dafür in den Wald. Anfangs machen sie sich über alles „Seltsame" lustig, doch schon bald merken sie, dass aus dem Spiel bitterer Ernst wird.
Möglicherweise bevorzugen einige Zuschauer die Special Effects, um so richtig erschreckt und geschockt zu werden. Beim Blair Witch Project sind Special Effects absolut überflüssig! Es muss auch nicht immer Blut im Spiel sein, um wirklich schocken zu können. Das hat Blair Witch Project sehr überzeugend bewiesen. Die Idee und Umsetzung von paranormaler Angst ist viel erschreckender, als irgendein Monster tatsächlich zu sehen.
Der Film dreht sich jedoch nicht um Monster oder Aliens...es geht um eine Hexe, die man zwar nicht sehen wird, aber von der man genau weiß, dass sie da ist. Die Effekte sind sehr spärlich. Man sieht keinen einzigen Mord geschehen, oder irgendeine gruselige Kreatur. In diesem Film ist es eher so, dass Dinge, die normalerweise nicht passieren, doch passieren, und das ist hier der „Anreiz" für die Angst.
Plötzlich kann einem das bloße zusammenschlagen von Steinen oder knisterndes Laub mitten in der Nacht viel mehr Angst einjagen als das furchterregendste Monster. Klingt unglaubwürdig? Vielleicht, aber wenn man sich dem Film hingibt, wird man sehr bald feststellen, dass die Psyche des Menschen nicht sehr belastbar ist.
Für manche ist das hysterische Rumgeschreie von Heather einfach nur nervig, für mich absolut nachvollziehbar - wie würde man sich selbst in so einer Situation fühlen? Würde man da nicht auch durchdrehen? Meiner Meinung nach äußerst realistisch dargestellt! Interessant ist auch, dass die eigentlichen Filmemacher, die die drei Studenten für den Filmdreh in den Wald geschickt haben, mitten in der Nacht in den Wald gegangen sind, und sie -ohne ihr Wissen- mit allen möglichen Tricks erschreckt haben, und so sind die Reaktionen der drei einfach nur absolut ehrlich.
Der Realismus in Kombination mit dem einfachen, ehrlichen Sound machen den Film zu einem Psycho-Trip, wie es kaum ein anderer Film schafft. Die Angst und der Horror Vom Blair Witch Project schleichen sich in den Kopf und in die Gedanken des Zuschauers.
Jedenfalls kann ich nur sagen, dass Blair Witch Project eine neue Richtung des Horror-Genres eingeschlagen hat, und dass das einer der wenigen Filme ist, der mich mal so richtig erschrecken konnte, und bei dem ich mich wirklich gegruselt habe. Ich kann diesen Film wirklich nur empfehlen!!
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