Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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55 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spitze!, 1. November 2002
Schätze, mein Verhältnis zu Wäldern, vor allem in der Nacht, hat sich grundlegend geändert...Um zu wissen, ob es sich hier um einen guten oder schlechten Film handelt, muß man ihn selbst gesehen haben. An keinem anderen Film schneiden sich derart die Geister wie hier: 50% finden ihn gut, 50% schlecht, ich gehöre zu ersteren. Kurz gesagt: Drei Freunde wollen in einem Wald eine Dokumentation über die Hexe von Blair drehen und merken irgendwann, daß sie sich verlaufen und irgendetwas sie verfolgt. Der ganze Film besteht aus dem Filmmaterial der drei, das unkommentiert gezeigt wird - so muß man sich zu allem eine eigene Meinung bilden, was da nun wirklich passiert. Man muß vor allem beachten, das alles, aber wirklich alles an diesem Film fürs Horrorgenre untypisch ist. Kein anderer Film wirkt so echt, keiner flößt dermaßen Angst ein. Man sieht alles direkt aus den Augen der Darsteller. Die ganze Zeit meint man, es handele sich um einen Film, den man selbst mit Kumpels gedreht habe, so echt wirkt er. Man ahnt den ganzen Film über, das etwas passieren wird. Die Atmosphäre wird immer erdrückender und unheimlicher. Der Streifen kommt zudem ohne blutige Effekte aus. Man sieht praktisch nur den dunklen Wald und hört Geräusche - und allein daraus ergibt sich schon unheimliche Spannung. Das Ende mag zunächst enttäuschend wirken, da nichts aufgeklärt wird, aber wenn man mal drüber nachdenkt, wird man den Film insgesamt doch genial finden. Das Kameragewackel hat mich eigentlich kaum gestört, das Einzige was zunehmend stört ist das hysterische Gekreische und Geheule des Mädchens. Leider bleibt hier alles dem Zuschauer überlassen: Was ist wirklich passiert, was hat das Ende des Films zu bedeuten? Denn zu sehen gibt's weder einen Psychopathen noch eine Leiche - man sieht eben nur das, was die drei sehen - Waldboden - und sonst nichts! Eigentlich darf man sich nicht einen Horrorfan nennen, ohne diesen außergewöhnlichen Film gesehen zu haben, der sich gänzlich von allen anderen Filmen die es gibt abhebt. Es gibt keinen Film, der in irgendeiner Art und Weise an Blair Witch erinnert - außer die, die man mit seinen eigenen Kumpels vielleicht mal gedreht hat, und gerade das macht den Film unglaublich authentisch. Unbedingt anschauen, ihr werdet davon alpträumen - und gewiß nicht mehr in irgendwelche Wälder gehen, schon gar nicht bei Nacht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Angst in den Augen, 8. November 2009
Nicht jeder Horror-Fan kommt bei "Blair Witch Project" auf seine Kosten. Der Film polarisiert, weil er ziemlich intelligent gemacht ist. Der Schrecken spielt sich hier im Kopf ab, weil man so gut wie nichts sieht: keine Monster, kein Blut, keine Hexe, nix! Stilistisch eröffnet der Film ein neues Genre: der "unfertige Handkamera-Horror". Authentizität wie in einem Dokumentarfilm wird durch Einsatz einer von Laienhand geführten Handkamera erzeugt. Neben den drei Hauptdarstellern gibt es keine nennenswerten Figuren. Hauptstar im diesem Film (in dem keine bekannten Namen des Filmgeschäfts auftauchen) ist allenfalls noch der Wald, der durch seine bedrohliche Größe das Haupt-Spannungselement ist.
Unbefriedigend ist allenfalls, dass der Zuschauer keine Erklärung für die immer beängstigender werdenden Vorfälle erhält. Urplötzlich ist der Film zu Ende, alle sind tot, und was gewesen ist, weiß allein der Waldgeist.
Dennoch ist der Erfolg des billig produzierten Low-Budget-Streifens verdient, denn in seiner Unverwechselbarkeit stellt "Blair Witch Project" eine Ausnahme im Horror-Genre dar, die man nicht mehr vergisst.
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67 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier kann man sich WIRKLICH gruseln, 26. August 2003
Dieser Film war eine sehr erfrischende Abwechslung zu den normalen Hollywood Blockbustern. Allein wie der Film entstand, ist mindestens genauso genial einfach, wie der Film selbst: Daniel Myrick und Eduardo Sanchez hatten die Idee, aus einer unheimlichen Legende eine Dokumentation zu machen. Sie suchten sich drei Studenten, die bereit waren einen Film zu drehen, gaben ihnen Kameras, eine rohe Skizze der Geschichte, und schickten sie für 8 Tage in die Wälder.Diese 3 „Schauspieler" sind Heather Donahue, Michael Williams und Joshua Leonard. Sie haben ihre eigenen Namen im Film behalten, also sind die drei Hauptfiguren Heather, Mike und Josh. Sie wollen die Legende der Hexe von Blair dokumentarisch festhalten, und gehen dafür in den Wald. Anfangs machen sie sich über alles „Seltsame" lustig, doch schon bald merken sie, dass aus dem Spiel bitterer Ernst wird. Möglicherweise bevorzugen einige Zuschauer die Special Effects, um so richtig erschreckt und geschockt zu werden. Beim Blair Witch Project sind Special Effects absolut überflüssig! Es muss auch nicht immer Blut im Spiel sein, um wirklich schocken zu können. Das hat Blair Witch Project sehr überzeugend bewiesen. Die Idee und Umsetzung von paranormaler Angst ist viel erschreckender, als irgendein Monster tatsächlich zu sehen. Der Film dreht sich jedoch nicht um Monster oder Aliens...es geht um eine Hexe, die man zwar nicht sehen wird, aber von der man genau weiß, dass sie da ist. Die Effekte sind sehr spärlich. Man sieht keinen einzigen Mord geschehen, oder irgendeine gruselige Kreatur. In diesem Film ist es eher so, dass Dinge, die normalerweise nicht passieren, doch passieren, und das ist hier der „Anreiz" für die Angst. Plötzlich kann einem das bloße zusammenschlagen von Steinen oder knisterndes Laub mitten in der Nacht viel mehr Angst einjagen als das furchterregendste Monster. Klingt unglaubwürdig? Vielleicht, aber wenn man sich dem Film hingibt, wird man sehr bald feststellen, dass die Psyche des Menschen nicht sehr belastbar ist. Für manche ist das hysterische Rumgeschreie von Heather einfach nur nervig, für mich absolut nachvollziehbar - wie würde man sich selbst in so einer Situation fühlen? Würde man da nicht auch durchdrehen? Meiner Meinung nach äußerst realistisch dargestellt! Interessant ist auch, dass die eigentlichen Filmemacher, die die drei Studenten für den Filmdreh in den Wald geschickt haben, mitten in der Nacht in den Wald gegangen sind, und sie -ohne ihr Wissen- mit allen möglichen Tricks erschreckt haben, und so sind die Reaktionen der drei einfach nur absolut ehrlich. Der Realismus in Kombination mit dem einfachen, ehrlichen Sound machen den Film zu einem Psycho-Trip, wie es kaum ein anderer Film schafft. Die Angst und der Horror Vom Blair Witch Project schleichen sich in den Kopf und in die Gedanken des Zuschauers. Jedenfalls kann ich nur sagen, dass Blair Witch Project eine neue Richtung des Horror-Genres eingeschlagen hat, und dass das einer der wenigen Filme ist, der mich mal so richtig erschrecken konnte, und bei dem ich mich wirklich gegruselt habe. Ich kann diesen Film wirklich nur empfehlen!!
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