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Produktinformation
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Das tat dem Buch aber keinerlei Abbruch. Im Gegenteil: Der Roman, immerhin bereits 1968 geschrieben, fesselt einen mindestens genauso wie der Film! Auch als Buch ist die Geschichte des Androidenjägers Deckard, der auf einer trostlosen und ökologisch ruinierten Erde einem brutalen Job nachgehen muß extrem spannend, und zudem etwas anders erzählt als im Film. Dick legte andere Schwerpunkte und seine Story ist noch düsterer als der schon nicht gerade aufmunternde Film. Deckard zerbricht an seinem letzten Auftrag, vier entflohene Andys (oder "Replikanten", wie sie im Film heißen) zu jagen. Das Schlußbild, in dem er eine vermeintlich lebendige Kröte als Maschine erkennt, zeigt einen völlig desillusionierten Blade Runner.
Deckard ist letzten Endes genauso ruiniert wie sein Umfeld -- eine ernüchternde Zukunft, die Dick da entwirft, und die alles andere ist als eine schöne neue Welt. Der Roman ist ein absoluter Höhepunkt der düsteren Science Fiction, und man kann (und sollte eigentlich auch) das Buch vor dem Kinobesuch lesen. Der Film ist dann eine hervorragende Ergänzung und beides ist Beleg dafür, wie gut Science Fiction sein kann. Bei mir war es nun umgekehrt, aber dafür hat mich der Film dann zu einem begeisterten SF-Leser gemacht.--Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vielschichtige Zukunftsvision.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Taschenbuch)
Der "Blade Runner" ist mit Sicherheit der mit Abstand bekannteste Roman von Philip Kindred Dick, was er vor allem seiner Verfilmung durch Ridley Scott im Jahr 1982 verdankt. Diesen Film hat Dick leider nie in seiner endgültigen Fassung sehen können, denn er verstarb zu jener Zeit an den Folgen mehrerer Schlaganfälle.Zur Story: Der Androidenjäger Rick Deckard übernimmt den Auftrag, sechs vom Mars auf die Erde geflüchtete Androiden aufzuspüren und zu eliminieren, denn diese haben auf ihrer Flucht mehrere Menschen umgebracht. Vom ausgesetzten Kopfgeld will er sich und seiner depressiven Frau ein lebendiges Tier kaufen, nachdem sein elektrisches Schaf einen Defekt erlitten hat. Denn Tiere sind nach dem letzten totalen Krieg zum absoluten Statussymbol geworden - der radioaktive Niederschlag hat die meisten Tierarten aussterben lassen und die überlebenden selten und kostbar gemacht. Ganz anders als im Film, wird hier nicht allein der Schwerpunkt auf die Androidenjagd an sich gelegt, sondern das psychologische Profil eines Menschen gezeichnet, der in einer zerstörten und aus den Fugen geratenen Welt nach einem sinnerfüllten Dasein strebt. Hier spielt auch die fiktive Religion des Mercerismus eine wichtige Rolle (Mercer ist eine Art Messias, mit dessen Geist die Gläubigen über eine Empathie-Box verschmelzen können), welche der Film komplett auslässt. An dieser Stelle auch noch einmal Dank an den Haffmans Verlag, der seit kurzem leider nicht mehr existiert. Hier erschien - neben einigen Romanen Dicks - eine komplette und gebundene Gesamtausgabe sämtlicher Kurzgeschichten in zehn Bänden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Legendär!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Taschenbuch)
Das ist wieder mal so ein Buch, das im Bücherregal keinerlei Staub ansetzt. Philip K. Dicks -Blade Runner- ist ein Klassiker des Genres. Bei uns vielmehr dadurch bekannt, dass Ridley Scott den Stoff 1982 mit Harrison Ford in der Hauptrolle verfilmte. Falls sie den Film gesehen haben, lohnt es sich trotzdem das Buch, aus dem Jahr 1968, zu lesen, denn: Es gibt gewaltige Unterschiede. Scott hat sich das Gerüst aus Dicks Roman geschnappt, mehr nicht. Er ließ ganze Handlungsstränge weg und veränderte einiges. Dabei blieb die Grundaussage von Dicks Stoff stehen, aber die Details reduzierten sich gewaltig. Dick, der 1982 starb, war ein Visionär und Vielschreiber. Über 100 Shortstories und 30 Romane ließ er zurück. -Blade Runner- ist das literarische "Sahnestück" seines Nachlasses.
Im Jahr 1992 ist die Erde nach einem Atomkrieg kaum noch bewohnbar. Ein Teil der Menschheit wandert zum Mars aus. Zum Schutz werden den Auswanderern Androiden zur Seite gestellt. Sie dürfen die Erde nicht wieder betreten. Für diejenigen Androiden, die das doch tun, werden spezielle Kopfgeldjäger ausgebildet, die Jagd auf die Androiden machen. Rick Deckard ist einer von ihnen. Deckard erfüllt seinen Job ohne wenn und aber. Als er jedoch eine Affäre mit der Androidin Rachel Rosen beginnt, ändert sich seine Weltsicht. Deckard weiß nicht, wie er seinen Job noch ausführen soll. Und das in einer Situation, in der er sechs gefährliche Androiden zur Strecke bringen muss. So wird Deckard hin und her gerissen und landet zum Schluss doch zwischen den Fronten. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt... -Blade Runner- ist eine der besten Endzeitstories, die je den Kopf eines Schriftstellers verlassen hat. Sie steht mit Romanen wie -I am Legend- oder -New York 1999- auf einer Stufe. Dicks Schreibstil ist kurz, knapp, unterhaltsam und genau. Das sorgt dafür, dass die Art und Weise, in der uns die Story präsentiert wird, absolut zeitlos rüberkommt. Dabei haben sich Dicks Stoffe, im Nachhinein, als gut verfilmbar erwiesen. Auch -Minority Report- und -Tota Recall- basieren auf Geschichten des Amerikaners. Wer sich für Science Fiction interessiert, auf eine gute Schreibe steht und präzise Charaktere mag, der kann mit -Blade Runner- nichts verkehrt machen. Zudem ist Dicks Roman ein Buch, das in keiner gut sortierten Buchsammlung fehlen darf. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Do Androids Dream of Electric Sheep ?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Taschenbuch)
Das Buch wird unter dem Titel "Blade Runner" verkauft, allerdings heisst der Roman "Do Androids Dream of Electric Sheep ?". Dies ist die Vorlage, bei der sich der Film von Ridley Scott bedient. Dieser Roman ist ein wichtiger Beitrag zur Science Fiction, aber erst durch die Verfilmung wurde er weltweit bekannt. Da er schon 50 Jahre alt ist liesst er sich heute etwas schwierig, er ist aber auch heute noch interessant. Allerdings sind natürlich einige hier erwähnte Details arg veraltet und wirken aus heutiger Sicht teilweise naiv.Allerdings muss unbedingt mal etwas zur hier vorliegenden Ausgabe von Heyne aus dem Jahr 2002 gesagt werden. Diese wird als überarbeitete Neuausgabe bezeichnet. Angeblich wurde die Übersetzung durchgesehen/korrigiert. Allerdings kann man viele Stellen finden, die nicht übersetzt sondern in den Worten des "Übersetzers" neu erzählt wurden. Sätze wurden umgestellt, Formulierungen verwendet die komplett anders sind als in der englischen/amerikanischen Originalfassung. Insbesondere hat man häufig im Original mehrere aufeinander folgende kurze Sätze, die in der dt. Fassg. zu längeren Satz/Nebensatz-Konstruktionen verändert wurden. Zwar macht die sogenannte Übersetzung keine inhaltlichen Fehler (abgesehen davon, dass die deutsche Fassung ein anderes Jahr angibt - sie spielt als ein paar Jahrzehnte vor der Originalfassung...), aber der Rhythmus ist ein anderer. Natürlich geht bei einer Übersetzung immer etwas verloren. Man kann das aber erheblich sorgfältiger machen als es hier erfolgt ist. Schade. Ansonsten ist die Gestaltung des Taschenbuchs durchaus nobel, ein schöner Umschlag und gutes Papier (wie bei der ganze Serie von P.K.Dick-Ausgaben bei Heyne, die seit 2002 nach und nach erscheinen). Insofern ist sie der alten Heyne-TB-Ausgabe überlegen, die das Filmplakat-Motiv auf dem Titel hatte. Einziges Manko bei der Gestaltung: Man hätte auch den richtigen Roman-Titel verwenden sollen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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