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Blade: Die Jagd geht weiter - Staffel 1 [4 DVDs]
 
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Blade: Die Jagd geht weiter - Staffel 1 [4 DVDs]

Sticky Fingaz , Jill Wagner , Peter O'Fallon , Michael Robison    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 13,04
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Rezensionen

OFDb.de

Diese Kritik bezieht sich auf die komplette erste Staffel, ist aber garantiert Spoilerfrei.

Nach Beendigung der Film-Reihe um den kultigen Marvel-Vampirjäger Blade entschied sich David S. Goyer für eine TV-Serie mit seinen schwarzen Goldjungen. Die Serie wird ausgestrahlt auf Spike TV, einem jungen Sender der ganz auf moderne Kost setzt. Mit "Blade" hat man ein viel versprechendes Zugpferd am Start und die Einschaltquoten der ersten Staffel waren überaus gut.

Die Produktionsstandards sind sehr hoch und man sieht in jedem Detail das viel Geld in die Umsetzung der Serie geflossen ist. Sowohl die perfekte Ausstattung als auch die hervorragenden Special Effects zeugen von hohem Budget. Zwölf Folgen umfasst die erste Staffel, die einer Storyline folgt, der Pilotfilm geht fast 90 Minuten und die weiteren Folgen jeweils ca. fünfundvierzig Minuten. Regie führte bei allen Folgen TV-Routinier Peter O'Fallon, der seine Sache mehr als gut erledigte, seine straffe und konsequente Inszenierung zeugt von langer Erfahrung und handwerklicher Versiertheit.

Die Drehbücher sind zwar nur selten wirklich originell, passen sich aber gut dem Geist der Kinofilme an und verwässern die Story nicht. Durch ihre komplexen Geschichten und intelligenten Twists haben sich die Filme ebenfalls nie ausgezeichnet, sondern durch die unterkühlte Ästhetik die genau den Geschmack des modernen Publikums trifft.

Als Blade konnte man natürlich nicht wieder Wesley Snipes verpflichten, was aber nicht viel ausmacht. Schließlich braucht es für die Rolle keinen großen und unverwechselbaren Schauspieler, sondern lediglich einen schwarzen, muskulösen sowie enorm charismatischen und coolen Typen der auch in den Martial Arts-Szenen überzeugen kann. Mit Sticky Fingaz (Kirk Jones) hat man eine ideale Besetzung gefunden: Der Hip Hop - Star ist schon lange mit seiner Kultband ONYX bekannt für aggressiven und authentischen Stil, fernab von Designer-Gangster Gehabe a la 50 Cent und Konsorten. In der Hauptrolle wirkt er genauso fabelhaft wie schon in zahlreichen Musikvideos oder Nebenrollen in Kinofilmen (z.B. in "Dead Presidents" oder "Clockers").

Atmosphärisch kommt die Serie sehr düster daher, was aber sehr gut wirkt. Mehr auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten als vergleichsweise "Buffy". Auflockernden Humor gibt es nur sehr sparsam dosiert, meistens bestehend aus zynischen Onelinern Blades. Der witzigste Charakter ist ohne Frage Blades bester Freund (oder sozusagen sein Robin) Shen, wunderbar gespielt von Nelson Lee.

Eine weitere wichtige Figur ist natürlich Ober-Fiesling Marcus van Sciver, ebenfalls sehr gut dargestellt von Nachwuchstalent Neil Jackson. Dieser hat viel vom jungen Ryan Phillipe und erscheint perfekt für die Rolle des eiskalten, arroganten, aber natürlich auch intelligenten und charismatischen Aristokraten. Den nötigen Sex-Appeal bekommt die Serie durch die beiden wichtigen weiblichen Hauptcharaktere:

Krista Starr (Jill Wagner) versucht den Mord an ihrem Zwillingsbruder aufzuklären, wird aber im Auftrag von Marcus van Sciver in den Vampir-Klan gezogen und ebenfalls zu einem Geschöpf der Nacht gemacht. Dabei hat sie ein wechselhaftes Verhältnis zu Blade, welches eine stetige Entwicklung innerhalb von Season 1 durchmacht. Wie ihr Bruder zuvor arbeitet auch sie als verdeckte Informantin im Klan. Die zweite weibliche Hauptrolle spielt Jessica Gower als Chase, eine Vampirin aus van Scivers Klan, doch auch diverse andere Frauen in kleinen bis unwichtigen Rollen sind optisch sehr attraktiv und werten die Qualität weiter auf.

Schon die erste Szene im Pilotfilm zeigt wohin die Richtung geht: Harte Unterhaltung ohne viel Tiefgang, dafür mit umso mehr bösem Sarkasmus. Schnelle Schnitte, Martial Arts und comichafte Atmosphäre, gepaart mit einer ansprechenden Story und besetzt mit fähigen Schauspielern. Aufwendige Kamerafahrten unterstützen das flotte Tempo und gerade die Action-Szenen sind aufwendig gefilmt. Ansonsten herrschen teilweise fast schon gotische Bildkompositionen und es gibt einige surrealistisch in Szene gesetzte Traumsequenzen.

Auch der Gewaltfaktor ist überraschend hoch, da gibt es nichts zu meckern. Viel Blut und viele Vampir-Explosionen (im Stil der Filme), Blade muss allerdings auch einiges an Prügel einstecken. In einer Folge wird er sogar entführt und brutal zusammengeschlagen, unter der Leitung von Bokeem Woodbine in einer wirklich fiesen Rolle. Insgesamt ist er in zwei Folgen zu sehen und der einzige prominente Nebendarsteller der mir aufgefallen ist.

Die Story erstreckt sich komplett über die gesamte erste Staffel und die Folgen sollten nicht verpasst werden. Um die Geschichte zu verfolgen darf man keinesfalls eine Episode versäumen. Raum wird nicht nur dem routiniert erzählten Plot gegeben sondern auch den Charakteren.
So lässt man sich Zeit für viele Nebenplots und für eine tragische Familiengeschichte rund um den Charakter Krista Starr. Jede Episode hat im Gegenzug aber genug Action zu bieten um für ausreichend Tempo und Unterhaltung zu sorgen.

Zum kleinen Kritikpunkt wird die manchmal erschreckend niedrige Präsenz von Blade selber, teilweise verkommt die eigentliche Hauptfigur schon fast zur Nebenfigur weil es so viele Nebenplots gibt. Blade kommt noch wortkarger daher als schon in den Filmen und hat generell weniger Text als alle anderen wichtigen Darsteller. Das mag zum Charakter des Superhelden passen, ein wenig störend erweist sich das manchmal schon.

Zum Soundtrack: Dieser weicht ein wenig ab von den Electro-Tracks (sind aber auch noch reichlich vorhanden) und ist etwas breiter gefächert. Natürlich gibt es Hip-Hop und Industrial, jedoch auch viel instrumentale Originalmusik und öfters mal Pop, Rock oder harten Metal zu hören. Insgesamt ist der Einsatz von Musik zumeist sehr stimmig und geschmackvoll.

Unterstützt wird Sticky durch seine stylische Oakley-Brille, die er so gut wie nie abnimmt und durch seine dicke Harley Davidson. Diese wurde (wie die Brille wahrscheinlich auch) extra für die Serie entworfen und macht einen guten Eindruck. Die Waffen sind dieselben geblieben und Sticky macht auch in den Kampfszenen eine gute Figur. Insgesamt ist er mindestens so grimmig und zynisch wie schon Wesley Snipes in den Kinofilmen.

Wie man die Handlung zeitlich einordnen soll ist mir nicht klar geworden, spielt aber meines Erachtens keine große Rolle. Es gibt keine Anzeichen dafür ob der Film nach, zwischen oder vor den Filmen spielen soll, es werden bewusst wenige Verbindungen aufgebaut. Einige Ausnahmen wie Ausschnitte von Blades Geburt aus dem ersten Teil sind zwar vorhanden, in ihrer Anzahl aber spärlich.

Nach dem von Kritikern zerrissenem letzten Teil der Trilogie, "Blade: Trinity" wirkt die Serie wie die Auferstehung eines gefallenen Helden. In einer Zeit in der viele TV-Serien (z.B. "Desperate Housewives" oder "Nip/Tuck") mittlerweile attraktiver, unterhaltsamer und qualitativ hochwertiger sind als so mancher groß produzierter Film, war es ein cleverer Entschluss es mit einer aufwendigen TV-Version zu versuchen. Die hintergründige Genialität und Komplexität eben genannter Serien erreicht "Blade" zwar nicht, will aber auch gar nicht darauf hinaus. Und für glatt polierte TV-Action dürfte diese Serie nun erstmal das Maß aller Dinge sein.

Fazit: Eine viel versprechende erste Staffel, die Appetit auf mehr macht. Sticky Fingaz ersetzt Snipes absolut adäquat und die Optik kann fast mit Kino-Blockbustern mithalten. Mit Sicherheit wird "Blade" auch hierzulande ein großer Erfolg im Fernsehen beschert sein. Das hohe Niveau das der rasante Pilotfilm vorgibt kann aufrecht erhalten werden und die erste Staffel ist, trotz kleinen Schönheitsfehlern, als rundum gelungen zu bezeichnen.

--- COPFKILLER

VideoMarkt

Blade, selbst halb Vampir und halb Mensch, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die menschliche Rasse vor der Auslöschung durch blutrünstige Vampire zu bewahren. Der Halb-Vampir muss weder Sonnenlicht und Knoblauch noch Silberkugeln fürchten, verfügt aber über übermenschliche Kräfte und extrem geschärfte Sinne. Gegen die Sucht nach Blut hilft ihm ein Serum, das er sich regelmäßig injiziert.

Video.de

Wesley Snipes spielte den Superhelden Blade in der erfolgreichen Kino-Trilogie, die auf den gleichnamigen Marvel-Comics basiert. In der 2006 nachgeschobenen TV-Serie übernahm Rapper Kirk "Sticky Fingaz"Jones den Part des coolen Vampirjägers. Die Action-Serie fiel allerdings beim Publikum durch. Nach dreizehn Folgen verkündete der Sender Spike TV wegen drastisch sinkender Einschaltquoten das Ende von "Blade: The Series".

Blickpunkt: Film

Daywalker Blade, halb Mensch und halb Vampir, bekämpft die blutrünstigen Kreaturen der Nacht. Kurzlebige Actionserie nach der erfolgreichen Filmreihe, aber ohne deren Star, abgelöst von Rapper Sticky Fingaz.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Kirk "Sticky Fingaz" Jones jagt als "Daywalker" Blade blutdurstige Vampire.

Kurzbeschreibung

Blade ist ein "Daywalker", halb Mensch und halb Vampir. Er kann sich auf alle Vampir-Stärken wie überdurchschnittliche Kraft, extreme Heilungsfähigkeit und verstärkte Sinne verlassen. Die klassischen Schwächen wie Sonnenlicht, Knoblauch und Silber können ihm nicht gefährlich werden. Um seinen quälenden Blutdurst zu unterdrücken, injiziert sich Blade regelmäßig ein Serum. Seine Mission: die blutrünstigen Vampire vernichten. Mit viel Action und seinem Schwert beginnt Blade seinen Kampf.

Episoden:
Disc 1:
"Pilotfilm"
01 Willkommen zu Hause
02 Die Wandlung

Disc 2:
03 Das Ash-Labor
04 Der Spieler
05 Bad Blood

Disc 3:
06 Schwanger mit dem Bösen
07 Niederkunft
08 Tödliche Heilung
09 Alte Liebe

Disc 4:
10 Vertraute Feinde
11 Der weisse Prinz
12 Monster
13 Das Konklave

Produktbeschreibungen

Blade Die Jagd geht weiter - Vol.1 DV
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