Der 120SR ist kein Anfängerhubschrauber und erst recht kein Kinderspielzeug! Sicher gibt es Menschen mit besonderem Talent, die mit einem Fixed-Pitch-Singlerotorheli (das ist ein Hubi mit nur 1 Rotorebene ohne Blattverstellung)den Einstieg in das Hobby schaffen. Das sind nach meiner Einschätzung aber weniger als 5%. Wer jedoch bereits Erfahrung mit einem Koax (das ist ein Hubi mit 2 Rotorebenen)hat, für den ist der 120SR der nächste Schritt hin zum "richtigen" Hubschrauberfliegen. Er fliegt "aus der Schachtel" heraus bereits sehr akzeptabel eingestellt,
ist jedoch in der Lernphase NICHT für die normal große Wohnung geeignet. Schon für den Start sollten mindesten 15 qm freie Fläche zur Verfügung stehen, da das Maschinchen beim Abheben den Drang zum seitlichen Wegdriften verspürt. Ist er erst mal einen halben Meter weg vom Boden, kann er relativ leicht geschwebt werden und ist dann bei guter Trimmung recht eigenstabil. Wegen seines Gewichtes von knapp 100 g kann er, im Gegensatz zum Winzling mSR, in einer Wohnung jedoch schon Schaden anrichten, wenn ihm Möbel und dergleichen in die Quere kommen, denn er kann außer Kontrolle schon sehr schnell werden. Ich rate daher, bei Windstille in den Garten oder sonst in eine Halle oder größere Garage auszuweichen.Zudem empfehle ich, das BNF-Set (ohne Fernsteuerung) und dazu einen Computersender wie z.B. die Spektrum Dx6i zu kaufen. Der höherwertige Sender kann entsprechend programmiert werden, was eine sehr präzise und bei Bedarf auch anfängerfreundliche Steuerung ermöglicht. Unvermeidliche Unfälle übersteht der 120SR i.d.R. schadlos, wenn man rechtzeitig das Gas und damit den Schub vom Rotor nimmt. Der meinige hat bis heute lediglich eine Anlenkstange eingebüßt, von der jedoch in weiser Voraussicht 4x Ersatz beiliegt. Inzwischen ist die Ersatzteilversorgung gut, zudem sind diese sehr preisgünstig. Es empfiehlt sich, mindestens 1 Zweitakku mitzukaufen, da die Flugzeit mit einem 500mAh-Akku nur ca. 6 Minuten beträgt, dann regelt die Elektronik sehr zügig ab und der Flugapparat geht zu Boden, und zwar ebenso zügig mit eingeschränkter Manövrierbarkeit. Deshalb fliege ich immer nach Uhr und lande rechtzeitig. Die Leistung des Bürstenmotors ist mehr als ausreichend für zügige Manöver und auch das Heck steht, für einen heckmotorisierten Hubi, recht stabil. Gelegentliche Zuckungen muss man inkauf nehmen, stören aber nicht weiter. Im Freien verträgt das Maschinchen auch einen leichten Luftzug, wenn die Anlenkstangen in die langen Kugelköpfe der verstellbaren Taumelscheibe eingehängt werden. Die mitgelieferte Ladetechnik umfaßt ein Adapterkabel für BEC-Stecker, ein 220V Netzkabel sowie ein hinsichtlich des Ladestroms von 0,1 - 1 C regelbares Ladegerät. Eine Bedienungsanleitung in Deutsch liegt ebenso bei.
Für diejenigen, die sich ambitioniert mit der Helifliegerei schon beschäftigen oder es wollen, eine klare Empfehlung und von mir 100 Punkte!