Mit Redman und Wu-Tangs Method Man finden sich zwei ziemlich unterschieldiche Rapper zusammen, die die Frage in den Raum stellen, ob sie denn überhaupt zusammen passen; nüchtern betrachtet kann man die Frage bejahen. Erick Sermon, der für einen größeren Teil der Produktion verantwortlich ist, ist schon zuvor als guter Beatbastler auffällig geworden und diese können auch Redmans und Method Mans Style gut untermalen, zudem gibt es Tracks wie Da Rockwilder" (mit gelungenen Video), die noch einmal beweisen, dass sich die Zusammenarbeit der beiden Rapper als durchaus fruchtbar erweisen kann.
Leider bleibt das Album weit unter den Möglichkeiten, wir haben mit 70 Spielzeit viel Material, aber auch sehr viel Füllmaterial, mindestens jeder zweite Song hätte man aus dem Album rausschmeissen müssen, dann wäre sicherlich mehr drin gewesen. Die meisten Tracks sind thematisch nicht abwechslungsreich und die Beats können sich nicht großartig voneinander unterscheiden. Erick Sermon konnte weitaus bessere Beats schmieden als auf dieser CD, sowie Method Man auf den Wu-Tang-Platten und bei "Tical" weitaus smoother rappte. Auch RZAs Beitrag ist relativ bedeutungslos. Neben "Da Rockwilder" gibt es ein paar ganz gute Tracks wie "Blackout", "Cerial Killer" oder "Maaad Crew", die gut anhörbar sind, zwischendurch muss aber zu oft geskippt werden, der Rote Faden ist zwar vorhanden, reicht aber alleine für eine bessere Bewertung nicht aus.
Natürlich bieten Redman und Method Man auch in schlechteren Tagen ein Mindestmaß an Qualität, welches der Grund dafür ist, weswegen die CD sich trotz der Kritik noch leicht über den Durchschnitt bewegen kann, langweilig und absolut gewöhnlich ist es aber dennoch; wer Redman und Method Man mag und kennt, ist fraglos besseres gewohnt. Wer chillen und Spass haben will, kann beispielsweise auch die "Beatnuts" hören oder die alten Cypress Hill-Sachen, hier dagegen hat man es mit einer typischen Form von overhype zu tun!