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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich eine objektive Betrachtung einer einzigartigen Eröffnung,
Rezension bezieht sich auf: The Blackmar-Diemer Gambit: A Modern Guide to a Fascinating Chess Opening (Taschenbuch)
Bislang mangelte es Büchern und Abhandlungen über das BDG meist daran, dass Sie eine der beiden Seiten einseitig betrachtet haben, je nachdem welche Meinung man sich über diese umstrittene Eröffnung im Vorfeld gebildet hatte.Entweder ist das BDG eine Allzweck-Waffe, welche in 99 % der Fälle zum überwältigenden Angriffs-Sieg für Weiß, meist nach 10 - 20 Zügen führt. Dies wurde dann häufig mit wenig repräsentativen Partiebeispielen auch "nachgewiesen". Genau so häufig gönnt man dem BDG in vielen Eröffnungsbüchern ein paar wenige Seiten als Nebenvariante, die dann DIE Widerlegung dieses Gambits darstellen sollen, lässt dabei aber viele wichtige Abspiele einfach weg. Der Autor dieses Buches hat den Vorteil, dass er unvoreingenomen an die Aufgabe herangegangen ist und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer sich von dem Buch eine endgültige Bewertung dieser Eröffnung erhofft hat, wird enttäuscht sein. Aber gerade die Tatsache, dass der Autor viele Abspiele und Varianten gründlich unter die Lupe nimmt und die Chancen und Risiken der verschiedenen Möglichkeiten bewertet, macht dieses Werk für Weiß- und Schwarzspieler sehr interessant. Dennoch würde ich nur ernsthaft interessierten Weißspielern dieses Buch empfehlen, da man als Schwarzspieler nur sehr selten mit dieser Eröffnung konfrontiert wird und die Investition daher eher wenig Ertrag bringt. Ich persönlich spiele das Gambit erst seit dem Erwerb dieses Buches vor einigen Wochen und bin begeistert über meine persönlichen Ergebnisse am Brett, wobei man sagen muss, dass viele Siege mangelnder Verteidigungsfähigkeit des Schwarzspielers zu verdanken sind. Aber genau darin liegt ja der Reiz dieses Gambits (oder generell vieler angeblich oder auch nachgewiesen inkorrekter Eröffnungen). Man muss nicht wissen, dass eine Eröffnung inkorrekt oder zumindest zweifelhaft ist, man muss auch das entsprechende Rezept abrufen können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Warum findet das BDG auf Meister-Level keine Beachtung?,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Blackmar-Diemer Gambit: A Modern Guide to a Fascinating Chess Opening (Taschenbuch)
Wenn man sich näher mit Schach und der Schachgeschichte befaßt, stellt man sehr schnell fest, dass Meisterspieler Eröffnungen wie das BDG und viele andere Gambits (Budapester Gambit ...) in der Praxis niemals spielen. Beispielsweise ist Schwarz nach 1) d4 d5 2) e4 überhaupt nicht gezwungen, den Be4 zu nehmen und geht in seine Eröffnungen über. Französisch oder Caro Kann drängen sich regelrecht auf. Damit ist jegliche auswendig gelernte Variante des BDG unnötiger Ballast. Insbesondere fehlt diesem Gambit einfach der strategische Tiefgang, den die beiden genannten Eröffnungen besitzen.Natürlich "widerlegen" weder die Französische noch die Caro Kann-Verteidigung das BDG. Das ist ja gar nicht der Sinn des schwarzen Übergangs in die genannten Eröffnungen. Plötzlich ist aber der Weiss-Spieler in der Situation, nicht mehr "seine" Mätzchen und Fallen anbringen zu können. Mit beiden Verteidigungen spielt Schwarz "seine" Eröffnung. In der französischen Abtauschvariante mit 3. ed kann Weiss kaum seine "Sturm- und Drang"-Fallen anbringen. Schwarz hat lockeren Ausgleich. Selbst der Panow-Angriff im Caro-Kann vermag keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorzulocken ... Bei Schnell- und Blitzpartien kann man hier und da noch einen Gegner oder Kaffeehausspieler überraschen, aber als ernsthafte Turnierwaffe kann man diese Eröffnung kaum empfehlen. Zumal Schwarz gar nichts widerlegen muß und mit dem Übergang in "seine" Eröffnung den psychologischen Vorteil davonträgt. Jetzt ist es der Weiße, der neben dem BDG trotzdem mindestens noch die genannten Eröffnungen "lernen" muß, um nicht auch noch in diesen Eröffnungen in nachteilige Stellungen zu geraten. Mit anderen Worten, diese ganzen Varianten sind unnötiger Ballast, den man sich ersparen kann. In aktuellen Schachdatenbanken ist der Anteil mit dem BDG gespielter Partien weniger wie 0,1 % aller erfassten Partien. Hierbei ist auch das Niveau der Spieler und Partien nicht ausreichend, um klare Aussagen zu machen. Viele Weiss-Siege kommen zustande, weil Schwarz nicht zäh genug verteidigt. Deswegen kann nicht davon die Rede sein, man spiele "vom ersten Zuge an auf matt"! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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