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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehenswertes Frühwerk in zwei Versionen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blackmail - Erpressung (DVD)
Alice provoziert einen Streit mit ihrem Freund, dem Polizisten Frank, um sich mit einem Maler zu treffen. Als dieser jedoch versucht sie in seinem Atelier zu vergewaltigen, ersticht Alice ihn. Frank wird mit den Ermittlungen beauftragt und findet am Tatort einen Handschuh seiner Freundin. Er hält das Beweisstück zurück. Ein kleiner krimineller Streuner wird Zeuge und beginnt das Pärchen zu erpressen...Zugegeben, beim ersten Sehen hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Obwohl die Geschichte vielversprechend ist, vermisste ich oft die für Hitchcock so typische Suspense. Erst auf dem zweiten Blick fielen mir einige interessante Details und Symbole auf, welche Hitchcocks Genie gerecht werden. So faszinierte mich beispielsweise das eben erst fertiggestellte Gemälde des Malers, das einen schadenfroh lachenden Harlekin darstellt, der mit seinen Finger auf den Betrachter zeigt; ein Motiv, welches sich durch den gesamten Film ziehen und Alice regelrecht verfolgen soll. Natürlich darf auch in diesem frühen Werk das kurze Gastspiel Hitchcocks nicht fehlen. Amüsanterweise wird er beim Zeitungslesen von einem kleinen Jungen geärgert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein tödlicher Flirt...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blackmail - Erpressung (DVD)
Nachdem die Stummfilme Hitchcocks (bis auf "The Lodger") eher in Richtung Gesellschaftsstudie tendiert hatten (falls man die Chance bekommt - unbedingt ansehen!!), war der 1929 entstandene "Blackmail", der Hitchcocks Übergang von Stumm- auf Tonfilm markiert, zweifellos ein echter Thriller. Über den innovativen Gebrauch der neuen Möglichkeiten (etwa bei der legendären Frühstücksszene, als aus dem Wortschwall der tratschenden Nachbarin nur noch das Wort "Messer" hervorsticht) sollte man nicht vergessen, daß man selbst in der Tonfilmfassung das "Stumme" noch immer spürt: Der gesamte Prolog, der Verhaftung, Verhör und Inhaftierung eines Mannes zeigt, ist ohne Ton geblieben, ein toller Kontrast zum Rest des Films. Bemerkenswert sind auch die Szenen mit dem Erpresser, als dieser eher durch schmierige Gesten als durch Worte seine Absichten zeigt, sich im Haus der unfreiwilligen Mörderin einnistet wie die Made im Speck. Am schönsten an "Blackmail" ist jedoch - wie so oft in Hitchcocks Filmen - die Mordszene: Aus einem harmlosen Flirt wird mehr, die Spannung wird knisternd, zugleich erotisierend, und der Zuschauer, der längst die bösen Absichten des Malers ahnt, wird minutenlang auf die Folter gespannt - und zugleich unendlich betört.
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