Nile haben mit ihrem zweiten Album BLACK SEEDS OF VENGEANCE ein wahres Meisterstück hingelegt, das so derbe in die Fresse haut wie nur wenige ihrer Genrekollegen. Hauptmerkmal von Nile (abgesehen von dem Ägypten Image), die tiefen, Technischen Drop A Riffs, das schnelle Drumming, und die Vocals verschmelzen zu einem wahren Inferno der Todesstahlkunst. Letztere sind vor allem deshalb so gut gelungen, weil man nicht einen ganzen song die gleichen vocals zu hören bekommt, sondern abwechselnd das tiefe gegrunte von Karl Sanders, die rauhen, mittenorientierten growls von Dallas Toller Wade und das waschigen, krankhaftigen gegröhle von Chief Spires. Das Drumming bewegt sich hauptsächlich im Blastbeat Bereich, macht allerdings auch häufiger abstecher in schleppendere Passagen zB in "To dream of Ur". Aufgelockert wird das Album durch die Atmosphärischen Instrumantalpassagen/Instrumentalsongs oder die Einsätze von Chören oder Keys, welche dem Album kein bisschen an härte nehmen, sondern die Boshaftigkeit eher verstärken. Da bekommt man das Ägypten-feeling so richtig zu spüren. Episch. Mein einziger Kritikpunkt wäre der Matschige mix, der zum Glück nach "The Black Flame" besser wird. Gitarren und Bass hätten trotzdem um einiges präsenter sein können. Anspieltipps brauche ich keine zu geben, das ganze Album ist AWESOME, jeder song ist gleich gut. KAUFEN!!!