Black Rebel Motorcycle Club


Song-Bestseller von Black Rebel Motorcycle Club
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 119
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Bilder von Black Rebel Motorcycle Club

Neuester Tweet

BRMCofficial

Article and a couple more shots in RollingStone (ES) http://t.co/wRpRhNgNfn


Biografie

“Take Them On, On Your Own “

„Das Einzige, worauf es verdammt noch mal ankommt in der Kunst, ist zu hinter¬fra¬gen was alles passiert auf der Welt. Genau das ist der Zweck von Kunst und Künstler haben jedes erdenkliche Recht, genau das zu tun.“ Peter Hayes, Juni 2003

Es gibt zurzeit wohl eine Million Bands, die Unabhängigkeit predigen und vom Recht auf freie Ausdrucksformen sprechen, doch bleibt es zumeist bei Lippenbekenntnissen, und jene, die ihren Worten Taten folgen lassen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Black Rebel Motorcycle Club jedoch zählen zweifellos dazu.

Den ... Lesen Sie mehr

“Take Them On, On Your Own “

„Das Einzige, worauf es verdammt noch mal ankommt in der Kunst, ist zu hinter¬fra¬gen was alles passiert auf der Welt. Genau das ist der Zweck von Kunst und Künstler haben jedes erdenkliche Recht, genau das zu tun.“ Peter Hayes, Juni 2003

Es gibt zurzeit wohl eine Million Bands, die Unabhängigkeit predigen und vom Recht auf freie Ausdrucksformen sprechen, doch bleibt es zumeist bei Lippenbekenntnissen, und jene, die ihren Worten Taten folgen lassen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Black Rebel Motorcycle Club jedoch zählen zweifellos dazu.

Den eindrucksvollen Beweis liefern BRMC selbst – mit ihrem zweiten Album, das im August auf den Markt kommt. Das Nachfolgewerk ihres äußerst erfolgreichen selbst betitelten Debüt-Albums reflektiert erneut den Anti-Establishment-Ethos der Band und ihr Verständnis von Rock’N’Roll als Protestmusik. Der Titel, „Take Them On, On Your Own“, versteht sich zum einen als Schlachtruf, zum anderen beschreibt er mit wenigen Worten das, was BRMC seit ihrem ersten Lebenszeichen im Jahr 1998 ganz einfach tun mussten. „Take Them On, On Your Own“ ist ein wichtiges Album, das nicht nur in dem brilliert, was es zum Ausdruck bringt, sondern auch in der Klarheit seiner Sprache. In einer Zeit, in der von der allgemeinen Meinung ab¬weichende Stimmen nicht nur unerhört bleiben, sondern immer mehr unterdrückt werden, schlägt das Album eine Brücke zwi¬schen persönlichen und politischen Angelegenheiten – und das derart einzigartig und inten¬siv, dass einem schier die Luft wegbleibt. Auch wenn es Turner, Hayes und Jago selbst nie sagen würden: Black Rebel Motorcycle Club sind auf dem besten Weg, eine der bedeu¬tendsten Rock’N’Roll-Band dieses Planeten zu werden.

Voll auf Kurs sind BRMC jedoch schon seit ihrer Gründung im Jahr 1998 in San Francisco, wohin es Turner, Hayes und Jago, die alle aus den unterschiedlichsten Regionen des Erdballs stammen, verschlagen hatte. So wuchs Peter Hayes auf einer kleinen Farm in Minnesota auf, während Nick Jago seine Kindheit in Devon/England verbrachte und Robert Turner mitten aus den Bergwäldern von Santa Cruz stammt. Dort lebte er zusammen mit seinem Vater Michael Been, in den Achtzigern Frontmann der New-Wave-Band The Call, heute BRMC’s hoch geschätzter Toningenieur.

Von Beginn an waren Black Rebel Motorcycle Club wahre Außenseiter ohne jede Verbin¬dung zur heimischen Musikszene, doch scharf waren sie darauf ohnehin nicht. Ursprünglich arbeiteten Peter und Robert noch mit einem Drum-Computer, ehe Nick die Band komplett machte und es unter dem Namen The Elements losging. Doch schon kurz darauf einigte man sich auf Black Rebel Motorcycle Club (der Titel stammt aus dem Marlon-Brando-Film „The Wild One“, dt. „Der Wilde“ aus dem Jahr 1953) und begann mit den Aufnahmen eines 13-Track-Demos. Auf Interesse stießen BRMC damit freilich nicht.

„Es war wirklich verdammt schwer damals, etwas Neues zu machen“, erinnert sich Peter. „Die Leute hatten einfach keinen Bock darauf und es brachte überhaupt nichts, sich von an¬deren Bands und Genres abheben zu wollen. Und man darf auch ruhig sagen, dass man uns nicht wirklich unterstützte.“ So schlugen BRMC 1999 ihre Zelte in Los Angeles auf und das Blatt begann sich zu wenden: Ende des Jahres unterschrieben die drei einen Plattendeal mit Virgin, welcher der Band absolute künstlerische Freiheit zusicherte. Und genau darauf setzten Black Rebel Motorcycle Club von Anfang an – ihr damaliger A&R-Mann warf ohnehin bald das Handtuch – und feilten das folgende Jahr über im Alleingang an ihrem viel¬schich¬tigen, kom¬pakten Erstlingswerk.

„Während der Aufnahmen verging die Zeit extrem langsam und das Leben von uns drei war irgendwie tödlich langweilig“, grinst Robert. „Wenn wir uns das Album heute anhören, haben wir nicht den Eindruck, als würde es mordsmäßig Energie versprühen. Klar, es ist eine gro߬artige Schei¬be, aber sie hätte gern ein wenig von jenem Drive profitieren können, den wir uns bei unseren zwischenzeitlichen Unternehmungen außerhalb des Studios geholt haben.“

Ohne Zweifel – „BRMC“ war ein großartiges Debüt-Album: diffizil, kompromisslos, stim¬mungs¬geladen und wohl bestens auf den Punkt gebracht durch „Whatever Happened To My Rock’N’Roll (Punk Song)“, das der Tatsache, dass Turner, Hayes und Jago an die sinfonische Kraft der Musik glauben, glanzvoll Ausdruck verleiht. Und genau damit weckten sie schlie߬lich auch das Interesse der Öffentlichkeit und rannten vor allem in Großbritannien beim Pub¬li¬kum offene Tü¬ren ein. Auch wenn BRMC anno 2000 und das Jahr darauf hauptsächlich quer durch die Staaten tourten, so war es doch auf der Insel, wo sich ihre Message wie ein Lauffeu¬er verbreitete.

Das Jahr 2002 begann für Black Rebel Motorcycle Club mit einer Coverstory im NME. Nur der Vorbote einer wahren Lawine aus Presseberichten, die bis Jahresende nicht zum Still¬stand kam. Im Anschluss an einige triumphale Shows mit Oasis bezogen BRMC in England sogar Quartier und versuchten außerdem, Nick Jagos fortwährende (inzwischen aber Gott sei Dank aus der Welt geschaffte) Probleme bezüglich eines Visums für die USA zu lösen. Kaum hatte sich die Band auf der Insel häuslich niedergelassen, beschloss sie, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich im Fortress Studio – ein feuchtes Loch, gelegen in irgendeinem Hinterhof irgendwo in East London – an die Arbeit zu machen. Dort entstand in Nachtschichten von jeweils 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens das neue Album „Take Them On, On Your Own“ und Turner, Jago und Hayes hatten vom ersten Moment an ein festes Ziel vor Augen: Es sollte eine straffe und ener¬getische Rock’N’Roll-Scheibe werden, „mit mehr Speed und aufs Wesentliche reduziert“. Und es sollte ein Statement sein, ein Schritt nach vorn in punkto Kreativität und vor allem der Versuch, sich von musikalischen Zeitgenossen abzuheben.

„Es war uns vollkommen klar, dass kein Mensch mehr über Message und Inhalt eines Songs nachdachte oder gar darüber diskutierte“, erklärt Peter. „Welchen Einfluss hat ein Gro߬teil der Musik denn schon auf die Hörer, außer sie in Stimmung zu bringen, ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln? Uns aber ging es um die Essenz des Ganzen – eine Band ragt schließlich nicht des¬halb he¬raus, weil sie gut aussieht und cool performt. Es kommt darauf an, was sie zu sagen hat!“ Und genau dieser Grundsatz zieht sich durch „Take Them On, On Your Own“ wie ein roter Faden. Das Album liefert den knallharten Beweis, dass Musik auch eine Art von Protest und Aufbe¬gehren sein kann – und als solches nach wie vor ihren Stellenwert hat.

Angefangen bei gnadenlos entwaffnenden, politisch inspirierten Songs wie „Generation“ und „Six Barrel Shotgun“ bis hin zu sehr persönlichen Stücken der Marke „And I’m Aching“ und „Shade Of Blue“ geht es diesem Album nicht darum, Worthülsen und sinnfreie Thesen unter`s Volk zu bringen, sondern darum, wachzurütteln und zu provozieren. Dies ist auf äußerst eindrucksvolle Art und Weise gelungen. Und noch mehr: „Take Them On, On Your Own“ ist purer Rock’N’Roll – adrenalingeladen und ins Mark treffend! „Wir haben jede Menge Herzblut in das Album gesteckt“, erklärt Robert, „und mit derselben Ernsthaftigkeit sollte auch das Publikum rangehen.“

Was dies betrifft, besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. BRMC haben ein Werk geschaffen, dessen Gehalt und Ambitioniertheit alles andere in den Schatten stellt. Auch wenn es nicht oft geschieht: Der musikalischen Wahrheit ins Auge zu sehen, kann schockie¬rend und eine ernüchternde Erfahrung sein. Genau darum gilt es, sich mit „Take Them On, On Your Own“ schnellstmöglich vertraut zu machen..

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

“Take Them On, On Your Own “

„Das Einzige, worauf es verdammt noch mal ankommt in der Kunst, ist zu hinter¬fra¬gen was alles passiert auf der Welt. Genau das ist der Zweck von Kunst und Künstler haben jedes erdenkliche Recht, genau das zu tun.“ Peter Hayes, Juni 2003

Es gibt zurzeit wohl eine Million Bands, die Unabhängigkeit predigen und vom Recht auf freie Ausdrucksformen sprechen, doch bleibt es zumeist bei Lippenbekenntnissen, und jene, die ihren Worten Taten folgen lassen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Black Rebel Motorcycle Club jedoch zählen zweifellos dazu.

Den eindrucksvollen Beweis liefern BRMC selbst – mit ihrem zweiten Album, das im August auf den Markt kommt. Das Nachfolgewerk ihres äußerst erfolgreichen selbst betitelten Debüt-Albums reflektiert erneut den Anti-Establishment-Ethos der Band und ihr Verständnis von Rock’N’Roll als Protestmusik. Der Titel, „Take Them On, On Your Own“, versteht sich zum einen als Schlachtruf, zum anderen beschreibt er mit wenigen Worten das, was BRMC seit ihrem ersten Lebenszeichen im Jahr 1998 ganz einfach tun mussten. „Take Them On, On Your Own“ ist ein wichtiges Album, das nicht nur in dem brilliert, was es zum Ausdruck bringt, sondern auch in der Klarheit seiner Sprache. In einer Zeit, in der von der allgemeinen Meinung ab¬weichende Stimmen nicht nur unerhört bleiben, sondern immer mehr unterdrückt werden, schlägt das Album eine Brücke zwi¬schen persönlichen und politischen Angelegenheiten – und das derart einzigartig und inten¬siv, dass einem schier die Luft wegbleibt. Auch wenn es Turner, Hayes und Jago selbst nie sagen würden: Black Rebel Motorcycle Club sind auf dem besten Weg, eine der bedeu¬tendsten Rock’N’Roll-Band dieses Planeten zu werden.

Voll auf Kurs sind BRMC jedoch schon seit ihrer Gründung im Jahr 1998 in San Francisco, wohin es Turner, Hayes und Jago, die alle aus den unterschiedlichsten Regionen des Erdballs stammen, verschlagen hatte. So wuchs Peter Hayes auf einer kleinen Farm in Minnesota auf, während Nick Jago seine Kindheit in Devon/England verbrachte und Robert Turner mitten aus den Bergwäldern von Santa Cruz stammt. Dort lebte er zusammen mit seinem Vater Michael Been, in den Achtzigern Frontmann der New-Wave-Band The Call, heute BRMC’s hoch geschätzter Toningenieur.

Von Beginn an waren Black Rebel Motorcycle Club wahre Außenseiter ohne jede Verbin¬dung zur heimischen Musikszene, doch scharf waren sie darauf ohnehin nicht. Ursprünglich arbeiteten Peter und Robert noch mit einem Drum-Computer, ehe Nick die Band komplett machte und es unter dem Namen The Elements losging. Doch schon kurz darauf einigte man sich auf Black Rebel Motorcycle Club (der Titel stammt aus dem Marlon-Brando-Film „The Wild One“, dt. „Der Wilde“ aus dem Jahr 1953) und begann mit den Aufnahmen eines 13-Track-Demos. Auf Interesse stießen BRMC damit freilich nicht.

„Es war wirklich verdammt schwer damals, etwas Neues zu machen“, erinnert sich Peter. „Die Leute hatten einfach keinen Bock darauf und es brachte überhaupt nichts, sich von an¬deren Bands und Genres abheben zu wollen. Und man darf auch ruhig sagen, dass man uns nicht wirklich unterstützte.“ So schlugen BRMC 1999 ihre Zelte in Los Angeles auf und das Blatt begann sich zu wenden: Ende des Jahres unterschrieben die drei einen Plattendeal mit Virgin, welcher der Band absolute künstlerische Freiheit zusicherte. Und genau darauf setzten Black Rebel Motorcycle Club von Anfang an – ihr damaliger A&R-Mann warf ohnehin bald das Handtuch – und feilten das folgende Jahr über im Alleingang an ihrem viel¬schich¬tigen, kom¬pakten Erstlingswerk.

„Während der Aufnahmen verging die Zeit extrem langsam und das Leben von uns drei war irgendwie tödlich langweilig“, grinst Robert. „Wenn wir uns das Album heute anhören, haben wir nicht den Eindruck, als würde es mordsmäßig Energie versprühen. Klar, es ist eine gro߬artige Schei¬be, aber sie hätte gern ein wenig von jenem Drive profitieren können, den wir uns bei unseren zwischenzeitlichen Unternehmungen außerhalb des Studios geholt haben.“

Ohne Zweifel – „BRMC“ war ein großartiges Debüt-Album: diffizil, kompromisslos, stim¬mungs¬geladen und wohl bestens auf den Punkt gebracht durch „Whatever Happened To My Rock’N’Roll (Punk Song)“, das der Tatsache, dass Turner, Hayes und Jago an die sinfonische Kraft der Musik glauben, glanzvoll Ausdruck verleiht. Und genau damit weckten sie schlie߬lich auch das Interesse der Öffentlichkeit und rannten vor allem in Großbritannien beim Pub¬li¬kum offene Tü¬ren ein. Auch wenn BRMC anno 2000 und das Jahr darauf hauptsächlich quer durch die Staaten tourten, so war es doch auf der Insel, wo sich ihre Message wie ein Lauffeu¬er verbreitete.

Das Jahr 2002 begann für Black Rebel Motorcycle Club mit einer Coverstory im NME. Nur der Vorbote einer wahren Lawine aus Presseberichten, die bis Jahresende nicht zum Still¬stand kam. Im Anschluss an einige triumphale Shows mit Oasis bezogen BRMC in England sogar Quartier und versuchten außerdem, Nick Jagos fortwährende (inzwischen aber Gott sei Dank aus der Welt geschaffte) Probleme bezüglich eines Visums für die USA zu lösen. Kaum hatte sich die Band auf der Insel häuslich niedergelassen, beschloss sie, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich im Fortress Studio – ein feuchtes Loch, gelegen in irgendeinem Hinterhof irgendwo in East London – an die Arbeit zu machen. Dort entstand in Nachtschichten von jeweils 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens das neue Album „Take Them On, On Your Own“ und Turner, Jago und Hayes hatten vom ersten Moment an ein festes Ziel vor Augen: Es sollte eine straffe und ener¬getische Rock’N’Roll-Scheibe werden, „mit mehr Speed und aufs Wesentliche reduziert“. Und es sollte ein Statement sein, ein Schritt nach vorn in punkto Kreativität und vor allem der Versuch, sich von musikalischen Zeitgenossen abzuheben.

„Es war uns vollkommen klar, dass kein Mensch mehr über Message und Inhalt eines Songs nachdachte oder gar darüber diskutierte“, erklärt Peter. „Welchen Einfluss hat ein Gro߬teil der Musik denn schon auf die Hörer, außer sie in Stimmung zu bringen, ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln? Uns aber ging es um die Essenz des Ganzen – eine Band ragt schließlich nicht des¬halb he¬raus, weil sie gut aussieht und cool performt. Es kommt darauf an, was sie zu sagen hat!“ Und genau dieser Grundsatz zieht sich durch „Take Them On, On Your Own“ wie ein roter Faden. Das Album liefert den knallharten Beweis, dass Musik auch eine Art von Protest und Aufbe¬gehren sein kann – und als solches nach wie vor ihren Stellenwert hat.

Angefangen bei gnadenlos entwaffnenden, politisch inspirierten Songs wie „Generation“ und „Six Barrel Shotgun“ bis hin zu sehr persönlichen Stücken der Marke „And I’m Aching“ und „Shade Of Blue“ geht es diesem Album nicht darum, Worthülsen und sinnfreie Thesen unter`s Volk zu bringen, sondern darum, wachzurütteln und zu provozieren. Dies ist auf äußerst eindrucksvolle Art und Weise gelungen. Und noch mehr: „Take Them On, On Your Own“ ist purer Rock’N’Roll – adrenalingeladen und ins Mark treffend! „Wir haben jede Menge Herzblut in das Album gesteckt“, erklärt Robert, „und mit derselben Ernsthaftigkeit sollte auch das Publikum rangehen.“

Was dies betrifft, besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. BRMC haben ein Werk geschaffen, dessen Gehalt und Ambitioniertheit alles andere in den Schatten stellt. Auch wenn es nicht oft geschieht: Der musikalischen Wahrheit ins Auge zu sehen, kann schockie¬rend und eine ernüchternde Erfahrung sein. Genau darum gilt es, sich mit „Take Them On, On Your Own“ schnellstmöglich vertraut zu machen..

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

“Take Them On, On Your Own “

„Das Einzige, worauf es verdammt noch mal ankommt in der Kunst, ist zu hinter¬fra¬gen was alles passiert auf der Welt. Genau das ist der Zweck von Kunst und Künstler haben jedes erdenkliche Recht, genau das zu tun.“ Peter Hayes, Juni 2003

Es gibt zurzeit wohl eine Million Bands, die Unabhängigkeit predigen und vom Recht auf freie Ausdrucksformen sprechen, doch bleibt es zumeist bei Lippenbekenntnissen, und jene, die ihren Worten Taten folgen lassen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Black Rebel Motorcycle Club jedoch zählen zweifellos dazu.

Den eindrucksvollen Beweis liefern BRMC selbst – mit ihrem zweiten Album, das im August auf den Markt kommt. Das Nachfolgewerk ihres äußerst erfolgreichen selbst betitelten Debüt-Albums reflektiert erneut den Anti-Establishment-Ethos der Band und ihr Verständnis von Rock’N’Roll als Protestmusik. Der Titel, „Take Them On, On Your Own“, versteht sich zum einen als Schlachtruf, zum anderen beschreibt er mit wenigen Worten das, was BRMC seit ihrem ersten Lebenszeichen im Jahr 1998 ganz einfach tun mussten. „Take Them On, On Your Own“ ist ein wichtiges Album, das nicht nur in dem brilliert, was es zum Ausdruck bringt, sondern auch in der Klarheit seiner Sprache. In einer Zeit, in der von der allgemeinen Meinung ab¬weichende Stimmen nicht nur unerhört bleiben, sondern immer mehr unterdrückt werden, schlägt das Album eine Brücke zwi¬schen persönlichen und politischen Angelegenheiten – und das derart einzigartig und inten¬siv, dass einem schier die Luft wegbleibt. Auch wenn es Turner, Hayes und Jago selbst nie sagen würden: Black Rebel Motorcycle Club sind auf dem besten Weg, eine der bedeu¬tendsten Rock’N’Roll-Band dieses Planeten zu werden.

Voll auf Kurs sind BRMC jedoch schon seit ihrer Gründung im Jahr 1998 in San Francisco, wohin es Turner, Hayes und Jago, die alle aus den unterschiedlichsten Regionen des Erdballs stammen, verschlagen hatte. So wuchs Peter Hayes auf einer kleinen Farm in Minnesota auf, während Nick Jago seine Kindheit in Devon/England verbrachte und Robert Turner mitten aus den Bergwäldern von Santa Cruz stammt. Dort lebte er zusammen mit seinem Vater Michael Been, in den Achtzigern Frontmann der New-Wave-Band The Call, heute BRMC’s hoch geschätzter Toningenieur.

Von Beginn an waren Black Rebel Motorcycle Club wahre Außenseiter ohne jede Verbin¬dung zur heimischen Musikszene, doch scharf waren sie darauf ohnehin nicht. Ursprünglich arbeiteten Peter und Robert noch mit einem Drum-Computer, ehe Nick die Band komplett machte und es unter dem Namen The Elements losging. Doch schon kurz darauf einigte man sich auf Black Rebel Motorcycle Club (der Titel stammt aus dem Marlon-Brando-Film „The Wild One“, dt. „Der Wilde“ aus dem Jahr 1953) und begann mit den Aufnahmen eines 13-Track-Demos. Auf Interesse stießen BRMC damit freilich nicht.

„Es war wirklich verdammt schwer damals, etwas Neues zu machen“, erinnert sich Peter. „Die Leute hatten einfach keinen Bock darauf und es brachte überhaupt nichts, sich von an¬deren Bands und Genres abheben zu wollen. Und man darf auch ruhig sagen, dass man uns nicht wirklich unterstützte.“ So schlugen BRMC 1999 ihre Zelte in Los Angeles auf und das Blatt begann sich zu wenden: Ende des Jahres unterschrieben die drei einen Plattendeal mit Virgin, welcher der Band absolute künstlerische Freiheit zusicherte. Und genau darauf setzten Black Rebel Motorcycle Club von Anfang an – ihr damaliger A&R-Mann warf ohnehin bald das Handtuch – und feilten das folgende Jahr über im Alleingang an ihrem viel¬schich¬tigen, kom¬pakten Erstlingswerk.

„Während der Aufnahmen verging die Zeit extrem langsam und das Leben von uns drei war irgendwie tödlich langweilig“, grinst Robert. „Wenn wir uns das Album heute anhören, haben wir nicht den Eindruck, als würde es mordsmäßig Energie versprühen. Klar, es ist eine gro߬artige Schei¬be, aber sie hätte gern ein wenig von jenem Drive profitieren können, den wir uns bei unseren zwischenzeitlichen Unternehmungen außerhalb des Studios geholt haben.“

Ohne Zweifel – „BRMC“ war ein großartiges Debüt-Album: diffizil, kompromisslos, stim¬mungs¬geladen und wohl bestens auf den Punkt gebracht durch „Whatever Happened To My Rock’N’Roll (Punk Song)“, das der Tatsache, dass Turner, Hayes und Jago an die sinfonische Kraft der Musik glauben, glanzvoll Ausdruck verleiht. Und genau damit weckten sie schlie߬lich auch das Interesse der Öffentlichkeit und rannten vor allem in Großbritannien beim Pub¬li¬kum offene Tü¬ren ein. Auch wenn BRMC anno 2000 und das Jahr darauf hauptsächlich quer durch die Staaten tourten, so war es doch auf der Insel, wo sich ihre Message wie ein Lauffeu¬er verbreitete.

Das Jahr 2002 begann für Black Rebel Motorcycle Club mit einer Coverstory im NME. Nur der Vorbote einer wahren Lawine aus Presseberichten, die bis Jahresende nicht zum Still¬stand kam. Im Anschluss an einige triumphale Shows mit Oasis bezogen BRMC in England sogar Quartier und versuchten außerdem, Nick Jagos fortwährende (inzwischen aber Gott sei Dank aus der Welt geschaffte) Probleme bezüglich eines Visums für die USA zu lösen. Kaum hatte sich die Band auf der Insel häuslich niedergelassen, beschloss sie, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich im Fortress Studio – ein feuchtes Loch, gelegen in irgendeinem Hinterhof irgendwo in East London – an die Arbeit zu machen. Dort entstand in Nachtschichten von jeweils 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens das neue Album „Take Them On, On Your Own“ und Turner, Jago und Hayes hatten vom ersten Moment an ein festes Ziel vor Augen: Es sollte eine straffe und ener¬getische Rock’N’Roll-Scheibe werden, „mit mehr Speed und aufs Wesentliche reduziert“. Und es sollte ein Statement sein, ein Schritt nach vorn in punkto Kreativität und vor allem der Versuch, sich von musikalischen Zeitgenossen abzuheben.

„Es war uns vollkommen klar, dass kein Mensch mehr über Message und Inhalt eines Songs nachdachte oder gar darüber diskutierte“, erklärt Peter. „Welchen Einfluss hat ein Gro߬teil der Musik denn schon auf die Hörer, außer sie in Stimmung zu bringen, ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln? Uns aber ging es um die Essenz des Ganzen – eine Band ragt schließlich nicht des¬halb he¬raus, weil sie gut aussieht und cool performt. Es kommt darauf an, was sie zu sagen hat!“ Und genau dieser Grundsatz zieht sich durch „Take Them On, On Your Own“ wie ein roter Faden. Das Album liefert den knallharten Beweis, dass Musik auch eine Art von Protest und Aufbe¬gehren sein kann – und als solches nach wie vor ihren Stellenwert hat.

Angefangen bei gnadenlos entwaffnenden, politisch inspirierten Songs wie „Generation“ und „Six Barrel Shotgun“ bis hin zu sehr persönlichen Stücken der Marke „And I’m Aching“ und „Shade Of Blue“ geht es diesem Album nicht darum, Worthülsen und sinnfreie Thesen unter`s Volk zu bringen, sondern darum, wachzurütteln und zu provozieren. Dies ist auf äußerst eindrucksvolle Art und Weise gelungen. Und noch mehr: „Take Them On, On Your Own“ ist purer Rock’N’Roll – adrenalingeladen und ins Mark treffend! „Wir haben jede Menge Herzblut in das Album gesteckt“, erklärt Robert, „und mit derselben Ernsthaftigkeit sollte auch das Publikum rangehen.“

Was dies betrifft, besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. BRMC haben ein Werk geschaffen, dessen Gehalt und Ambitioniertheit alles andere in den Schatten stellt. Auch wenn es nicht oft geschieht: Der musikalischen Wahrheit ins Auge zu sehen, kann schockie¬rend und eine ernüchternde Erfahrung sein. Genau darum gilt es, sich mit „Take Them On, On Your Own“ schnellstmöglich vertraut zu machen..

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite