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5.0 von 5 Sternen
"Manchmal muss man etwas riskieren, Nick-San!", 14. Februar 2007
Ein immer wiederkehrendes Grundmuster steckt in jedem Film von Ridley Scott: Der Held begibt sich - gewollt oder ungewollt - auf eine Reise ins Unbekannte und während er den Weg beschreitet, verändern sich seine Motive. Der Protagonist verliert immer mehr seine Vorstellungen und Ideale, bis er schließlich nicht mehr weiß, was überhaupt das ursprüngliche Ziel gewesen ist. Er wird vor einen äußerlichen und innerlichen Abgrund gestellt und muss sich entscheiden, wie er den Weg zu Ende gehen soll. Auch in seinem 1989 gedrehten Film "Black Rain" bleibt Scott diesem Handlungsprinzip treu.
Inhalt: Nick Conklin (Michael Douglas), ein unter dem Verdacht der Korruption stehender New Yorker Polizist, erlebt in einem Restaurant die Ermordung einiger Geschäftsleute. Er schafft es den Gangster Sato, einen Angehörigen der japanischen Mafia, der sogenannten Yakuza, auf frischer Tat festzunehmen. Zusammen mit seinem Partner Charlie Vincent (Andy Garcia) soll er nun den Mann nach Japan überführen. Bei der Übergabe in Osaka geht aber etwas schief und der Gefangene kann entwischen. Nun müssen die beiden Amerikaner mit der hiesigen Polizei zusammenarbeiten, um Sato zurückzubekommen. Da die zwei kein japanisch sprechen, wird ihnen der Polzeibeamte Masahiro Matsumoto (Ken Takakura) zur Seite gestellt. Sie finden heraus, dass ein Falschgeldkrieg innerhalb der Yakuza stattfindet, bei dem sich zwei Clans bis aufs Blut bekämpfen.
Der Titel des Films bezieht sich auf den "Schwarzen Regen", der im Zweiten Weltkrieg, aufgrund der nuklearen Verseuchung, nach dem Atombombenabwurf der USA auf Japan gefallen ist: ein Trauma, unter dem die Japaner bis heute leiden. Im Film wird der Protagonist mit diesem Thema von dem Clan-Führer Sugai konfrontiert, der die Amerikaner für den Werteverfall in seiner Gesellschaft verantwortlich macht und damit Männer wie Sato hervorbringt, denen an der alten Tradition nichts mehr liegt. Obwohl diese Worte im Film von einem der Antagonisten ausgesprochen werden und somit stark gemildert sind, so ist doch die Wirkung für den Zuschauer deutlich spürbar.
In der ersten Hälfte des Films bekommt man den Eindruck, dass die beiden Polizisten zwar mit großen Problemen zu kämpfen haben, sich aber kontinuierlich auf ihr Ziel zubewegen. Als aber, in der Mitte des Films, Nicks Partner getötet wird, sieht er sich auf einmal ganz auf sich alleine gestellt und muss mit seinem japanischen Kollegen zusammenarbeiten, um die Verbrecher zu stellen. Erst als er sich mit der Kultur und der Lebenseinstellung der Japaner auseinander setzt, beginnt er die Mechanismen der japanischen Mentalität zu verstehen. Er legt seine anfängliche Abneigung gegenüber Matsumoto ab und fängt an,ihm zu vertrauen. Schließlich gesteht er ihm als einzigem, dass die Korruptionsvorwürfe, gegen ihn, der Wahrheit entsprechen.
Zu Beginn ist die Szenerie des Films stark beeinflußt von Scotts früherem Werk "Blade Runner", in dem auch eine düstere Atmosphäre dominiert hat. Die japanische Metropole Osaka wird ebenfalls in abweisenden verregneten Bildern gezeigt und repräsentiert das Innenleben bzw. die respektlose westliche Sichtweise des Anti-Helden Nick auf Japan und seine ihm fremde Kultur. Erst im dritten Akt des Films, als sich die beiden unterschiedlichen Polizisten zusammenraufen, hellt sich die Szenerie auf. Der Showdown findet ausserhalb der Stadt in einer schönen ländlichen Gegend statt, wo es zur Auflösung der Geschichte und damit zur Reinigung des Helden kommt.
Westliche Journalisten warfen dem Film Oberflächlichkeit gegenüber der japanischen Kultur vor. Das sahen wohl die japanischen Kritiker nicht so. Der Film war in Japan nicht nur kommerziell sehr erfolgreich, er erhielt 1990 auch eine Nominierung für den "Award of the Japanese Academy" in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film".
Fazit: Die Message von "Black Rain" ist unverkennbar: Nur jemand, der lernt das ihm Fremde zu vestehen und zu respektieren, kann in einer komplizierten Welt vor sich selbst und vor anderen bestehen. Ein ästhetisch virtuos inszenierter Action-Film mit Michael Douglas und Ken Takakura als stark aufspielendes Darsteller-Duo.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aus Alt mach Neu!, 9. Dezember 2007
Zum Film möchte ich eigentlich nicht mehr viel sagen - nur so viel: klasse Darsteller, spannende Story, und das Alles vor einer für Westeuropäer befremdlichen Kulisse!
Nun aber zur Bildtechnik: die ist für einen Film, der immerhin schon über 18 Jahre auf dem Buckel hat, schon enorm! Ein großes Lob an die Leute von Paramount! Hier wurde wirklich alles aus dem vorliegenden Material rausgeholt, und super remastered! Hier können sich viele ander Firmen eine Scheibe von abschneiden! Tadellose Schärfe und eine angenehme Farbgebung runden diese High-Definition-Scheibe ab! Es sind auch kaum Defekte oder Schmutz im gesamten Film auszumachen!
Da können teilweise aktuelle Veröffentlichungen nicht mithalten!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Finger weg von der alten Widescreen Collection, 11. Oktober 2010
Achtung, die
Black Rain Widescreen Collection DVD aus dem Jahr 2000 bietet nur extrem schwache, kaum erträgliche Bildqualität. Bildschärfe ist nicht vorhanden, alles ist körnig und verschwommen. Keinesfalls kaufen, sondern zu einer jüngeren, remasterten Version des Filmes (mittlerweile sowohl als BluRay als auch als DVD erhältlich) greifen.
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