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Black Noise
 
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Black Noise

Pantha du Prince Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (5. Februar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Rough Trade/Beggars Group (Indigo)
  • ASIN: B002VVEA2K
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.929 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Lay In A Shimmer 6:37EUR 0,91
Anhören  2. Abglanz 6:04EUR 0,91
Anhören  3. The Splendour 5:59EUR 0,91
Anhören  4. Stick To My Side 7:51EUR 0,91
Anhören  5. A Nomad's Retreat 6:41EUR 0,91
Anhören  6. Satellite Snyper 5:28EUR 0,91
Anhören  7. Behind The Stars 6:50EUR 0,91
Anhören  8. Bohemian Forest 7:24EUR 0,91
Anhören  9. Welt Am Draht 7:10EUR 0,91
Anhören10. Im Bann 3:26EUR 0,91
Anhören11. Es Schneit 6:45EUR 0,91


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Über den Ursprung der Musik gibt es viele Theorien. Eine besagt, das erste Lied sei ein Gutenachtsong für Kinder gewesen, eine andere, dass Männer angefangen hätten zu musizieren, um den Frauen zu gefallen. Hendrik Weber alias Pantha du Prince kümmert sich nicht um solche Genealogien. Denn Musik ist auch ohne die Menschen immer schon da. Auf seinem neuen Album behauptet der in Berlin und Paris lebende Produzent und DJ: Die Musik schlummert in der Materie, jeder Sound, selbst Stille ist schon Musik. Deshalb gilt es, das Ungehörte und Unerhörte hörbar machen: Den schwarzen Lärm, eine für den Menschen unhörbare Frequenz, archaischer und lehmiger Black Noise. Einige Stücke auf dem dritten Pantha du Prince-Album – und dem ersten, das auf Rough Trade erscheint - sind aus gemeinsam mit Joachim Schütz (Arnold Dreyblatt Trio) und Stephan Abry (Workshop) aufgenommenen Feldaufnahmen und Improvisationen in den Schweizer Bergen entstanden. Es stellte sich heraus, dass das Haus, in dem sie dort wohnten, neben einem Schuttberg stand, der nach einem Erdrutsch ein ganzes Dorf begraben hatte. Das Cover von „Black Noise“ erinnert an diese Verlustgeschichte. Auf der Suche nach dem magischen akustischen Moment wühlt sich Pantha du Prince durch das Klanggeröll. Er verwandelt die Materialität der auf der Schweizer Alm vorgefundenen oder eingespielten Fundamentalklänge (Naturgeräusche und Avantgarde-Folklore) in eine weit ausholende, höchst spekulative Klangarchitektur. Die Musik auf Black Noise bewegt sich dabei immer auf der rutschigen Schwelle zwischen Kunst und Natur, Techno und Folklore. Nach dem Prinzip des Morphing überblenden sich Haupt- und Nebengeräusche wechselseitig, unterschiedlichste Klangdesigns sind im Spiel: Steel Drums oder Marimbas genauso wie Physical Modeling. Trotz aller Entgrenzungen des üblichen Technoformats bleibt die Dramaturgie immer nachvollziehbar und körperlich mitreißend. Nach einer eher düsteren Einstiegsphase kommt mit „Stick to my side“ der euphoric relief, eine postmoderne Hymne, bei der Noah Lennox alias Panda Bear von Animal Collective unnachahmlich singt. Ein anderer Gast auf „Black Noise“ ist Tyler Pope von !!! und LCD Soundsystem, er spielt Bass in „The Splendour“. Neben Detroit Techno (siehe den Balearen-tauglichen Killer „Behind the Stars“) und deepem Stolperhouse der Theo Parrish-Schule knüpft Webers introvertierte Spielart von Techno an britische Pop-Traditionen an: an Durutti Columns Avant la lettre-Shoegaze und an Noisepop. Als Bassist der Hamburger Band Stella hat Hendrik Weber ja schon genügend Erfahrung im Indierock gesammelt. Unter dem Einfluss von elektroakustischer Neo-Avantgarde (Morton Subotnick, Luigi Nono), Krautrock und deepem Techno formiert sich eine neuartige Clubmusik, die wohl am ehesten unter dem begriff "Sonic House" zu fassen wäre. „Black Noise“ verwischt dabei eine ganze Reihe von Gegensätzen: akustisch vs. synthetisch, mächtig vs. zerbrechlich, episch vs. schüchtern, catchy vs. abgründig. Pantha du Prince ist und bleibt ein romantischer Konzeptualist. Und er raunt uns zu: Selbst nach der Katastrophe ist Schönheit noch möglich, wo Geröll und Geräusch waren, soll große Kunst werden.

kulturnews.de

In kaum einer anderen Stadt wird momentan kreativer mit elektronischer Musik umgegangen als in der Hauptstadt. Der Gitarrist, Produzent und DJ Pantha Du Prince alias Hendrik Weber bietet auf seinem dritten Album Minimaltechno, der genau dafür steht: Experimentierfreudigkeit. Diese lebte der Berliner zunächst in den Schweizer Bergen aus, wo er sich auf die Suche nach Ungehörtem und Unhörbarem machte. Es galt, Frequenzen zu finden, die der Mensch eigentlich nicht hören kann, die Stille vor dem Sturm sozusagen. Eingefangen, in Einzelteile zerlegt und neu zusammengesetzt ergibt das eine aufwändige Klangarchitektur. Angereichert mit Synthiegeblubber, einer dumpfen Bassdrum und hier und da Glockengeläut von der Schweizer Alm wird daraus tatsächlich etwas bisher Ungehörtes. Dennoch bleibt offen, wohin das alles führen soll. "Black Noise" bietet wenig Markantes, beim Hören bleibt nicht viel hängen. Pantha du Prince bleibt für den Club zu weich und fürs Sofa zu hart - ist fürs Dazwischen aber durchaus interessant. (cas)

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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hörbar gemachte Stille, 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Noise (Audio CD)
Von der trügerischen Idylle auf dem Cover zu Hendrik Webers (alias Pantha Du Prince) drittem Album darf man sich nicht täuschen lassen. Das Bild zeigt die pittoreske Kapelle St. Bartholomä am Westufer des Königssees. Aufgenommen wurde das Album jedoch in einem Dorf in den Schweizer Alpen, das vor 200 Jahren von einer Lawine verschüttet wurde. Passend in diesen Kontext fügt sich der Albumtitel "Black Noise" ein, der das für das menschliche Ohr unhörbare tieffrequente Bassbrummen vor Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdrutschen oder Erdbeben bezeichnet. Solche Frequenzen, die kaum wahrnehmbar sind, aber bedrohlich wirken und eine beklemmende Faszination ausüben, sind die Seele dieser Soundexpedition, auf der dieser Elektrotüftler und Laptopbastler immer einen explorativen Überraschungsmoment für den Zuhörer parat hält. Knochentrockene Realsounds zwischen Subtilität und Melancholie werden in einem Korsett aus anonymen Minimaltechno, abstrakten Ambient und Motiven ländlicher Mystik eingefangen. Die Grooves rollt er sukzessive wie einen Teppich aus. Darüber legt er dann seinen atonalen Noise. Die Synthielinien lässt er mit viel Reverb arbeiten und zerschreddert sie schließlich mit künstlichen Drumsequenzen. Angereichert wird diese Soundlandschaft mit hypnotischem Klacken und Glockenklimpern. Dazu klopft und hallt es eiskalt, als ob jemand in einem Resonanzkörper wie einer Kuppel oder einem Tunnel pulsartig mit dem Hammer gegen die Wand schlägt, was auf den Hörer immer eine ähnlich düstere und kryptische Wirkung entfaltet, wie man sie aus Lynch-Filmen kennt. Psychedelische Sounds wie das Starten eines Motors, das Knarzen von Bäumen oder die Töne von Flipperautomaten werden sorgfältig in die Tracks eingewoben. Unter diese reproduzierten Naturgeräusche legt er dann seine chilligen Beats und kreiert so elektronische Musik aus der Experimentalecke mit einer sehr dichten und authentischen Atmosphäre, mit der er sich bereits einen Namen in der Szene gemacht hat. Für Depeche Mode remixte er Lilian vom Playing The Angel Album und für Bloc Party den Track Signs. Jedes einzelne Stück des Albums lebt in seinem eigenen Mikrokosmos. Beim ersten Hören erfasst man nicht alles dieser Welten. Erst nach mehrmaligem Abtauchen offenbart sich die ganze Breite des Kontrastes der Klangtexturen. Die Balance aus natürlichen Field Recordings und künstlichen Electrosounds funktioniert auf dem knapp 70-minütigen Album, weil die Arrangements äußerst präzise durchdacht und aufgebaut sind.
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37 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ganz tief im Schlick, 5. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Noise (Audio CD)
Also, die obige Beschreibung von den "kulturnews" kann man direkt überlesen und ist absolut überflüssig.

Die Tracks funktionieren wunderbar im Club und auf dem Sofa. Wenn man Kategorien braucht würde ich das Gehörte als tanzbaren ambientigen ShoegazerTechno einordnen wollen.

Das Scheibchen begeistert von vorne bis hinten, keine Lückenfüller oder derartiges sind hier zu finden.

Es klingelt, zirpt, blubbert und brummt hier an allen Enden. Dabei verliert sich das Ganze nicht in einer verschwommenen Soße sondern bleibt immer schön durchschaubar(im positivem Sinne), obwohl es hier recht komplex und psychedelisch zugeht. Vereinzelt gibt es sogar Vocals zu hören, die sich wunderbar in die musikalischen Großtaten einfügen lassen.

Ich mach es kurz: Wer das zweite Album schon mochte wird es nicht bereuen wenn er sich "Black noise" kauft.

Mich überzeugt es auf ganzer Linie und zaubert ein nachhaltiges Grinsen in mein Gesicht, deswegen volle Punktzahl!

WORD!!!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen pantha witch project, 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Noise (Audio CD)
ein fein gewebter stoff ist das. plato hat geglaubt daß der mensch sehen kann weil kleine häutchen mit den bildern drauf auf die augen fallen. pantha du prince hingegen läßt die kleinen bilderhäutchen in den gehörgang fallen. die musik ist wie ein unheimlicher wald der von mal zu mal deutlicher zu sehen, hören und riechen ist. im vorletzten lied geht ein einsamer wanderer durchs unterholz: black noize ist ganz herrlich zusammengebastelt aus seltsamen geräuschen und gebimmel!!!
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