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Black Moon
 
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Black Moon

Cathryn Harrison , Joe Dallesandro , Louis Malle    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Cathryn Harrison, Joe Dallesandro, Therese Giehse
  • Regisseur(e): Louis Malle
  • Komponist: Diego Masson
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 22. August 2008
  • Produktionsjahr: 1975
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001B3IM78
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.708 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

"Black Moon" ist ein Film der Eigenartigkeiten. Nach einer Reise, von der indischen Tierwelt und Mythologie inspiriert, brachte der, damals längst etablierte Regisseur ("Fahrstuhl zum Schafott", "Atlantic City"), ein riesiges Arsenal von tierischen Darstellern in sein bizarres, sich zwischen Science Fiction und Märchen bewegendes Werk ein. Die Produktion verwendet nicht viele Dialoge und wenn, dann versteht man sie in punkto Sinngehalt höchstens so gut wie die Dialoge in "Alice's Adventures in Wonderland". Durchaus erinnert die junge Cathryn Harrison (die übrigens die Enkelin von Rex Harrison ist), sowohl äußerlich als auch von dem her, was sie erlebt, an die caroll'schen Alice und auch die alte Frau, in der wir die Brechtschauspielerin Therese Giese erkennen, trägt deutliche Züge der Herzkönigin aus dem Wunderland. Das surrealistische Geschehen des Filmes besteht vornehmlich daraus, dass Lily (im Film heißen alle Personen Lily) um das große Haus, welches übrigens Louis Malles eigenes Haus war, umher irrt und beobachtet, wie nackte Kinder mit Schweinen herum turnen, eine Katze Klavier spielt, ein Einhorn durch den Garten trabt, sich ein Ferkel in der Küche zu schaffen macht oder die alte Frau mit einem seltsamen Radioempfänger oder ihrer Ratte spricht. Zwischendurch hört man Schüsse oder sieht Militär in Gasmasken durch die Gegend patrouillieren. Dass der Film als "misslungen" gilt, verwundert einerseits sehr, andererseits kann man aber auch verstehen, dass der größte Teil des Publikums mit diesem zusammenhanglosen Traumspektakel nichts anfangen konnte. Man muss Malle lassen, dass er es wunderbar beherrscht, seine Zuschauer zu irritieren, wenn nicht sogar zu verstören. Unter eben diesem Aspekt sollte man auch „Black Moon“ betrachten, denn Malle machte keinen Hehl daraus, dass er mit seinem Werk experimentierte. Er drehte den Film ganz bewusst ohne von vorneherein zu wissen, was er damit wollte oder was passieren würde. Der zurückbleibende Eindruck besteht daraus, dass es der Produktion durchaus gelungen ist, Unbewusstes frei zu setzen. Ob dies nur für den Regisseur oder auch für seinen Zuschauer dienlich ist, muss dieser selbst entscheiden. Fazit Malles seltsamstes Werk: Eine phantasmagorischer Wundertrip!

Moviemans Kommentar zur DVD: Sanfte, natürliche Farbstimmungen und gute Schärfe- und Kontrastwerte kennzeichnen das Bild, das geradezu alterlos scheint. Lediglich anhand der, bräunliche Töne in den Vordergrund stellenden, Farbstimmungen lässt sich das Alter des Filmes erahnen. Akustisch kommt die deutsche Fassung fast schon ein wenig überplastisch an, kann aber aufgrund der märchenhaften Lautmalerei, die der Film betreibt, in ihrer Art gut gefallen, was das Original sowieso tut. Die Extras sind vor allem aufgrund der Interviews mit Volker Schlöndorff und Vincent Malle sehenswert.

Bild: Das auf Himmelsflächen oder hellen Innenraumwänden (Wand um das Gemälde, 00:18:08) nur leicht von mildem Grieseln (welches man dem Alter des Filmes anrechnen kann) beeinträchtigte Bild bietet einen breiten Umfang an natürlichen Farbnuancen, die aber kaum strahlen, sondern eher matt erscheinen. Angenehm facettenreich präsentieren sich die Schärfewerte des Materials von 1975, denn nicht nur in den Detailaufnahmen der Insekten, sondern auch in Totalen über die Landschaft oder Malles Haus, wird stets Präzision geboten. Der Kontrastumfang gibt sich dabei auch in düsteren Einstellungen (Mädchenrücken in Küche, 00:18:47) recht breit.  

Ton: Die deutschen Stimmen klingen ein wenig heller, als es die gesättigteren, dabei aber doch sehr spitz in den Raum tretenden, englischen Sprachsignale tun, die auch etwas sinnvoller in der Umgebung verhaftet scheinen. Im Falle von schrillen Effekten gefällt die Originalfassung etwas besser, da sie nicht ganz so grell ausfällt Weckerbimmeln, 00:29:56). Sowohl die unzähligen Tiergeräusche als auch die Soundeffekte werden mit größtmöglicher Potenz umgesetzt. Keinem Signal fehlt es an Präsenz, ganz im Gegenteil springt einen die lautmalerische Atmosphäre des Filmes geradezu an. Da sich sämtliche Signale so gut gesättigt in den Raum einbringen, übermittelt sich eine so saftige Räumlichkeit, dass man den Einsatz der hinteren Kanäle kaum vermisst.

Extras: Das Bonusprogramm der DVD setzt sich aus sehr interessanten Interviews mit Vincent Malle (5:02 Min.) und Volker Schlöndorff (9:24 Min.), einer Fotogalerie und dem Trailer (1:40 Min.) zum Film zusammen. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Auf den Straßen herrscht ein blutiger Krieg zwischen Männern und Frauen. Die junge Lily kann gerade noch einer Exekution entkommen und flieht in ein abgelegenes Landhaus inmitten unberührter Natur. Auf dem märchenhaften Anwesen macht Lily überraschende Entdeckungen: nackte Kinder tollen mit einem großen Schwein, ein Einhorn trottet gemächlich vorbei und eine alte Frau in einem riesigen Bett spricht mit einer Ratte. Nach und nach gewöhnt sich Lily an die skurrilen Bewohner und durchlebt einen erstaunlichen


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszination Traum 4. November 2010
Von mad_sacre
Format:DVD
Nun wer sich wie in der vorhergehenden Rezension, nicht für experimentelles Kino der Extraklasse öffnen kann wird ähnlich enttäuscht sein wie mein Vorredner. Es sei also vorgewarnt das Black Moon keiner linearen Standard Handlung folgt und voll gepackt mit unerklärlichen Metaphern und Symbolen die dem Zuschauer ganz frei zum zusammenfügen überlassen wird.

Man begleitet ein Mädchen auf ihrer Flucht vor einem zwischen Männern und Frauen herrschenden Krieg. Verwirrt landet sie in einem Landhaus und begegnet dort zahlreichen sprechenden Tieren und Fabelwesen sowie einer alten Bettlägerigen keifenden Alten und zwei Geschwistern. Dies ist quasi die Rahmenhandlung des Films. Was zwischen diesen Geschehnissen passiert lässt sich kaum in Worte fassen und muss vom Zuschauer erlebt werden. In poetischen Bildern wird man hier Teil einer Handlung wie man sie sonst nur aus surrealen Träumen kennt. Man brauch keine Erklärung für jede Einzelne Sequenz weil man allein von der Atmosphäre dazu verleitet wird lieber weiterzuträumen. Am Ende fragt man sich tatsächlich ob man gerade einen verrückten Traum hatte oder eine filmisches Meisterwerk gesehen hat.

Für mich stellt Black Moon eine weitere Perle des avantagardistischen Kinos der 70er Jahre und lädt mich immer wieder zum träumen und nachdenken ein.

Wer offen für alternative und künstlerische Filmkunst ist sollte auf keinenfall zögern sich diesen Film anzusehen.
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Format:DVD
Ich hatte den Film bereits vor sehr langer Zeit im Kino gesehen und war damals schwer beeindruckt, ohne es richtig begründen zu können, wieso. Jetzt, nach dem neuerlichen Betrachten auf DVD, ist es mir nach und nach immer mehr gedämmert, weswegen. Der Film ist tiefenpsychologisch äußerst stimmig und spiegelt die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein in einer vieldimensionalen Tiefe wieder, wie ich es sonst nirgendwo erlebt habe.
Ich könnte nun die vielen Symbole und Situationen wie in einem Traum sowohl psychologisch wie auch in der astrologischen Bildersprache deuten, aber es ist viel schöner, wenn man nicht mit dem Denken den Film betrachtet, sondern sich von seinen Empfindungen und Ahnungen leiten läßt. Das ist sicherlich der tiefere Grund, weshalb Malle den Film nicht ausführlicher erklärte. Falls er wirklich selber nicht genau wußte, was er in dem Film machte, wie ich es zurecht oder unrecht irgendwo mal gelesen hatte, dann hat er intuitiv wunderbar immer genau das Richtige getroffen. Ich kann mich dunkel erinnern, dass er in einem Interview mal sagte, dass Kinder bis 15 Jahren den Film verstehen.
So ist es auch mit den Erwachsenen. Wer sich den Zugang zu seiner Kindheit und Pubertät bewahrt hat und an ruhigen, kontemplativen, surrealen Filmen Interesse hat, wird höchstwahrscheinlich von Black Moon auch begeistert sein.
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10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Eine psychedelische Neufassung des Alicemotivs, brutal, sexuell und destruktiv - so wird "Black Moon" angepriesen. Auch wenn man bei den Namen Louis Malle und Sven Nykvist anderes erwarten würde: nichts davon ist wahr. Tatsächlich ist dieser Film bräsige Arthauskost, in die man alles und nichts hineindeuten kann - angeblich wusste noch nicht einmal Malle selbst was das hier eigentlich darstellen soll. Die erhoffte Bilderflut bleibt jedenfalls aus, das vermeintliche Kuriositätenkabinett ist denkbar knapp bestückt. Zum Repertoire von "Black Moon" gehören ein Einhorn, eine sprechende Ratte, Exekutionskommandos in einem Geschlechterkrieg und ein junges Mädchen, das einer Greisin und - oh, wie skandalträchtig - besagtem Einhorn die Brust gibt, letzterem jedenfalls andeutungsweise. Für Großmeister des Leinwandsurrealismus wie Fellini oder Bunuel wäre das alles noch nicht mal eine leichte Fingerübung, man merkt überdeutlich, dass Malle sich als Halluzinator auf fremdem Boden bewegt. "Black Moon" ist cineastische Hausmannskost: um Originalität bemüht, aber letztlich nur langweilig und zäh.
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