Hinter Black List steckt ein weder inhaltlich noch technisch überzeugender Film, der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man vor allem an der Bild-Qualität die über ein VHS-Niveau kaum heraus reicht. Das der Ton immerhin in DD5.1 vorliegt verwundert da beinahe. Wiederum enttäuschend das Bonusmaterial, welches sich auf Trailer und Werbe-Vorschau beschränkt, die auf der Box angegebenen Biografien sucht man vergeblich.
Zum Inhalt - die Polizei erwischt einen Richter vom obersten Gerichtshof beim Sex mit einer Edelhure. Letztere wird der Prostitution angeklagt und - jetzt wird es brisant - präsentiert dem Richter mitten in Ihrem Prozess eine Liste mit ihren Kunden. Diese ist insofern "heiß", als das quasi nur hohe Tiere aus dem Gerichtshof dort gelistet sind. Der vorsitzende Richter ist geschockt - vor allem weil die meisten der genannten Personen nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde sind. Letzteres erledigt sich jedoch schon bald, als die besagten Freunde fürchten müssen, dass ihre Namen bekannt werden. Der ehrenwerte Richter gerät unter Druck - und spielt dabei doch konsequent den Moralapostel - bis auch der letzte Zuschauer merkt, wo der Hase eigentlich läuft.
Machen wir es kurz: Dieser Film ist weder spannend oder tiefsinnig geschweige den packend oder erotisch, noch ist er besonders intelligent gemacht. Die Schauspieler überzeugen kaum, bleiben reine Figuren ohne Charakter über die man kaum etwas erfährt. Die Story selbst ist von vorne bis hinten durchschaubar und entlockt dem geneigten Zuschauer höchstens einen Gähner. Sorry, aber diese DVD reicht nicht mal mehr zur lockeren und lauen Abendunterhaltung - von der mageren Ausstattung ganz zu schweigen.