Ich kann den Ärger einiger Rezensenten hier gut nachvollziehen. Die schlechte Produktion vermiest dem Hörer dieses eigentlich gute Album auf weiten Strecken mächtig: meist zu leise abgemischter Gesang, manchmal auch zu laut abgemischter leiser, kraftloser Gesang und der Sound, der klingt als wäre gerade die Konservendose geöffnet worden... Das ist alles in unten stehenden Rezensionen zur Genüge beschrieben und diskutiert ;-) worden.
Und es ist jammerschade, da hier eigentlich tolle Songs enthalten sind: "By the Hammer of Zeus" ist zwar eine kulturhistorische Verfehlung, aber im Kern ein typischer komplexer DeFeis-Kracher, der theoretisch mächtig abgehen würde, ebenso der meist etwas ruhigere Titelsong oder "Necropolis" und "The Bread of Wickedness".
"In a Dream of Fire" geht zur Abwechslung mal ohne Gegrummel ins Ohr - hier fällt auch das Problem der Produktion nicht so auf. Stark wird es auch immer in ruhigen und keyboardlastigen Momenten: bei "Nepenthe" (leider auch zu leiser Gesang) und vor allem beim kurzen "The Torture's of the Damned", das Gänsehaut erzeugt und endlich wieder ein paar kraftvolle Ausbrüche enthält!
Die Songs "The Orpheus Taboo" und das sperrige "To crown them with Halos", z.T. auch "Eternal Regret" sind anschließend bereits wieder Geschmackssache wegen des hohen Anteil an Kopfstimme (damit hat Mr. DeFeis aber auch schon früher die Fangemeinde gespalten...)
Was soll nun der unentschiedene Musik-Stöberer bei amazon mit einer 3 Sterne-Bewertung anfangen? Kaufen oder nicht?
Meine Empfehlung für Nicht-Virgin Steele-Kenner: Erst mit den Hammeralben "The Marriage of Heaven and Hell" oder "Invictus" anfangen, denn die sind besser zugänglich und vor allem soundtechnisch um Längen besser.
Meine Empfehlung für Virgin Steele-Kenner: Erstmal in Ruhe reinhören, ob euch die Produktion den Musikgenuss so vermiest wie mir, oder - wie den 5 Sterne-Rezensenten - überhaupt nicht.