Bowden schildert den Einsatz eines US-Sonderkommandos während der UN-Mission in Somalia 1993, der fürchterlich schiefgegangen ist. Es werden nicht nur die Kämpfe so detailliert beschrieben, daß man das beängstigende Gefühl hat, man stecke mittendrin. Er beschreibt auch die Hintergründe und erklärt u.a., wer diese meist sehr jungen Amerikaner sind, was sie dazu getrieben hat einen solchen Beruf zu ergreifen und wie ihre Gefühle über den Einsatz sind. Außerdem läßt er auch die Gegenseite zu Wort kommen, da wir nicht nur die US Soldaten begleiten, sondern auch einige Somalis. Auch der hohe Blutzoll unter Zivilisten (Stichwort "collateral damage") wird nicht verschwiegen und welche Folgen dies für die Gefühle der Somalis für Menschen hat, die ursprünglich als "Retter" gekommen waren.
Der Autor urteilt nicht, er läßt den Text, den wohl jeder anders lesen wird, für sich sprechen. Nicht nur in Bezug auf die spezielle Situation sondern auch auf die Sinnhaftigkeit solcher "Friedensmissionen".
Obwohl Bowden nicht selbst dabei war, sondern sein Buch anhand von Berichten der Beteiligten und des Funkverkehrs geschrieben hat, ist es so realitätsnah und intensiv, wie ich noch selten ein Buch erlebt habe. Das ist gleichermaßen faszinierend wie beängstigend. Denn dies ist eine wahre Geschichte - und zwar nur eine von sehr vielen.
Zu kritisieren ist lediglich der Mangel an Karten und einer Übersicht über die Truppen zu denen die einzelnen Beteiligten zählen, da es so fast unmöglich ist den Überblick zu behalten.
Abschließend ist noch zu sagen, daß dies ein ausnehmend gutes Buch ist, aber auch ein sehr hartes. Absolut nichts für schwache Gemüter.