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Mogadischu 1993: Der machthungrige Clan-Chef Mohamed Aidid regiert mit Hilfe seiner Terror-Milizen das darbende Somalia und scheut auch nicht davor zurück, die UNO-Truppen anzugreifen. Um den Machtapparat des Despoten zu schwächen, entführen US-Einheiten dessen wichtigste Männer. Doch der Einsatz mündet in einer Katastrophe, als am 3. Oktober 1993 zwei Hubschrauber abgeschossen werden und rund 100 versprengte amerikanische Soldaten in den Häuserschluchten festsitzen. Was als kurzes Kommandounternehmen geplant war, entwickelt sich zu einem langen und blutigen Feuergefecht und endet in der größten amerikanischen Militärkatastrophe seit Vietnam.
Basierend auf Mark Bowdens Buch Black Hawk Down - Kein Mann bleibt zurück schildert die Verfilmung von Ridley Scott (Robin Hood, Gladiatior, Blade Runner) die zwölfstündige Schlacht von Mogadischu, bei der 18 US-Soldaten und über 1.000 Somalier ums Leben kamen. Insbesondere die Fernsehbilder getöteter und durch die Straßen Mogadischus geschleifter US-Soldaten führten in den USA zu einem Wandel der öffentlichen Meinung über das Engagement in Somalia.
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Disc setzt keine neuen Maßstäbe, kann aber als rundum gelungen eingestuft werden, denn aus dem Quellmaterial wurde alles herausgeholt, was enthalten war. Die sehr unter die Haut gehende Story um einen "Routineeinsatz" einer UN-Truppe, die mit dem Absturz eines Hubschraubers eine weitere Front eröffnet und immer weiter eskaliert, gehört in seiner Filmästhetik zu den wenigen aktuellen Filmen, die wirklich Nerven erfordern. Dies sei für schwache Gemüter eine ernst gemeinte Warnung. Gleich 3 Audiokommentare wollen, optional mit deutschen Untertiteln, gehört werden und es gibt auch viele Gründe dafür. Denn der Informationsgehalt ist aufgrund der Wahl der Kommentatoren sehr hoch. Regisseur Ridley Scott und Produzent Jerry Bruckheimer höchstpersönlich steuern Infos zur Produktion bei, während die Autoren etwas dröge arbeiten. Am besten gefiel allerdings der Kommentar mit Mitgliedern der Special Forces, die 1993, als das Drama tatsächlich geschah, dort stationiert waren. Hier gibt es hautnahe Infos pur und es wird auch schon mal die eine oder andere Ungereimtheit aufgeklärt.
Bild: Der erste Bildeindruck ist hochrein, bei deutlich zurückhaltender Farbsättigung. Das ist man bei Bruckheimer Kompositionen ja so gar nicht gewohnt. Einen gewissen Anteil daran hat sicherlich die nicht eben farbenprächtige Dünenlandschaft Somalias, aber auch Flüge am Ozean entlang zeigen nicht das Blau, daß man als Afrika-Kenner gewohnt ist. Die Videosequenzen im gesamten Menü ruckeln deutlich sichtbar. Der Humvee zuckt ja fast nur um die Ecke. Das Highlight der Doppel-DVD-Edition ist eindeutig die knackige Schärfe und der enorme Kontrastumfang. Letzterer profitiert eindeutig vom empfindlichen Kodak-Filmmaterial und der sehr guten Setausleuchtung. Hier bleibt eindeutig nichts verborgen. Der typische Neger bei Nacht ist hier klar voneinander trennbar. Häuserschluchten werden mit hoher Schärfe abgefahren und auch in Hintergründen bleibt selbst die Darstellung von Fensterkreuzen noch klar erkennbar. Kompressionsartefakte treten nicht auf, es sei denn, es grieselt einmal leicht. Und dies passiert aufgrund des hochfeinen Filmmaterials gern mal in High Key-Aufnahmen.
Ton: Die Hubschrauber, insbesondere die kleinen Helikopter mit ihrer hohen Rotordrehzahl, erzeugen auch im Heimkinobetrieb dieses typisch natürliche tiefe Brummen und Wummern, bevor sie abheben. Das ist beeindruckend, wenn auch der Druck im tiefen Bassbereich nicht ganz zufriedenstellend ist. Schüsse peitschen links und rechts am Kopf vorbei und erwiderndes Feuer kommt von den Seiten und hinten aus den Surroundboxen. Hier wurde viel Wert auf eine gelungene Surroundmischung mit sauberer Ortbarkeit gelegt. Das gefällt vor allem Actionsfans sehr, weil dies mal wieder ein Beispiel für homogene Kanalbelegung ist. Einzig die englischen Stimmen sind oftmals schwer verständlich. Dies gilt insbesondere in den Gesprächen an Bord der Hubschrauber. Hier ist die deutsche Tonspur eindeutig klarer und besser verständlich. --movieman.de