Seit Jahren schreibt Hans Zimmer beispiellose Soundtracks und definiert die Filmmusik-Industrie ständig neu, und doch ist er nach Werken wie Thelma&Louise, True Romance, Crimson Tide, The Thin Red Line (mit Klaus Badelt), Gladiator und MI:2 immer wieder für eine Überraschung gut. So vertont er den meiner Meinung nach besten (Anti!)Kriegsfilm in absolut ungewöhnlicher, aber deshalb umso perfekterer Weise. Während sich John Williams bei "Saving Private Ryan" an die altbewährte Orchesternummer ohne jedes Risiko hielt und dabei einen durchaus annehmbaren Score hervorbrachte, löst sich Zimmer bei Black Hawk Down von dieser Sitte und geht völlig neue Wege: einerseits fabrizierte er mit Hilfe von Kollegen wie Lisa Gerrard, Denez Prigent und Joe Strummer äußerst emotionsgeladene und schwermütige Stücke, mischte andererseits den orchestralen Parts viele elekronische Elemente und Percussionings bei, und versammelte zu guter Letzt eine Improvisations-Rockband mit Größen wie Heitor Pereira (MI:2), Michael Brooke (z.B.Heat) und Martin Tillman (z.B.Ali) um sich, setzte sich mit Ihnen in einen dunklen Raum und spielte zu den parallel dazu laufenden Filmszenen somit einen spontanen Hardrock-Klangteppich, den er später abmischte und zurechtstutzte. Heraus kam somit in gewisser Weise der erste Soundtrack seiner Art, eine einzigartige Mischung aus harter Rockmusik, bedrückend-aufregender Orchestermusik und traurig-dramatischen, teils sehr orientalisch angehauchten Gesangsstücken. Es bleibt nur eins zu sagen: Ein weiterer Meilenstein ist geboren, es gilt nun, ihn nicht zu verpassen. Danke, Hans!