Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kamelot trumpfen ein weiteres Mal auf!, 22. April 2005
"The Black Halo", der schwarze Heiligenschein, ist das nun mittlerweile siebte offizielle Album der amerikanischen Power/Symphonic/Prog Metaler Kamelot und knöpft (beinahe) nahtlos an das 2003er Werk "Epica" an. Was den Hörer hier erwartet sind gewohnte Begebenheiten: intelligente Klassik-Arrangements, Mombast-Chorals und auch komplizierte Einflüsse von Prog. Thematisch schreibt "The Black Halo" die Geschichte um Ariel und Helena weiter, die frei nach Goethes Faust orientiert ist. Es fängt irgendwann im Mittelalter an und höert in den letzten Liedern in der Gegenwart auf. "March Of Mephisto" ist für ein Kamelot-Opener überraschend zähflüssig, bietet für die Proger unter den Hörern aber ein gelungenes Fressen. Man beachte den Bass! Doch die nächsten drei Lieder "When the Lights Are Down", "The Haunting (Somewhere In Time)" und der ,meiner Meinung nach, exzellenten Vorzeigenummer "Soul Society", das ich einfach mal zu den besten Liedern dieser Band zähle, sind packender Symphonic Metal mit Ohrwurm Charakter und kamelotscher Dramatik in Melodie und Lyrik. "Interlude I: Dei Gratia" ist wie der Titel sagt ein Intro zu "Abandoned", der einzigen reinrassigen Ballade auf dem Album, die im Vergleich zu "Temples Of Gold" auf "Karma" oder "Wander" oder "On The Coldest Winter Night" von "Epica" den Kürzeren zieht. Interessant ist hier aber das Zitieren von "Helena's Theme" des letzten Albums. Ansonsten wird bekannte Balladenkost geboten. "This pain" und das superbe "Moonlight" sind dann irgendwo zwischen Bombast Metal und Prog angesiedelt. Besonders zweitgenanntes begeistert sehr. Mit "Interlude II: Un Assasino Molto Silenzioso" wird Titelsong "The Black Halo" eingeleitet, einer schnellen, melodischen und einer der härtesten Nummern des Albums. "Nothing Ever Dies" will diesem Beispiel folgen, ist aber nicht ganz so gut. Mit "Memento Mori" (kurz im ersten "Interlude" angesprochen) kommt der heimliche Star des Albums. Eine unglaubliche Nummer mit mehreren Hauptthemen, mal ganz ruhig, dann schnell und brachial. Und mit vielen Hörenswerten Soli. Thematisch wird jetzt der Sprung von Vergangenheit in Gegenwart gemacht: "Interlude III: Twelve Tolls For A New Day" setzt uns irgendwann an einer Silvesterfeier ab. Das neue Jahr startet gerade. Und mit der abschließenden Powernummer "Serenade" das Album. "The Black Halo" ist wie "Epica" ein wahrhaft episches Werk, auch wenn es in dieser Hinsicht doch dem vorgänger hinterherhinkt. An Dramatik wurde noch etwas zugelegt und unter den 14 Tracks findet man wahrhaft keinen schlechten. Insgesamt bin ich so begeistert, dass ich das Album sogar noch über meinen Favoriten "Karma" stelle und es somit für mich persönlich das beste Album der Band ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wieder einmal ein wahres Goldstück , 4. Januar 2007
'The Black Halo' zählt mit 'Epica' zweifellos zu den besten Alben Kamelots - ein gewitztes Lächeln des Zufalls, das - zumindest mir - das 1. und das bisher letzte Alben mit Wahnsinnssänger Roy Khan am Besten gefallen. Auch bei 'The Black Halo' handelt es sich um ein Konzeptalbum, das heißt, die Geschichten der Texte bauen in der Regel aufeinander auf, und die Lieder sind aneinander gebunden und wie bereits bei 'Epica' durch gelegentliche Zwischenfrequenzen, hier "Interludes" genannt, gleichzeitig durchbrochen und aneinandergekettet (da diese Interludes allesamt kurz, aber den Liedern sehr angepasst und stimmig sind, aber zum Einzelhören wohl kaum geeignet sind, werde ich sie in meiner Einzelwertung nicht beachten). Nur weil 'The Black Halo' ein Konzeptalbum ist, heißt das allerdings noch lange nicht, dass man die Lieder nicht auch gut einzeln hören kann, wie ein Vorredner von mir widersprüchlich behauptet hat. Lediglich bei manchen Liedern wie beispielsweise dem aneinander geketteten 'The Haunting' und 'Soul Society' stört bei dem einen vielleicht ein bisschen der Abspann, der dem anderen Song zum Anfang wird. Ist aber auch nicht weiter tragisch, sondern erinnert lediglich an die Konzeptidee des Albums, die nahezu perfekt gelungen ist.
Zur Einzelwertung:
1. March of Mephisto
Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn. Bereits der 1. Song des Albums besticht mit seiner Melodie, Khans traumhaften Stimme und seinem Rhythmus. In leiser Heimlichkeit beginnend, geht das Lied in die verzerrte Stimme des Mephisto ---> auf Deutsch des Teufels über, der in Latein einen Sprechgesang anstimmt. Insgesamt erzählt der Text vom Teufel, der ein neues Opfer gefunden hat. Fast durchgehend eine sehr rhythmisch orientierte, marschartige Melodie. Ich habe mich von Anfang an in dieses Lied verliebt. 5 Sterne
2. When the Lights are Down
Zwischen dem Vorgänger und diesem Lied ist kein allzu flüssiger Übergang herauszuhören, was allerdings ein großer Vorteil ist, da man diese Lieder nahezu einzeln genießen MÖCHTE. Ich kann der obigen Expertenmeinung nur zustimmen - dieser Song ist ein wahrer Killer! Von Anfang an dringt er ins eine Ohr rein und kommt zum andern nicht mehr raus, sondern setzt sich regelrecht fest; ich würde sogar behaupten, dass er einen leichten Ohrwurmcharakter hat. Vor allem der Refrain schlägt in den Bann. Von der Interpretationsfreiheit her würde ich sagen, dass der Text von einer verlorenen Liebe erzählt, als sich die Frau aufgrund ihrer Sünden aus der Vergangenheit abwandte. Große Klasse. 5 Sterne
3. The Haunting (Somewhere in Time)
Was soll man hierzu noch groß sagen... hier sind gar keine großen Worte nötig. Es fängt bereits mit einer gewissen Mythik an, die sich durchs ganze Lied zieht. Das Duett Roy Khans und Simone Simons (Epica - ebenfalls großartige Band!) im Refrain schafft einfach nur Gänsehaut. 5 Sterne
4. Soul Society
'The Haunting' läuft sehr flüssig in 'Soul Society', einen weiteren Kracher der CD, über. 'Soul Society' erzählt, wie der Titel schon zum Teil verrät, von unserer menschlichen Gesellschaft und seinen Facetten. Bereits die ersten Schläge der Drums verraten das unheimlich große Potential dieses Songs. Auf das erste Hören vielleicht einfach wirkend, entfaltet er eine große Hörfreudigkeit, und Roy Khans Stimme stellt so oder so wieder mal alles in den Schatten. 5 Sterne
6. Abandoned
Das vorhergegangene Interlude läuft flüssig in diesen Song über und stellt eine kleine Brücke zwischen den Krachern zu Beginn der CD und der nun etwas ruhigeren Seite der Scheibe her. Abandoned erzählt von einem Menschen, der glaubt, von Gott und somit seinem Glück verlassen geworden zu sein, weil ihm nur noch Unglück im Leben widerfährt. Die Melodie ist schön, Khans facettenreiche Stimme wird erneut unter Beweis stellt, und im 'Middle Part' gibt Mari Youngblood, Thomas' Frau, ihren Teil zur Schönheit des Liedes ab, um ihn harmonisch abzurunden. Doch vor allem der abschließende Refrain schließt mit seiner Leidenschaft in den Bann. Mit diesem Lied beginnt man sicherlich nicht, den Bombast der ersten vier Songs zu missen.5 Sterne
7. This Pain
Auch der Vorgänger dieses Songs läuft flüssig über. 'This Pain' beginnt mit einem Gewitterschauer und sanften Klängen einer Akkustikgitarre, doch das Schlagzeug bleibt nicht lange außen vor, jedoch im Gegensatz zu den anfänglichen Krachern eher behutsam eingesetzt. Eine Art Mittelding zwischen 'Soul Society' und 'Abandoned' würde ich sagen, was das Tempo des Liedes angeht. Es ist eine Abwechslung, aber eher ein durchschnittliches Stück der Platte. Gibts aber überall, denke ich. Der Song ist ja nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Geht flüssig und mit Wolfsheulen in den Nachfolger über. 4 Sterne
8. Moonlight
'Moonlight' beginnt mit schöner Melodie und eigenem Rhythmus. Es unterscheidet sich sofort von den bisherigen Liedern. Ich höre es gern, bin aber eher ein Fan des deutlichen 'Speed Metal' von Kamelot. Dennoch spricht nichts gegen die Schönheit dieses Liedes. 4 1/2 Sterne
10. The Black Halo
Zwischen dem 2. Interlude der Scheibe und diesem Song ist nicht unbedingt eine Verbindung zu hören, man kann ihn also mühelos getrennt hören. 'The Black Halo' ist ein... Fetzsong, würd ich mal sagen ^^ Gleich zu Beginn fetzt er ins Ohr rein und geht dann in eine gemäßigte Strophe über. Er ist Titelträger der Scheibe und wird dem ohne WEiteres gerecht - ich hätte ihn zwar gerne noch etwas Düsterer gehabt und den wahnsinnig mythischen 'Middle Part' ein paar Sekunden länger, aber na gut. Der Song ist trotzdem sehr sehr gut. Das erinnert mich allerdings manchmal daran, dass Kamelot nicht Nightwish ist. Ist aber auch gut so. 5 Sterne
11. Nothing ever dies
Der Song orientiert sich zwar an seinem Vorgänger, holt aber mehr Speed heraus. Ich beurteile ihn ein bisschen so wie 'Moonlight' - er ist an sich ganz schön, aber nicht mit Krachern wie den ersten vier Liedern der Scheibe zu vergleichen. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn sonst wären alle Lieder gleich. 4 1/2 Sterne
12. Memento Mori
Mit diesem Langläufer (knapp 9 Minuten) wird scheinbar wieder eine ruhigere Seite der Scheibe angezupft, und !spätestens! ab hier wird einem klar, wie abwechslungsreich die Platte im ganzen ist. 'Memento Mori' beginnt ruhig und gemächlich ohne jeglichen bombastischen Schlagzeugeinfluss, und es liegt allein an Roy Khans Stimme, durch Sanftheit und einige hohe Töne zu überzeugen, was ihm perfekt gelingt. Etwa ab 1:25 geht der Song dann in eine Halbballade über, die jedoch lediglich als Brücke genutzt wird und in den interessanteren Teil des Liedes einführt, der ab 2:05 beginnt und wo sich das Schlagzeug nun ganz zum Besten gibt. Das Tempo des Songs ist schön ausgeglichen und harmoniert perfekt mit dem Rhythmus. Während nun längere Zeit nicht gesungen wurde, meldet sich nun in wieder ruhigerer Strophe Roy Khan zurück, doch der Refrain, der sehr eingängig und schön ist, meldet sich gleich in seinem Tempo zurück. An einigen Stellen steigert sich das Lied noch mehr in seinem Tempo, was ihm gut zu Gesicht steht. Durch lange Instrumentalteile wird das Lied sehr facettenreich gestaltet und besticht durch seine Länge, in der viele Register Kamelots gezogen werden, die ihre Fans überzeugen. 5 Sterne
14. Serenade
Hier muss ich erwähnen, dass das vorlaufende Interlude sehr witzig ist, vor allem am Anfang, weil da Roy Khans Stimme so verzerrt wird ^^ Durch das Interlude selbst wird eine kalte Nacht in 'Serenade' im Bild des Hörers geschaffen, verbunden mit einem großen, runden Vollmond. 'Serenade' stellt das abschließende Lied dar und glänzt in wahrhaft nächtlicher Schönheit. Die Melodie lässt einen in Erinnerungen an andere Bands schwelgen und behält gleichzeitig seine eigene Kennzeichnung an sich. Es ist ein schnelles, aber nicht zu schnelles Lied zum Abschluss, das seinen Charakter alles in allem durch schöne Melodie, wie immer eine Wahnsinnsstimme und einen tollen Text auszeichnet. 5 Sterne
Fazit: 5 Sterne
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartig, 3. Juni 2006
Ich besitze bis jetzt erst ein (dieses) Album von Kamelot, das ich mir eigentlich als eingefleischter Epica Fan nahezu ausschließlich wegen The Hauntin gekauft habe (Simone Simmons ist dort Gastsängerin). Zum Glück!
"The Black Halo" ist für Kenner und Liebhaber des Genres (Symphonic Power Metal, würde ich mal sagen) schon gerade deswegen ein Muss, weil es eine kreativ verpackte Handlung anstatt der üblichen willkürlichen Mischung an dramatisch-kitschigen Themen gibt. Ich mag Sonata Arctica und Konsorten wirklich sehr, aber von Kamelot (zumindest auf diesem Album) können sie sich schon allein von Sänger Khans stimmlicher Wandelbarkeit eine Scheibe abschneiden.
Auch für Nicht-Metal-Fans durchaus zu empfehlen!
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