Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
game is about to change..., 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Black Dialogue (Audio CD)
angesichts der tatsache, dass hiphop in deutschland seit geraumer zeit im fernsehen boykottiert wird (es gibt keine hiphop-sendung mehr. okay, das gab es früher auch nicht wirklich, bis auf fett damals, aber es gibt wirklich keine mehr: nirgends läuft mehr gescheites, weil bei vivaplus nur gehirnamputierte arbeite(te)n, die von der materie kein stück verstehen. mtvurban ist "respektabel", aber eher black+r'n'b, als hiphop) und ich derzeit immer häufiger lese, dass hiphop nicht mehr das ist, was es mal war, sehe ich mich gezwungen, wieder eine kaufempfehlung rauszuschicken. diesmal habe ich das album mit dem titel 'black dialogue' im angebot, von den 'perceptionists'. das album erschien bereits im märz, ist mir aber erst letzten monat in die hände gefallen. perceptionists, das sind mr. lif, akrobatik und dj fakts one und sie kommen aus larry-bird-town aka boston. 'black dialogue' ist die erste longplayer-platte, vorher gab es gelegentliche gastauftritte und zwei, drei singles; lifs debutsingle "electro" z.b. wurde von fakts schnitten auf den tellern begleitet, das war 1997. die drei zusammen haben mit 'black dialogue' etwas sehr erfrischendes geschaffen, etwas, das bereits nach dem ersten mal reinhören bleibende spuren hinterliess. auf der scheibe 'black dialogue' sind 12 tracks, etwas wenig zwar, aber es macht hungrig auf mehr. und hunger ist auch ein gutes stichwort, den die beiden mcees lif und akro sind mehr als das. ihre texte sind sehr battle-rap-underground-lastig, was es für meine ohren extrem angenehm zu hören macht, aber auch deepness beweisen sie in dem politischen track 'people 4 prez', in dem es um das derzeitige amerikanische dauerthema irak-krieg geht. der erste track heisst 'let's move', der brennt und zeigt die richtung auf, aber den vogel abgeschossen haben tracks wie 'love letters' oder 'breathe in the sun'. bei beiden stücken sind die beats sowas von gelungen, man möchte sich beinahe reinlegen. es erinnert an die guten alten zeiten von artifacts und souls of mischief, nur, dass man im jahr 2005 angekommen zu sein scheint. in diesem sinne: wenn euch die glotze mal wieder auf die eier(-stöcke) geht, dann geht in euren audioshop und checkt 'the perceptionists'! dieses album ist jeden cent wert und wird euch davon überzeugen, dass hiphop auch und gerade deswegen existiert, weil man getrost auf medien wie das fernsehen scheissen kann. hiphop, es ist meine kultur, da wo ich herkomme und hinwill, der ursprung und das ziel und nichts und niemand stellt diese kultur ohne die konsequenzen dafür tragen zu müssen in frage. erst recht keine billion-dollar-company wie viacom.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Underground banger!, 23. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Black Dialogue (Audio CD)
Black Dialogue bringt den typischen Old school-underground rap am Leben. Die zwei MCs sind hungrig und passen perfekt zusammen, das Ergebnis ist unglaublich!Lif und Akrobatik beschäftigen sich mit mehreren Themen: sie bringen uns zuerst Battle raps mit "Let's Move",mit einem Beat von Fakts One, auf dem Lif und Ak sich vorstellen: das Stück ist ziemlich gut, aber nicht beeindruckend, das beat erinnert mich zu viel an club-Musik."people for prez" ist meiner Meinung nach viel besser und zwingt uns, das Kopf zu bewegen; die Reimen folgen sich schnell nach und sind wirksam; sie sind gegen das weiße haus gerichtet: jetzt beginnt, was man von den Perceptionists erwartet! Dann kommt einer der Besten Lieder, "Blow": ein langsamer, schwerer Beat von El-P, auf dem die beiden MCs ihre beeindruckenden Fähigkeiten zeigen... So gut!!! Nachher kommen politischen Themen wieder: "Memorial Day" ist eine Anklage an George W. Bush für den Krieg in Irak; er ist gut aber schon seit lang bekannt; "Black dialogue" kümmert sich um das Problem der Identität der Schwarzen gegnüber den Medien und der Gesellschaft insgesamt, das Ergebnis klingt sehr gut, sogar wenn man nicht schwarz ist(mainstream gangsta rap hassen reicht). Zwischen den beiden befindet sich das wunderbaren "Love Letters", wo die Beiden Kumpeln am Besten reimen. "What have we got to lose!?!" ist ein anderer scharfer politischen Lied,der noch einmal Lärm macht... "Frame rupture" ist auch außerordentlicher geil: das monotone Beat von El-P klingt gut, und Lif ist Wahnsinnig! "Party Hard" ist an Club Spiel gerichtet, und weil es ist nicht, was man von den perceptionists erwartet, ist nicht besonders gut. Ich würde eher mit dem Lustigen "Career Finders" tanzen; in diesem Lied versuchen Lif, Akrobatik und Humpty Hump neue beruflichen perspektiven für wack MCs, Gangsters, Pimps und Dealers zu finden! die drei MCs sind hier besonders Beeindruckend, und man kann sich fragen, ob sie noch atmen brauchen... Die Atmosphäre wird etwas ruhiger mit den Letzten Titeln, "5 O'clock" und "brease in The Sun". Mit dem ersten handelt es sich um der Befreiung nach einem langweiligen Arbeitstag, und irgendjemand kann sich darin erkennen. Es klingt gut, ins besonders das Beat, nur auf dem Chorus von Phonte konnte man verzichten. Mit "Brease in the Sun" haben wir ein hervorragenden Stück von Gedicht, das das Album schließt. Zum Schluss haben wir Hier ein manchmal gutes, manchmal wahnsinnigerweise gutes Werk, mit dem man nicht schlafen wird; Ich werde aber ein grausamer Fan bleiben, indem ich denke, das es nicht so gut wie "I Phantom" ist, ins besonders für die Beats.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|
|
|