Als Verehrer der ersten Stunde ist es jedes Mal wie ein Warten auf Weihnachten, um sie dann zu öffnen und voller Ehrfurcht etwas zitternd einzulegen. Dream Theater spielen ohne Zweifel in ihrer komplett eigenen Liga.
Aber: BCASL macht es uns nicht einfach. Keine Liebe auf den ersten Blick, kein Metropolis II, kein Octavarium.
Nach erstem Durchhören: Sperrig, Schwer zugänglich. Einzig die Ballade "Wither" bleibt hängen. Heute, nach dem 20.Hören ist "Wither" der einzige Ausfall, eine etwas schmierige, kitschige Ballade (Walk beside you lässt grüssen).
Der Rest: Eine einzige Achterbahnfahrt. Vom freien Fall mit Blitzlicht geht es plötzlich ganz langsam und ruhig in entspannende Gefilde. Kaum beruhigt, dann wieder mit 300 Stundenkiometern die Serpentinen rauf.
Ein Traum: Jordan Rudess in "Tne Count of Tuscany" und James La Bries verbaler Drahtseilakt ab Minute 14.
Für "Wither" gibt es Abstriche in der B-Note, der Rest überragend.