...vom Allerfeinsten!
Wer nach 'Felt mountain', dem fantastischen Erstling von Alison Goldfrapp und Will Gregory, ungeduldig auf das zweite Album gewartet hat, wird in seinen Erwartungen nicht enttäuscht werden.
Zwar dominiert nicht mehr ausschließlich die wunderschöne Melancholie des Debuts, doch wer hätte sich auch 'nur' eine Kopie von 'Felt mountain' gewünscht? Nein, Titel wie 'Black cherry', 'Deep honey', 'Hairy trees' oder 'Forever' sind zwar im bekannten ruhigen Stil gehalten, der Rest des Albums ist jedoch deutlich elektronischer und beatlastiger geworden. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig - aber nicht minder außergewöhnlich, unkonventionell und spannend.
Songs wie 'Strict machine' erinnern an 80er Ohrwurm-Sound à la Blondie, 'Tiptoe' oder 'Crystalline green' offenbaren erst beim 2. oder 3. Hören ihre melodische - und mal an Bronski Beat oder an Visage erinnernde - Synthie-Vielfalt.
Goldfrapp zeigen mit diesem Album, daß sie weit mehr können, als 'nur' sehnsuchtsvolle Melancholie zum Ausdruck zu bringen, von daher darf man dieses facettenreiche Werk durchaus als gelungene Weiterentwicklung bezeichnen und gespannt auf weitere Veröffentlichungen sein.