Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überaus positive Überraschung!, 19. März 2009
In der Wildnis der USA, genauer gesagt in Olympia/Washington, leben auf einem 100 Jahre alten Bauernhof ein paar ziemlich kauzige Gestalten sowas ähnliches wie den Hippie-"way of life" als Autarke Bauersleut.
Naja, und nebenbei machen diese Leute Black Metal, und zwar den besten den ich jemals gehört habe. Des Nachts sitzen diese Jungs hier nach getaner Feldarbeit mit Gitarre und Trommel am Lagerfeuer und spinnen ihre endlos langen, ausufernden, ausnahmslos genialen Songs zusammen (keine Angst, im Studio haben sie Steckdosen...). WITTR schlagen dabei, zumindest inhaltlich, einen etwas anderen Weg ein als vergleichbare Bands der Gattung BM. Zwar ist der Sound sehr "true", sind sie genauso enttäuscht von der "modernen Welt" und dem Tun und Schaffen des Homo Sapiens ansich und krakeelen das auch mit voller inbrunst in die Welt hinaus, aber statt purer Zerstörungswut entwickeln WITTR eher eine zwar böse glühende, aber fast schon reinigende Strömung, die nicht zum Völkermord oder Kirchen-abfackeln anstiftet sondern zur Rückbesinnung zur Natur und Mutter Erde in ihrer ursprünglichen Form, und das macht diese Musik einfach sehr glaubwürdig.
Das Gitarrengeschrammel, das kehlige Keifen, das BM-typisch rumpelnde, primitive Schlagzeugspiel und die wabernden Synthie-Sounds (ja ich liebe sie...) schwingen in ihren Songs zu einem Episch-Orchestralen, meditativen Klangteppich auf der einen wegträgt und und so schnell nicht mehr aus seinen Fängen lässt.
Übrigens die Produktion ist sehr gut, was ja bei BM auch nicht unbedingt garantiert ist.
Ich sag nur: kaufen, kaufen, kaufen, sowas gutes gibt es nicht sehr oft.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein schwarzmetallischer Abgrund, 22. März 2009
Grenzenloser Hass, klirrende Kälte und Misanthropie. Das sind Dinge welche man ständig mit Black Metal in Verbindung bringt. Dass dies allerdings nicht alles ist beweisen Wolves in the Throne Room. Die im Underground kultisch verehrte und abgeschieden in einer Kommune außerhalb Olympias (Washington) lebende Band zeigt vielmehr, dass in dieser Musik trotz ihres garstigen Klangbildes auch viel Gefühl liegen kann. Ein äußerst dunkles fürwahr, aber zu jeder Sekunde ist die Leidenschaft, die Spiritualität und die Liebe zur Natur in der sie leben zu spüren. Mit "Black cascade" veröffentlichen die Wölfe nun ihr drittes Album und man möchte meinen, dass sie in den Wäldern Kaskadiens endgültig die rohe und animalische Essenz des Black Metals gefunden haben. In den vier dramatisch und erhaben klingenden Longtracks, die nur so vor Energie strotzen, findet man keine Spur von jeglicher Anbiederung an den Mainstream oder sonstige Zugeständnisse, welche den selbst gesteckten Anspruch beschneiden.
Wo der Vorgänger "Two hunters" noch symphonischer wirkte und gar eine Nähe zum Post Metal aufwies, hat man diese Elemente auf Black cascade etwas zurückgefahren und präsentiert sich urwüchsiger und fast archaisch klingend. Schon der Opener "Wanderer above the sea of fog" präsentiert sich als rasender und alles niederwalzender Song mit wild schrubbenden Gitarren und kranken Vocals. Dazu noch ein schleppender Mittelteil und dezent eingeworfene Gitarrenharmonien. Gerade diese forcierte Eintönigkeit mit den eher unterschwellig angedeuteten Melodien hat etwas Hypnotisches, das einen packt. Zwischen der ganzen Rasanz finden sich immer wieder eingestreute Ambient- und leicht folkloristische Parts, sowie geschmackvoll eingeflochtene analoge Synthesizerklänge, die für einen zusätzlichen Zauber sorgen und das Ganze schon fast auf ein avantgardistisches Niveau heben.
Das macht "Black cascade" zu einer wirklich starken und in gewisser Hinsicht auch atemlos machenden Scheibe, die zwar primär Genrefreunde ansprechen dürfte, der aber auch Fans von Neurosis oder ähnlich gelagerten Bands ihr Ohr leihen könnten. Black Metal-Fans welche die ursprüngliche Kraft hinter dieser Musik mögen, die vielen Kindereien der heutigen Szene verabscheuen und schon immer Alben wie Burzums "Filosonfem" (auch wenn man diesen Bandnamen heute nur noch ungern in den Mund nimmt) oder Emperors "In the nightside eclipse" verehren, dürften den neuesten Streich von Wolves in the Throne Room lieben.
Die Band hat ihre Songs zusammen mit Randall Dunn (u.a. Sun O))), Earth) auf altem Equipment aufgenommen und offensichtlich wurde auch auf den Einsatz jeglicher Kompressoren und ähnlichem neuzeitlichen Schnickschnacks verzichtet. Dies sorgt zusätzlich für den natürlichen und ursprünglichen Klang der Platte. Man sollte deswegen auch nicht zu zimperlich mit dem Lautstärkeregler umgehen, denn leise abgespielt entfaltet "Black cascade" noch nicht seine volle Wirkung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
atemberaubend und klug, 9. Oktober 2009
Endlich und eigentlich recht schnell eine neue von Wolves in the Throne Room und wie zu erwarten: ein zweifelloses Meisterwerk. Man kann wenig dazu sagen, das muss gehört werden. Kaum eine Musikrichtung schafft ein solches Hörerlebnis wie die Platten dieser Band. Das ist monumental, melancholisch, agressiv und zugleich zutiefst beruhigend. Anknüpfend an traditionellen Norwegian Black Metal und doch weitaus mehr. Zugleich haben wir es mit WITTR mit einer Band zu tun die vollständig auf das kreuzdebile Image vieler andere BM Bands verzichtet und sich von jeglichen Rechtstendenzen und sonstigen Schwachsinn in dieser Musik lossagt (nachzulesen unter :.vampster.com/artikel/show/30969_WOLVES-IN-THE-THRONE-ROOM-...die-Bestien-loszulassen_interviews.html). Insofern bekommt man hier was selten ist: Wirklich atemberaubende Musik, gemacht von klugen Leuten.
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