Das Buch bzw. der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Ein Professor hatte dieses Experiment an einer britischen Universität durchgeführt, um seine Theorie auf die Wirkung von Macht auf Menschen zu bestätigen. Er suchte Studenten ganz gewöhnlicher Charaktereigenschaften (also niemanden mit einem besonderen Hang zum Jähzorn oder ähnlichem) aus und loste aus, wer von ihnen Wärter oder Gefangener sein sollte. Dann sperrte er sie in den Universitätskeller und ließ rund um die Uhr alles, was passieren sollte, von Kameras filmen. Was dann passierte, hatte er mit seiner Theorie schon vorausgesetzt, doch nicht in diesem Ausmaß. Er ging davon aus, dass Menschen, egal welcher Charaktereigenschaften, unter einem gewissen Ausmaß an Macht, die sie dann besitzen, zu Dingen fähig sind, an die sie vorher nie im Traum geglaubt hätten. Beispiele: Ein Wärter, der in diesem Experiment Tagebuch führte, schrieb am ersten Tag, dass er die sadistischen Spielchen eines anderen Wärters widerwärtig fände, doch schon am dritten Tag, meinte er, wie befriedigend es sei, die Gefangenen zu traktrieren und zu quälen. Die Gefangenen gerieten in Aufruhr, weil die Wärter, die dachten, die Kameras würden in der Nacht nicht eingeschaltet sein, sie aus dem Schlaf rissen, um ihnen mittzuteilen, dass sie jetzt gefälligst ihre Betten machen sollten und wenn sie dann noch eine Falte entdeckten, rissen sie alles auseinander und ließen die Gefangenen ohne Decken schlafen. Schließlich kam es zu einem Aufstand der Gefangenen, der einen Toten forderte. Am sechsten Tag wurde das Experiment abgebrochen. Selbst die Wärter waren hinterher entsetzt über ihre Grausamkeit. Dieses Buch behandelt vor allem die psychologische Seite der Macht, und welche Folgen sie haben kann. Dieses Gebiet ist in der Wissenschaft noch weitgehend unerforscht und dieses Experiment hat ganz deutlich gezeigt, was passieren kann, wenn ein Mensch zu viel macht bekommt. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen, oder sich den Film ansehen. Wirklich gelungen, aber auch erschreckend.