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Black Box Afrika: Ein Kontinent driftet ab [Gebundene Ausgabe]

Hans Christoph Buch
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

September 2006
Hans Christoph Buch geht mit seinen Reportagen aus den Krisengebieten Afrikas sowie seinen Essays zu afrikanischerKultur und Politik der Frage nach, warum die Entkolonisierunggescheitert und der Kontinent ins Abseits gedriftet ist.Ruanda, Liberia, Sudan, Kongo... Die Hiobsbotschaften aus den Krisengebieten Afrikas überschlagen sich seit etwa zehn Jahren. Zwar sind die Täter und Opfer für gewöhnlich schnell ausgemacht. Zahl und Ziele sogenannter Befreiungsbewegungen aber sind kaum mehr identifizierbar, die Ursachen der kriegerischen Auseinandersetzungen bleiben meist dunkel.Hans Christoph Buch hat die Krisenregionen Afrikas regelmäßig bereist. In "Black Box Afrika" kann er daher aus unmittelbarer Anschauung über die Hintergründe der verheerenden Konflikte berichten. Seine Reportagen und Essays bieten einen Schlüssel zum Verständnis der politischen und kulturellen Verwerfungen auf dem afrikanischen Kontinent.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Zu Klampen; Auflage: 1., Aufl. (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934920942
  • ISBN-13: 978-3934920941
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 733.073 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Hans Christoph Buch, Erzähler, Essayist und Reporter, geb. 1944 in Wetzlar, war 1963 mit nur 19 Jahren der jüngste Teilnehmer der Gruppe 47. Er veröffentlichte zahlreiche politische Reportagen und Essays, insbesondere aus dem karibischen Raum und aus afrikanischen Krisengebieten. 2004 erhielt er den renommierten Preis der Frankfurter Anthologie.

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3.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Hans Christoph Buchs Essayband „Black Box Afrika. Ein Kontinent driftet ab“ ist eine drastische Schilderung der Ereignisse auf dem afrikanischen Kontinent. Die Essays sind durchweg gut verfasst und erinnern, auch wenn dies der Autor wohl negieren würde, an die Erzählweise von Scholl-Latours „Afrikanischer Totenklage“. Doch der Stil von Buch ist ein anderer, nur selten tritt der Autor hier als Akteur auf, sondern fungiert zumeist eher als stiller Beobachter der vielen Gräuel.

Die Lektüre ist eindringlich und verstörend, was mitunter auch am Sujet Afrika liegt, wie es Buch konzediert. Doch hier erweist es sich als großer Fauxpas, dass der gewiefte Essayist und Reporter Buch sich zu Beginn des Buches mit einer ausladenden Geste von Schreibern wie Kapuczinski und Scholl-Latour distanziert. Diese gingen an den Kontinent zu schriftstellerisch und voreingenommen heran; ihre Schilderungen seien oftmals zu üppig, drastisch, gar fantasiebestückt. Dumm nur, dass der Autor in seinen, zum Teil über zehn Jahre alten Essays, die für dieses Buch unverändert übernommen wurden, genau die gleichen, vermeintlichen Fehler begeht: Von Fliegen, die besonders wohlgenährt erscheinen ist hier ebenso die Rede wie von Säuglingsärmchen, die an „japanische Essstäbe“ erinnern. Ebenso ärgerlich ist, dass Buch zwar die westlichen Versäumnisse nennt, an denen der afrikanische Kontinent noch gegenwärtig zu nagen habe, aber keinerlei Lösungsvorschläge aufzeigt. Das mutet fadenscheinig an: Er prangert die durch ominöse Poetik und pure Unwissenheit geprägten Publikationen zum Thema Afrika immer wieder an, vergisst aber sein durch zahlreiche Afrika-Auftenthalte vorhandenes Wissen für (wenn auch nur grobe) Lösungsvorschläge zu nutzen. Die formulierten Ansprüche und das fertige Essay-Produkt ergeben somit kein Ganzes. Ärgerlich ist zudem der hohe Preis, der für ein knapp 160seitiges Büchlein, das en gros aus nicht nachgebesserten Essays besteht, zu überteuert ist.

Fazit: Wer sich für den afrikanischen Kontinent interessiert und ob der all zu negativen und apokalyptischen Beschreibungen in Scholl-Latours „Afrikanischer Totenklage“ ein anderes, gleichartiges Buch sucht, wird hier fündig. Buchs Essays sind nicht so griffig, inhaltlich aber durchaus nährreich. Dennoch: Wer noch „tiefgründiger“ und komplexer bedient werden möchte, sollte in jedem Fall zu Grills „Ach, Afrika“ greifen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung vor Afrika 31. Januar 2007
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Acht Beiträge von Hans Christoph Buch zeugen von der großen Achtung, die dieser Reporter, Essayist und Erzähler dem "schwarzen Kontinent" entgegenbringt.

Diese Beiträge wurden im "Cicero", der "ZEIT", in der "FAZ" und in der "Literarischen Welt" in den Jahren 1995, 1998, 2004 und 2005 veröffentlicht und geben in dieser zusammengestellten Form einen eindrücklichen Überblick über die Entwicklung verschiedener Länder Afrikas. Die Lebenswirklichkeit in Liberia, Ruanda, Burundi, Kongo und Sudan wird hier beispielhaft für die anderen Staaten Afrikas exemplarisch an Alltagssituationen, politischen Erläuterungen und Anekdoten beschrieben. Man bekommt eine Ahnung von den Grundbedürfnissen der afrikanischen Menschen und den Auswirkungen der Entwicklungshilfe (bzw. der wirtschaftlcihen Zusammenarbeit) sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer, kultureller und humanitärer Hinsicht.

"Black Box Afrika" macht mit dem Unbekannten dieses Erdteils vertraut und stellt sensibel dar, wie anfällig die vermeintliche Ruhe in einigen Regionen ist und wie Korruption, Gewalt, Armut, Hunger und Ausbeutung immer noch an der Tagesordnung sind.

Hans Christoph Buch zeichnet sich in seinen Ausführungen als excellenter Beobachter und Vermittler schwieriger Prozesse aus. Ihm gelingt es, Zusammenhänge konkret aufzuzeigen und nimmt "kein Blatt vor dem Mund", wenn es um die Einschätzung einzelner, gut gemeinter Aktionen geht.

So verdeutlicht er, dass allein das Entschulden oder Überschütten mit Geldspenden die Konflikte in Afrika nicht bereinigt. Vielmehr macht er klar, dass die Lösungsprozesse komplizierter und langwieriger sind und es eines guten Durchhaltevermögens bedarf, um die "Black Box Afrika" wenigstens stellenweise zu erhellen.

Sechs Postskriptum-Beiträge ordnen Buchs früher verfasste Beiträge in die Entwicklung der letzten Jahre ein. Hier versteht er es hervoragend, die Leser/-innen mitzunehmen und ihnen Orientierung zu geben. Auch das Aufdecken so mancher Details - zum Beispiel bei den unterschiedlichen Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Genozid in Ruanda - macht das Buch zu einer weiterführenden Lektüre. Bekanntes vermischt sich mit Überraschendem und wird letzten Endes mit den ausführlichen Vor- und Nachbemerkungen zu einem Gesamtwerk, das eine gute Verstehenshilfe ist.

Leider fehlen sowohl eine Karte von Afrika als auch ein Stichwortverzeichnis oder eine Übersicht der wichtigen Ereignisse in den letzten Jahrzehnten. Hier hätte die Edition noch mehr gewonnen.

Wer letzten Endes ein realistisches und damit achtvolles Bild von Afrika gewinnen möchte (und keine teils "makabren" Details scheut), wer dieses Bild nicht nur mit Vorder-, sondern auch Hintergrundfarben der Geschichte und Gegenwart Afrikas malen möchte - der leigt mit diesem äußerst informativen Buch genau richtig.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Afrika Light 13. Februar 2007
Von Schili
Format:Gebundene Ausgabe
Die wohl 1. Lektion, die man als Journalist lernt: Namen müssen stimmen. Aus dem wohl größten lebenden Sportler, Muhammad Ali, macht der Autor mal eben Mohammed Ali. Nur ein kleiner Faux pas ? Ich denke, nein. Denn so oberflächlich, wie Autor Hans Chr. Buch mit Namen umgeht, so oberflächlich geht er mit den politischen Ereignissen und Geschehnissen in Afrika um. Dazu kommen Sätze, die derart verschachtelt sind, dass sie am Ende nicht mehr den Sinn ergeben, den sie am Angang inhaltlich erzeugen sollten. Zwar weiß man immer, was Buch meint. Doch als Journalist sollte er in der Lage sein, dies den Leser nicht nur ahnen zu lassen. Darin liegt die Schwachstelle von Black Box Afrika. Kein Buch, eher ein Büchlein, welches recht oberflächlich abhandelt. Afrika light.Kein wirklich schlechtes Buch. Wer sich aber ernsthaft für Afrika, seine Menschen und die politischen Wirren interessiert, der greife besser zu Michael Birnbaum,Peter Scholl Latour oder Ryszard Kapuscinski.
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