Film:
Holland 1944,
nach dem ihr Versteck aufgeflogen und zerstört ist, versucht die jüdische Sängerin Rachel Stein ( Carice von Houten) nach Belgien zu entkommen. Auf dem Weg dorthin trifft sie auf ihre Verschollen gegangenen Eltern und ihrem Bruder. Leider gelingt die Flucht nicht und Rachel ist die einzige Überlebende und kann abermals entkommen.
Unter dem Decknamen Ellis de Vries schließt sie sich dem niederländisch Widerstand an. Als sie auf den charismatischen deutschen Offizier Müntze (Sebastian Koch), denn sie zufällig im Zug begegnet ist, angesetzt wird, beginnt für die junge Frau ein Katz und Maus Spiel. Das auch nach Beendigung des Krieges nicht enden will...
Technik:
- Sprachen: Deutsch, Englisch/Niederländisch in Dolby Digital 5.1
- Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
- ca. 140 min.
Extras:
- Interview mit Paul Verhoeven, Sebastian Koch, Carice von Houten, Christian Berkel und Waldemar Kobus
- Kinotrailer
Fazit:
Paul Verhoeven hat es durchaus geschafft einen Film zu inszenieren der mich zu unterhalten versteht. Leider kann er die Spannung die im laufe der Handlung aufgebaut wird nicht ganz bis zum ende tragen. Auch fällt auf, dass an gewissen Stellen des Films es zu Längen kommt und einige Ungereimtheiten hier und dort denn Filmgenuss schmälern. Dafür zeigen durchweg alle Darsteller eine ordentliche bis gute Leistung. Hervorzuheben ist hier besonders Carice von Houten die mit ihrem Können es ohne große Mühen schafft den Zuschauer für sich einzunehmen. Natürlich ist dies auch bis zu einem gewissen Grad den erotischen Szenen die sich Verhoeven, für die an natürliche Schönheit kaum zu übertroffene, van Houten zu zuschreiben. Sie ist in all ihren Szenen sehr präsent. Für einige Zuschauer sind die detaillierten Gewaltszenen und die gezeigten Nacktszenen nicht. Man merkt ihnen aber an, dass diese nicht nur zum Schauwert des Film beitragen sollten sondern eine klare Daseinsberechtigung innerhalb der Geschichte aufweisen. Ein durch und durch europäischer Film. Sehenswert.