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Black and Blue
 
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Black and Blue [Original Recording Remastered]

The Rolling Stones Audio CD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Biografie

Rolling Stones Remastered Serie

Über die Rolling Stones Remastered Serie

ABKCO Records (und Universal Music weltweit) brachten 1986 die ersten Compact Discs des Rolling Stones Katalogs heraus. Seit dem gab es viele Anfragen, diese Alben doch mit den jeweils neuesten Remaster-Techniken wieder zu veröffentlichen. Da es in den letzten Jahren jedoch keine wirklich bahnbrechenden Verbesserungen beim CD… Lesen Sie mehr im The Rolling Stones-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (8. Mai 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Original Recording Remastered
  • Label: Polydor (Universal)
  • ASIN: B001WCN23M
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.515 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Hot Stuff
2. Hand Of Fate
3. Cherry Oh Baby
4. Memory Motel
5. Hey Negrita
6. Melody
7. Fool To Cry
8. Crazy Mama

Produktbeschreibungen

ROLLING STONES BLACK & BLUE

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hot Stuff 24. März 2010
Von Toby Tambourine TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Nach Mick Taylors Kündigung nutzten die Rolling Stones die Aufnahmen zu diesem (fast ausschließlich in München aufgenommenen) Album Ende '74 bis Frühling '75 als Vorspieltermine u.a. für die Ersatzkandidaten Ron Wood, Wayne Perkins und Harvey Mandel, der durch Alben wie Canned Heats "Future Blues" und John Mayalls "Back to the Roots" in mein Gesichtsfeld rückte. Nachdem Rod Stewart die Faces verlassen hatte, war auch Ron Wood frei, um auf dem Cover von "Black and Blue" gleich als Bandneuzugang vorgestellt zu werden. Keith hat später gescherzt, diese Entscheidung habe mit Rons britischer Staatsangehörigkeit zu tun gehabt, und er mag als Persönlichkeit gut zu den Stones und vom Stil her gut zu Keith passen; die Musikalität und elegante Virtuosität eines Mick Taylor konnte er nicht ersetzen.

Hot Stuff und Hey Negrita (basierend auf einem Riff von Ron Wood) fallen in die Kategorie "Ich hab' nicht viel Geld, Mädel, aber lass die Hüften kreisen und tanz für mich!" Zum Tanzen gut, für viel mehr nicht - aber toll!

Vorläufiger Tiefpunkt nicht nur auf diesem Album, sondern in der ganzen Karriere der Stones ist für mich der kinderliedartige, flügellahme Reggae Cherry oh Baby, der dem ohnehin schon nicht aufregenden Original nichts Neues abringt, einer der wenigen Songs überhaupt, die ich bisweilen überspringe; da haben die Stones mit Ain't too proud to beg oder (Just my) Imagination in den 70ern weitaus überzeugender gecovert.

Das sacharinsüße Fool to cry - ausgerechnet die Singleauskopplung!- sollte wohl in die Erfolgskerbe von Angie hauen; Macho Mick kann aber als im Falsett singender Softie, der sich beim Weinen nach einer laaangen, harten Nacht im Büro von seiner Tochter auf dem Schoß trösten läßt, nicht wirklich überzeugen. Der Legende nach soll Keith bei dem Song auf der Bühne regelmäßig eingeschlafen sein; eine gesunde Reaktion.

Viel überzeugender ist für mich Melody Motel, der Höhepunkt auf dem Album, in dem Jagger von der Liebe unterwegs singt, und wie immer in seinen besten Songs scheint die Protagonistin nicht ganz frei erfunden zu sein.

In Melody und Crazy Mama ist Jagger der Jäger, in Hand of Fate der Outlaw auf der Flucht (wie Dylan in Romance in Durango auf "Desire"); die kontrollierte Stimmung läßt den Song nie ganz abheben, aber auch nicht langweilig werden. Crazy Mama ist ziemlich viel heiße Luft, das Duett mit Billy Preston im angejazzten Melody groovt launig.

Crazy Mama (halbe Minute), Fool to cry (ganze Minute) und Hot Stuff (zwei Minuten) erschienen über die Jahre (auf "Sucking in the 70s", "Jump back" oder "Forty Licks") als leicht bis stark gestraffte Edits, was vor allem Hot Stuff gut getan hat, das dadurch kompakter wurde. Anders als auf LP und den beiden CDs von '86 bzw. '95 erreicht Hot Stuff auf dem Remaster von 2009 erst nach drei Minuten das Lautstärkeniveau des Restalbums.

Als Stones-Platte mit der kleinsten Songanzahl (8) kam "Black and Blue" dank längerer Songs doch auf normale LP-Länge; trotz der genannten Mängel strahlt sie eine luftige Sorglosigkeit und Unbekümmertheit aus, die mich die Platte immer wieder gern auflegen läßt, besonders wenn mir sommerlich ist.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Riddim & Groove 27. April 2010
Von B. G.
Format:Audio CD
Black and Blue ist eines der meist geschmähten Rolling Stones-Alben überhaupt. Irgendwo auf der vermeintlichen Durststrecke zwischen Exile On Main St. und dem viel gepriesenen Some Girls spuckt die Band diesen 41-Minuten-Jam aus Funk, Rock und noch mehr Reggae aus, und selbst hartgesottene Anhänger rümpfen die Nase. Dabei war selten so viel attitüdefreie, beiläufige Lässigkeit wie auf dieser Platte.

Nach dem plötzlichen Ausstieg Mick Taylors Ende '74 hatte man die bereits angesetzten Aufnahmen für Black and Blue zu Auditions umfunktioniert, während derer die verbliebenen Bandmitglieder mit einer ganzen Reihe potentieller neuer Gitarristen die Zusammenarbeit probten. Das hierbei entstandene - erstaunlich flüssige - Album transportiert den (mutmaßlichen) Vibe dieser zusammengewürfelten Sessions. Im Gegensatz zu seinen teils aufwendig arrangierten Vorgängern Goats Head Soup und It's Only Rock 'n' Roll hat Black and Blue über weite Strecken nicht mehr als Jam-Charakter: Instrumentierung und Lyrics sind spärlich, Gesang ist manchmal mehr intuitive Einlassung, Exklamation oder Lautmalerei als getextete Narration, und die Mehrzahl der Stücke ('Hot Stuff', 'Cherry Oh Baby', 'Hey Negrita', 'Melody', 'Fool To Cry') sind eher ausgedehnte Grooves, fortlaufende Repetitionen und Variationen des einen Motivs, als voll ausgearbeitete, gebaute Songs. Aber genau hierin liegt der unprätentiöse Charme des Albums.

Vielleicht konnte der "Flirt" der Band mit Funk und Reggae ('Hot Stuff', 'Cherry Oh Baby', 'Hey Negrita'), Philly-Soul ('Fool To Cry') und Jazz ('Melody') nur in diesem losen Setting so gut geraten. Anders als manch stilistischer Ausflug auf dem ähnlich ungeliebten, ungleich dichter produzierten Undercover, klingt er nie ambitiös oder kalkulierend, sondern herrlich zurückgelehnt, spielerischen Instinkten nachgehend und so organisch, als wäre die Band auf jenen Terrains so naturwüchsig zuhause wie im staubig-spröden Rock à la Exile ('Hand Of Fate', 'Crazy Mama').

Und fast beiläufig schenkt man uns dann noch 'Memory Motel' - neben dem ebenfalls aus den Black and Blue-Sessions stammenden 'Worried About You' die vielleicht schönste Rolling Stones-Ballade der zweiten Reihe.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Memory Motel 25. Oktober 2011
Format:Audio CD
Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, wenn man ein Musikalbum das man schon seit einer halben Ewigkeit in seiner CD-Sammlung rumstehen hat, nochmal neu für sich entdecken kann!
"Black And Blue" (1976) war das Stones-Album,für das ich auf Anhieb keinerlei Sympathien aufbringen konnte. Die Stones, so dachte ich, seien damals auf ihrem musikalischen Tiefpunkt angelangt, vor allem nachdem ich solch geniale Rock'n'Roll Alben wie "Sticky Fingers" und "Exile on Main Street" kennengelernt hatte. Insgesamt klang es für mich wie eine verschwommene Botschaft aus dem Drogensumpf mit der ich nichts anfangen konnte. Apropos Sumpf, Orte wie New Orleans und Jamaica lieferten die Einflüsse. Der Albumtitel gibt den Ton an - in den späten Siebzigern dominierte "black music" die Musikwelt und der von Bob Marley und seinen Wailers propagierte Reggae galt als das Nonplusultra schlechthin. Die Rolling Stones, die sich dank Mick Jagger auch immer an den musikalischen Strömungen der jeweiligen Zeit orientierten, wollten da nicht hintenanstehen. So findet sich auf "Black And Blue" eine interessante Mischung aus für die Stones typischem geradlinigem Rock (Hand of Fate, Crazy Mama), melancholisch-nostalgischen Balladen (Memory Motel, Fool to Cry), für die damalige Zeit angesagtem Reggae (Hot Stuff, Cherry Oh Baby, Hey Negrita) und mit der "Melody" sogar einem bluesigen Jazz-Stück.
Auf "Black And Blue" verneigen sich die Stones vor der Musik der Schwarzen. Dieses Album kann man definitiv besser verstehen, wenn man zuvor schon mal mit Jazz, Blues und Reggae in Berührung kam - dann versteht man die Musik auf diesem Album zumindest auf emotionaler Ebene besser. "Memory Motel" war das Lied, das bei mir im Gedächtnis haften blieb. Mick und Keith wechseln sich hier beim Singen ab; es gehört für mich zu den schönsten Balladen, die die Stones je geschrieben haben, sowohl textlich als auch melodisch. Anfangs konnte ich mit diesem Album überhaupt nichts anfangen und ließ es in meiner CD-Sammlung einstauben. Das war ein Fehler, wie sich leider erst ein knappes Jahrzehnt später herausstellte. Das Albumcover ist in seiner Einfachheit auch ein Hingucker geworden, denn man wüsste zu gerne, was Songschreiber Keith Richards Frontmann Mick Jagger damals eingeflüstert hat...
Jetzt lassen sich die Stones in der 2009 klanglich aufgearbeiteten Remastered Version genießen, was bei diesem Album ein großer Vorteil ist. Ich möchte an dieser Stelle einfach mal die Prognose wagen, dass das vielseitige "Black And Blue" das am meisten unterschätzte Stones-Album ist!
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