Neuntes Studioalbum des amerikanischen Multi-Genies Lenny Kravitz, der sich bei den beiden Opener "Black and white america" und "Come on get it" auf seine alten Rockwurzeln besinnt, in einer aufregenden basslastigen Mischung aus Rock, Soul, Funk und einer fetten Prise Jazz, wie mann es schon seit 17 Jahren von ihm nicht mehr gehört hat. "Everything", ein Rocker wie er im Buche steht mit geilen Solo und das bass-groovige Jazz-Monster "Life ain't ever been better than it's now", das an James Brown und Prince erinnert, schlägt in die selbe Kerbe, leider endet diese Herrlichkeit, die an Lennys beste und kreativste Zeit 1989-1995 erinnert vorerst um den Mainstream und der Hitparade gerecht zu werden. Die erste Kommerz-Single-Auskoppelung "Rock star city life", die groovigen Soul-Balladen "Superlove", "The faith of a child", "I can't be without you", "Looking back on love" mit Mega-Keyboard-Solo, "Dream" und "Push" sind allesamt radiotauglich mit enormen Hit-Potential ausgestattet und weisen unverkennbar die geniale Handschrift des Maestros auf, in einer Qualität, die sich von seinen Vorgängeralben seit 1999 abhebt. Das restliche Song-Material ist austauschbar und eine Paralelle zu vielen schwächeren Vorgänger-Alben seit 1999. Übrig bleiben elf bärenstarke Rock/Soul-Nummern, die an den Karrierebeginn und die ersten vier genialen Mega-Studioalben des amerikanischen Ausnahmekönners erinnern, und eine Hoffnung für zukünftige Werke darstellen.