Es ist ein gemütliches, kuschliges fast-alles-ist-heile-Welt-Buch mit einem, wie mir es vorkommt, ziemlich überflüssigem Hausgeist. Die Atmosphäre erinnert stark an Rosamunde Pilcher – die starken Frauen mit der dramatischen oder auch traumatischen Vergangenheit, ihr Kraft, ihr Mut, ihr Selbstbewußtsein, das tolle Aussehen, die „geheimnisvolle“ Ausstrahlung und natürlich der Held, der tolle Kerl, gut aussehend mit starkem Charakter und noch weiteren, anbetungswürdigen Attributen. Eingebettet in eine wunderschöne Umgebung agieren die liebenswerten Hauptdarsteller und bieten dem Leser eine wonneweiche entspannte Lesezeit.
So gar nicht in die Szenerie paßt die Geisterfrau – denn, sollen Geister nicht zum gruseln sein? Diese ist es jedenfalls nicht. Sie wird einem beschrieben wie der Haus-und Hofhund, der seine skurrilen Macken hat. So ist diese Geisterfrau weder unheimlich noch sinnvoll?? Sie ist für die Story für mein Empfinden komplett überflüssig und wirkt völlig deplatziert. Ich war immer ganz irritiert, wenn wieder Geister-Passagen kamen.
Ein wirklich nettes Buch, eben viele extrem tolle Menschen mit tollen Geschichten, wie sie wohl im wirklichen Leben eher selten so gehäuft auftreten – aber für dieses Genre okay. Es macht Spaß und man kann es ohne großes Denken entspannt weg lesen. Ständig und nur könnte ich es nicht haben, ist doch ein bisschen viel weichgespülte Schaumwelt, aber hin und wieder ist es wirklich nett und so werde ich mir auch Band 2 der Trilogie noch genehmigen.