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Bitterzucker
 
 
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Bitterzucker [Broschiert]

Michael Ehrreich
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 112 Seiten
  • Verlag: edition riedenburg; Auflage: 2. (Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3950235744
  • ISBN-13: 978-3950235746
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 825.270 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Louis Seneks ist Typ-I-Diabetiker. Bislang hat er es aber nicht so genau mit dem Diabetes genommen. Genau an dem Tag, an dem er sein Computer-Projekt "Blackbird" der Firmenleitung präsentieren will, bricht er zusammen. Krankenhaus, Ärzte und Mitpatienten bestimmen von nun an sein Leben. Über seinen Helden Seneks führt uns der Autor weiter in die Welt der Hyperglykämie, des Nierenversagens, der Dialyse und schließlich in die der Transplantation. Atemberaubend, möchte man sagen - "ein ergreifendes Buch über die Macht des Schicksals" steht auf dem Cover. Besser wäre: "ein ergreifend geschriebenes Buch für alle, die einmal wissen möchten, was mit einem Diabetiker passieren kann, der ziemlich nachlässig mit seiner Krankheit umgeht". Unglaublich gut ist dieser Zusammenbruch beschrieben. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, ist spürbar - und dann gibt es kein Zurück mehr: Schlag auf Schlag folgt ein "Schicksalsschlag" dem anderen. Mit Röntgenblick analysiert Seneks seine Mitpatienten und verschont den Leser nicht mit Inneneinsichten: Wie es einem Menschen ergehen kann, der aus voller Leistungsfähigkeit in die Tiefe seiner Krankheit stürzt und nicht von Kollegen ein Stück weit mitgetragen wird, sondern sich selbst durchkämpfen muss. Auch die Problematik der langen Wartezeit auf die Transplantation kommt sehr gut rüber. Glück und Unglück dieser Transplantation liegen im Roman paritätisch nebeneinander. Angenehm ist jegliches Fehlen von Mission. Das Buch braucht es nicht - es bezieht seine Stärke aus der Macht der gewählten Worte, die zum virilen Louis Seneks wie die Faust aufs Auge passen. [...]Mit diesem Roman haben Ärzte endlich ein Buch zur Hand, das sie als leicht lesbare Lektüre all jenen Patienten empfehlen können, die als handfeste Diabetiker selbst nur "ein bisschen Zucker haben". Schenken könnte man es auch in der Diätberatung Tätigen, die immer noch nicht so ganz den Zusammenhang zwischen Kalium und Dialyse verstanden haben, wenn sie Dialysepatienten beispielsweise zum Würzen Diätaromat "ohne NaCl" empfehlen, obwohl es zu 90 Prozent aus Kaliumchlorid besteht. Und lesen sollte es sowieso jeder, der das bislang Berichtete interessant fand. --Dr. med. Mabuse 174, Juli/August 2008

Insuliner, Heft 83/2008

Die Voraussetzung für mein abendliches Schwarze-Schokolade-Ritual war denkbar schlecht: Der Besuch am Nachmittag hatte nach dem gemeinsamen BZ-Test das Tagebuch ausgepackt und den Wert sauber eingetragen mit der Bemerkung: "Das habe ich mir so angewöhnt." Da hatte die Ausrede mit dem Speicher in meinem Kopf keinen guten Stand. Als ich zwei Stunden später die ersten Seiten von BitterZucker durch den Kopf hatte, blieb mir schon das erste Stückchen dunkle Schokolade im Hals stecken. Wie kann ein Mensch mit sich und seinem Diabetes so umgehen, dass er nach vielen Tage mit einer Cola-Salzstangen-Kur kotzend zusammenbricht, mit geschwollenen Beinen, die ihm das Treppensteigen unmöglich machen? Und wer schützt mich als Leser und Diabetiker vor solchen Autoren? Die Fragen drehen meine Gedanken im Kreis und gehen an meine Nieren. Offensichtlich packt mich das Mitleid so sehr, dass ich nicht nur die Zeit vergesse, sondern auch überzeugt bin, dass diese einleitenden Sätze mindestens ein Viertel des Buches ausmachen. Als ich nachschaue, sind es gerade mal die ersten vier Seiten, die mich zornig machen auf den Autor, die mein nicht vorhandenes BZ-Protokoll als Damokles-Schwert bohrend in meinem Kopf schweben lassen und mich am nächsten Abend zur zweiten Lese-Odyssee zwingen. Am Ende des Buches angekommen sind Transplantation, Arbeits-, Beziehungs- und Wohnungswechsel mehr oder weniger gut geschafft. Allein das Lesen dieser 112 Seiten hinterlässt einen gallig-bitteren Geschmack - ohne das von einem Roman zu erwartende süße Leservergnügen. Die sprachliche Kunst ist es wohl, die den Leser bis zur letzten Seite treibt - mitleidend, wenn es um neuropathische und andere Schmerzen oder die Auseinandersetzung mit Behörden, Kollegen und Arbeitgeber geht; hoffend, wenn es sich um das Gelingen der Transplantation und eines beruflichen Neustarts handelt; parteiergreifend, wenn es Freunden und Eltern an Einfühlungsvermögen fehlt; unruhig zitternd bis zur letzten Seite, wenn es um die alltäglichen Unsicherheiten des Lebens geht, die hier nicht in einem romantisch besänftigenden Happy-End münden. Das erneut geschenkte Leben durch die Doppeltransplantation soll vielmehr normal und mit Dankbarkeit gegenüber dem Organspender weitergehen. [...] Langjährige Diabetiker wie ich haben offensichtlich keine Ängste, verstehen vielleicht zu viel oder doch falsch - oder können wegen ihrer Erblindung ein solches Buch nicht mehr lesen. Mein Magen macht Druck, mein Kopf blockiert, für meine Hände wird das dünne Buch schwer - ich leide mit. Das macht ein Buch spannend.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zur Sache, 21. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Bitterzucker (Broschiert)
Der Autor schreibt sachlich, die Stationen aufzählend, die Louis Seneks, der an Diabetes leidet, durchlebt. Den sachlichen Hintergrund legt schon der Untertitel "Diabetes-Dialyse-Transplantation" nahe. Das Buch ist jedoch mehr als nur ein die Sache "Diabetes" und die Stationen bis zur Transplantation abhandelnder Text. Der Text erzählt, und damit lässt er den Leser, die Leserin teilhaben an einer - so ist es mir ergangen - bisher fremden Welt (übrigens ein mir wichtiges Merkmal für gute Literatur, dass dem Leser/der Leserin eine neue Welt eröffnet wird/zugänglich gemacht wird). Und achten Sie auch auf die Ironie und den Witz im Buch, die literarischen und mythologischen Verweise ... Da ist vieles drinnen, was das Buch wert macht, gelesen zu werden. Es informiert über eine Sache, die Sache "Diabetes", auf die noch immer beste Art und Weise, indem es dazu eine Geschichte erzählt. Ich wünsche ihm viele Leser/Leserinnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen eine andere Welt, 23. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Bitterzucker (Broschiert)
Das Buch erzählt die Geschichte eines Diabetikers und von seinem Kampf, trotz der mit der Krankheit einhergehenden gesundheitlichen Probleme, ein normales Arbeits- und Beziehungsleben zu führen. Der Leser wird mit einer Welt konfrontiert, die man als gesunder Mensch meist nicht wahrnimmt. Dabei verschwimmt in der Darstellungsweise die Realwelt immer wieder mit einer Traumwelt voller mythologischer Bezüge, die den Leser zunehmend in Bann zieht. Es gelingt dem Autor, die Handlung in so anschaulicher Weise darzustellen, dass teilweise der Eindruck entsteht, der Autor habe autobiografische Elemente eingebracht. Schade dass Louis Seneks in dieser schweren Situation nicht einmal richtige Freunde hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dem Schicksal trotzen, 4. Februar 2008
Von 
Anubis (Weißenborn, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Bitterzucker (Broschiert)
Der Untertitel scheint anzukündigen, dass hier medizinische Themen um Diabetes mellitus und die Behandlung von dessen Folgeschäden dargestellt werden. Tatsächlich geht es in dem Büchlein um diese chronische Krankheit, aber nicht aus ärztlicher Sicht, sondern der Titel deutet die Stationen an, die ein junger Mann im Verlaufe seiner Erkrankung durchleben muss. Bei seinem Bestreben, trotz der körperlichen Beschwerden seine berufliche Ziele zu verwirklichen und normale partnerschaftliche Beziehungen zu pflegen, sieht er sich mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert, die er nicht erwartet hatte. Der Leser wird bei der Lektüre in das Geschehen hineingezogen und erkennt - besonders wenn er schon selbst Folgen von Über- oder Unterzuckerung erlebt hat - Ärzte, Krankenpfleger und Nachtschwestern ebenso wie Arbeitskollegen und Behörden wieder, als bildete dieser Roman die Aufzeichnung der eigenen Erlebnisse. Die Geschichte bildet zugleich eine eindringliche Mahnung, Symptome zu Beginn dieser Krankheit nicht zu ignorieren oder zu verdrängen, sondern sie rechtzeitig angemessen ärztlich zu behandeln.
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