Dritter Band der Serie um die Londoner Sidhe Fae Genny.
Der erste Band war recht kongruent und nachvollziehbar, beim zweiten wurde dies dann bereits schwieriger und jetzt hat sich die Autorin nochmals gesteigert.
Die einzige reinrassige Sidhe Fae von London, nämlich Genevieve Natalja Zacharinova, Genny, hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Recht und Ordnung in der paranormalen Community einzustehen. So wird sie auch dieses Mal von ihrem bei der paranormalen Polizei tätigen Kollegen Hugh hinzugezogen, als eine Leiche aufgefunden wird. Obwohl dessen Chefin, die Hexe Helen Craine, sie hasst und stark behindert, bringt sie ihre Fähigkeiten und ihr Wissen bei der Aufklärung des Falles ein. Der aktuelle Fast-Freund und Chef von Genny ist der Ex-Ehemann von Helen, aber hinter der Animosität muss mehr stecken.
Seit 80 Jahren ist die Fruchtbarkeit unter den Fae durch den Fluch der Sidhe-Königin Cliona behindert. Genny soll der Schlüssel zur Lösung des Problems sein, indem sie ein Kind gebärt. Jeder Fae will der Vater sein, was ihre Existenz zum Spiessrutenlaufen bringt.
Immer wieder lässt sich Malik in der Geschichte blicken, der Traum-Vampir, der mit Genny ein sehr zwiespältiges Hass-Liebe-Verhältnis hat.
Schade hat es kein Glossar, es wäre einfacher, der verzwickten Geschichte zu folgen. So wiederholen sich Beschreibungen, man muss gewisse Passagen zweimal lesen, bis man drauskommt, das ist manchmal ermüdend. Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Genny geschrieben, doch oft konnte ich ihren Beweggründen nicht folgen, sie wirkt auf mich unlogisch und ziemlich irre, Gefühle waren oft nicht nachvollziehbar. Alles ist sehr ausschweifend, aber irgendwie doch zuwenig. Das Potential der guten Geschichte wurde leider nicht ausgeschöpft.