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Bitterfelder Bogen: Ein Bericht
 
 

Bitterfelder Bogen: Ein Bericht [Kindle Edition]

Monika Maron
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

»Vielleicht kennen ja sogar die Ostdeutschen ihre eigenen Erfolgsgeschichten zu wenig, um stolz auf sie und sich selbst zu sein.«

Monika Maron erzählt vom Aufbruch einiger Kreuzberger Solar-Enthusiasten in die Sachsen-Anhaltinische Provinz, wo sie eine Solarzellenfabrik mit vierzig Arbeitsplätzen bauen wollen. Die Verwirklichung ihres Traums verändert eine ganze Region. 30 Jahre nach dem Roman ›Flugasche‹ fährt Monika Maron erneut nach Bitterfeld und erzählt die Geschichte des ›Solar Valley‹.

Über den Autor

Monika Maron, geb. am 3.6. 1941, studierte Theaterwissenschaft und versuchte sich danach als Regieassistentin und Reporterin. Ab 1976 arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Ostberlin. Zwischen 1976-78 wurde ihr eine konspirative Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR nachgesagt. 1988 verließ sie die DDR und lebte bis 1992 in Hamburg, später wieder in Berlin. 1992 wurde sie mit dem Kleist-Preis, 2003 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 2009 mit dem Literaturpreis der Stadt Mainz geehrt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
einhundertsiebenundsechzig 16. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
...Seiten Text in gut lesbarer Schriftgröße und ordentlichem Zeilenabstand.

Das Buch hat mich nicht begeistert. Ich hatte mir dabei mehr erhofft, mehr Inhalt, mehr Stil auch etwas Lokalpatriotismus von Ihr. Inhaltlich schrammt Maron immer wieder an den interessanten Fakten vorbei. Zwar wird die Geschichte von der Filmfabrik über AGFA, ORWO, Wuseltronik, Chemiepark Preiss-Daimler, Foto-Porst, Q-cells erzählt, aber die chronologische Ordnung bleibt auf der Strecke. Kapiteltrennung bekommt kaum einen Sinn und offenbar daher auch keinen Titel.

Auf der siebenundneuzigsten Seite wird es endlich etwas technisch. Hier wird ein Teil der Solarmodulherstellung beschrieben. Eine Textseite weiter endet dieser Diskurs mit "[...] merke ich, dass meine Aufnahmefähigkeit für all diese unverständlichen Prozesse allmählich erschöpft ist.". Eine der ärgerlichsten Textpassagen für mich.

Beschreibungen des Bürogebäudes und Bitterfelder Bogens werden mit unpassenden Fotografien untermalt. Die beschriebenen Orte sind jedenfalls nicht zu sehen. Die Fotos verdeutlichen lediglich, dass der Bericht einen tristen/melancholischen Grundton hat. Man sieht einfache Schnappschüsse, die nicht zum Text passen.

Was mir immer wieder auffiel war, dass Zahlen grundzätzlich als Wort geschrieben waren. Das lässt sich schwerer lesen und verstehen. Die Fakten (Zahlen) übergeht man so beim Lesen leicht. (deswegen habe ich diese Überschrift gewählt)

Fazit: Da das Buch etwas Gründergeschichte von Q-cells und Geschichte Bitterfelds enthält, ist es für einige Leser durchaus wichtig. Aber richtiger Lesespaß kommt nicht wirklich auf - für Kurzweil gibt es bessere Literatur
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als Monika Maron mit ihrem Roman "Flugasche" 1981 in der DDR debütierte, ein Buch, in dem sie Bitterfeld als die schmutzigste Stadt Europas" beschrieb, und die Umweltsünden und ihre Folgen für die Beschäftigten der Bitterfelder Industrie und der Anwohner schilderte, avancierte sie nicht nur bald zu einer der auch im Westen beliebtesten Schriftstellerinnen der DDR, sondern auch zu einer der schärfsten Kritikerinnen, die 1988 in die BRD übersiedelte und seit 1993 wieder in Berlin lebt.

Nun, fast 30 Jahre später, zwanzig sind es her, seit die Mauer fiel und damit auch die Bitterfelder Industriekomplexe zusammen brachen, legt sie erneut, illustriert mit vielen Fotos ihres Sohns Jonas Maron, ein Buch vor über Bitterfeld: "Bitterfelder Bogen" nennt sie ihren "Bericht" über einen Ort und eine Landschaft, die nicht wieder zu erkennen ist.

Obwohl sich die kurzen Texte lesen wie eine Liebeserklärung an eine wieder erstandene Kulturlandschaft, verzichtet Monika Maron bei aller Begeisterung darüber, was aus der zerstörten Landschaft geworden ist, auf jegliches Pathos. Ihr Ton bleibt regelrecht nüchtern, wenn sie schildert, wie aus einer von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Stadt durch die Solarzellenindustrie eine Polis mit Hoffnung auf die Zukunft geworden ist.

In einem seltsamen Kontrast zu den Texten der Mutter allerdings stehen die Bilder ihres Sohnes Jonas, die einen Eindruck hinterlassen, als sei es noch lange hin, bis aus Bitterfeld nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort, sondern auch ein wirklicher Platz zum Wohnen und Wohlfühlen geworden ist.

Voller Bewunderung ist die Autorin über den Erfolgsweg von einigen linken Ökotüftlern, die noch vor der Wende eine Firma mit dem Namen Q-Cells gründeten und heute die größten Solarzellenproduzenten der Welt sind. Mit viel Empathie verfolgt sie die Geschichte dieser Firma, die für den Aufstieg Bitterfeld zu einer "grünen" Stadt verantwortlich zeichnet.

Christoph Schröder nannte das Buch in der FR einen "Therapieversuch gegen den von den Medien produzierten ostdeutschen Selbsthass". Das mag sein. Es ist jedenfalls ein schönes Buch, das Hoffnung ausstrahlt.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Steffen
Format:Gebundene Ausgabe
Nun habe ich das Buch gekauft... Schade ums Geld, kann man nur sagen. Das Buch ist sehr klein mit wenig Text, man kann es in 3 Stunden lesen. Die Bilder, auf der Titelseite angekündigt, als wären sie etwas besonderes, sind eine glatte Frechheit. Maron ist dafür in Bitterfeld-Wolfen auch sehr kritisiert worden. Sie zeigen Bitterfeld und Umgebung als tristen, primitiven Ort.

Marons Recherche muß von der ganz billigen Sorte gewesen sein, an vielen Textstellen merkt man, daß sie von Webseiten abgeschrieben hat. Das merkt man z. B. an der Stelle, wo sie die Firmenchronik von MABA Spezialmaschinen GmbH fast wörtlich zitiert. Außerdem hat sie echte, sehr auffällige Fehler im Buch. Gleich auf den ersten Seiten zum Beispiel: Da schreibt sie "Hohenweißig", der Ort heißt aber Holzweißig. Und dann erst: Sie schreibt, in Wolfen habe man nichts vom Zweiten Weltkrieg gemerkt, "nur ein Waggon sei auf dem Bahnhof explodiert". Das ist eine glatte Lüge, denn Wolfen wurden von den Amerikanern in mehreren Tagen erkämpft, es gab dabei viele Tote und die Filmfabrik wurde schwer verwüstet. Das kann man ohne weiteres im Internet nachlesen, nicht mal das hat Maron hingekriegt.

Insgesamt ist es ein flapsiger "Erzählstil", äußerst subjektiv und ungenau. Wenn man die Gegend kennt, ärgert man sich von Seite zu Seite, es ist unglaublich. Letztendlich ist Marons Story nichts weiter als ein merkwürdig verquirlter und unkonzentrierter Bericht über die erfolgreichen Solar-Pioniere, die ja bekanntlich keine Bitterfelder und keine Thalheimer sind, sondern erfolgreiche "Wessis". Die Bitterfelder kommen in dem Buch nicht gut weg, es ist eine glatte Beleidigung.

Auch das Deutsch ist schlecht, das würde man keinem Schüler im Deutschunterricht durchgehen lassen. Maron schreibt noch nicht einmal ganze Sätze...

Bloß nicht kaufen, es ist wirklich schade ums Geld. Es ist auch eine Beleidigung für Bitterfeld.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Was Richtiges machen
Monika Maron schlug 2009 ihren persönlichen Bitterfelder Bogen zu ihrem 1981er Debüt "Flugasche" und gab dem so entstandenen Buch den entsprechenden Titel. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von dreamjastie veröffentlicht
Hätte man mehr draus machen können ...
Der Ansatz als Bericht/Reportage ist ja gut gedacht. Aber nicht sonderlich gut gelöst. Es geht ja um Entwicklung; der Menschen, der Verhältnisse. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. September 2009 von Bernd Pfeuffer
Uninspiriertes Geschreibsel
Eigentlich würde ich gerne nur einen halben Stern - für das Thema des Buches - vergeben, aber das geht leider nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2009 von Olaf Mahlkow
Ein Beispiel dafür, dass sich Dinge zu Positiven wenden...
Die von mir sehr geschätzte Schriftstellerin Marion Maron war zu Zeiten der DDR Reporterin einer Berliner Zeitung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2009 von Helga König
Von 'Ach Glück' zu 'Oh Glück'!
"Oh große Ränder an meiner Zukunft Hut." So endet Monika Maron letzter Roman 'Ach Glück'. Der Blick der Heldin zurück mündet in einen Neuanfang. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juli 2009 von Stella Edel
Ein anderes Bild vom deutschen Osten
Monika Maron ist ein packender Bericht über die Entwicklung einer Region aus der persönlichen Motivation einzelner Menschen heraus gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juli 2009 von Lesewurm
Eine Erfolgsstory der besonderren Art
Wer noch, wenn auch nur ansatzweise, Monika Marons Roman "Flugasche" im Gedächtnis hat, wird interessiert zum neuen Buch der Autorin "Bitterfelder Bogen" greifen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2009 von Günter Nawe "Herodot"
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