Habe bislang alle Bücher von Caroline Llewlyn gelesen. Von "Die verborgene Geschichte" und "Frau im Labyrinth" war ich restlos begeistert, doch bereits mit "Ein trügerisches Bild" und schließlich mit "Die Galerie" zeigte sie, dass sich immer die gleichen Klischess (junge, attraktive Frau in Gefahrensituation, attraktiver junger Mann, der Sie nach anfänglichem Zögern ihrerseits erobert und vor dem bösen Buben rettet) wiederholen. Was als Bettlektüre dann dennoch ganz unterhaltsam war, ist nun bei "Bitterer Wein" zum Ende hin nur noch enttäuschend. Man gewinnt den Eindruck, als habe Ms. Llewlyn plötzlich einen dringenden Abgabetermin gehabt und so ihr Buch schnellstens fertigstellen müssen. Es bleiben einige, voher recht ausführlich geschilderte Figuren, z.B. Ruth, die Mutetr der Protagonistin, (wird einfach in die Stadt geschickt und taucht mit keinem Wort erwähnt, nicht mal zum Happy-End wieder auf) und ihr Freund, völlig auf der Strecke, das Gut/Böse-Schema ist einfach zu eindeutig und aus einer tödlichen Gefahr wird innerhalb von knapp 10 Seiten Friede, Freude ... Hochzeitsglocken. Eigentlich Schade, nachdem die Autorin mit ihren ersten Romanen so vielversprechend angefangen hatte!