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am 10. August 2014
Das Künstlerpaar Harry und Robin lebt einige Zeit mit seinem Sohn Dillon in Tanger. Bis eines Tages ein Erdbeben alles zerstört: Harry hat Dillon alleine im Haus gelassen, als dieses einstürzt und das Kind unter sich begräbt. Harry wird mit seiner Schuld, das Kind im Stich gelassen zu haben, nicht fertig und steigert sich in die Fantasie, sein Sohn könnte noch leben.
Jahre später lebt das Paar wieder im heimatlichen Dublin, als Harry seinen Sohn plötzlich auf der Straße sieht. ...

Abwechselnd verfolgen wir die Suche des Vaters nach dem verschollenen Sohn aus der Sicht von Harry und von Robin. Für Harry ist es real, dass er seinen Sohn gesehen hat und ihn nun suchen muss, während Robin sich Sorgen macht, dass Harry - psychisch nach wie vor instabil - sich in Fantasien verliert und einem Zusammenbruch nahe ist.

Nach und nach kommen wir den tatsächlichen Ereignissen auf die Spur, bittere Lügen werden aufgedeckt, der Roman steuert dem Showdown zu.

Ein überaus spannender, gut konstruierter Psycho-Thriller. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Realitäten von Harry und Robin machen die Geschichte besonders interessant und wendungsreich.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Dezember 2015
Inhalt:
Harry und Robin leben mit ihrem dreijährigen Sohn Dillon in Tanger, Marokko. Das kleine Familienglück liegt in Scherben, als ihr Haus bei einem Erdbeben einstürzt. Der schlafende Dillon war allein im Haus, seine Leiche konnte jedoch nie geborgen werden. Die Eltern versuchen in ihrer Heimat Dublin einen Neuanfang. Doch Harry leidet sehr unter dem Verlust seines Kindes und kann sich mit dessen Tod nicht abfinden. Fünf Jahre später meint er, in Dublin Dillon zu sehen. Weder Polizei noch Robin nehmen ihn ernst.

Meine Meinung:
Größtenteils erleben wir die Geschichte aus zwei Perspektiven, nämlich der von Harry und der von Robin, die sich kapitelweise abwechseln. Am Ende kommt auch noch eine dritte Person zu Wort, die eine wichtige Rolle spielt, was dem Leser aber erst dann bewusst wird.

Hinter dem Pseudonym Karen Perry verbirgt sich das Autorenduo Karen Gillece und Paul Perry. Zusammen haben sie es geschafft, sowohl die weibliche als auch die männliche Sicht- und Verhaltensweisen plausibel darzustellen. Denn Harry und Robin gehen mit derselben Situation ganz anders um. Die Autoren wecken beim Leser Verständnis für beide.

Anfangs fand ich den Roman zwar ganz interessant, aber etwas langatmig. Die Einführung der Protagonisten und des Plots war mir einerseits zu ausschweifend, andererseits aber nicht tiefgründig genug. Statt oberflächlicher Beschreibungen hätte ich mir gewünscht, dass die Autoren etwas mehr in die Tiefe gehen. Auch mehr Emotionen hätten angesichts der Thematik nicht geschadet.

In der zweiten Romanhälfte nimmt die Handlung aber definitiv an Fahrt auf. Hier passiert so viel. Es kommen immer mehr Lügen ans Licht, sodass man schon bald das Gefühl bekommt, dass das einfach nicht mehr gutgehen kann, dass man auf eine Katastrophe zusteuert. Das hat mir richtig gut gefallen, wie sich das so nach und nach für den Leser entwickelt. Es wird immer spannender. Man bekommt immer mehr Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche. Und auch wenn man das Verhalten der ein oder anderen Person als falsch empfindet, kann man doch nachvollziehen, warum so gehandelt wird, je mehr sich das Geflecht der Lügen zusammenzieht.

Fazit:
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich „Bittere Lügen“ schließlich doch stark fesseln und für sich einnehmen. Ein Spannungsroman, der den größten Albtraum aller Eltern beschreibt.
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am 28. April 2014
Das dubliner Autorenduo KAREN Gillece und Paul PERRY entlieh ihrem Unisono-Geschöpf jeweils einen Namensbestandteil für diesen Roman, der mich mit Ankündigungen, wie "Spannungshighlight aus Irland" oder "fesselndes Psychodrama" lockte. Auf dieses Herkunftsland springen meine Sinne ohnehin so euphorisch an, wie die der Fliegen auf die Farbe gelb!

Rund vierhundert Seiten später bleibe ich etwas ratlos bezüglich meiner Empfehlung. Die Idee hinter der Story gefiel mir, weil sie neu und anders ist. Der Leser leidet mit dem jungen Künstlerpaar Robin und Harry, das unter tragischen und dubiosen Umständen in Marokko ihren dreijährigen Sohn Dillon verlor. Bei der Erzählung, die Gegenwart und Rückblicke verknüpft, wechseln Ich-Perspektiven beider Elternteile und bilden einzelne Kapitel, die mit dem Namen des Erzählenden übertitelt sind. Da ich (erfreulicherweise) nicht an einer Identitätsstörung leide, bereitete mir das Lesen gerade dieser Wechsel-Passagen Unwohlsein. Ich verfüge über ausreichend Fantasie und Empathie, mir schon aus EINER Sicht tragische Ereignisse vorstellen und ansatzweise mitfühlen zu können. Die stetigen Wiederholungen, wie nun genau die Gefühle über die Protagonisten hereinbrechen, hatten alsbald den Effekt eines zu lange gekauten Kaugummis: Der anfänglich aromatische Geschmack wird bei jeder Umdrehung fader! Bei jedem Sichtwechsel muss sich der Leser auf die andere Person einlassen, just wenn er glaubt, den Partner verstanden zu haben - das schafft nicht Nähe, sondern unerwünschte Distanz.

Das Handlungsgerüst fällt (psychogrammtypisch) auch eher mager aus - der Roman wird fast ausschließlich von den wechselnden Empfindungen getragen. Als sich dann endlich eine Erklärung, eine Lösung nähert, die erklärt, was es mit dem todgeglaubten Dillon für eine Bewandtnis hat, den Harry fünf Jahre später in Dublin zu sehen glaubt, wird diese Chance für einen Thrill verschenkt und so episch breit und vorhersagbar zelebriert, dass die spannungsgeladene Luft mit leisem pffffff ... entweicht. Dass schlussendlich (ich kann es leider nicht präzisieren, ohne den Inhalt zu verraten) dann noch eine dritte Perspektive (diese aber in "der dritten Person" erzählt) hinzukommt, und dass über die vielleicht überraschende Wendung der gelungenen Finalidee hinaus geplaudert und regelrecht zerredet werden musste, fand ich unnötig und schade!

Die Absicht unterschiedlicher echter Menschen, unterschiedliche erfundene in einem Roman berichten zu lassen ist grundsätzlich nicht neu und kann gelingen. In meinen Augen ist es hier möglicherweise deshalb nicht erfolgreich, weil die Geschichte nicht flüssig läuft und mich nicht richtig packen konnte. Verderben viele Köche doch den Brei?
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am 10. November 2014
okay - die Story als solche ist zwar relativ gut - aber:
es ist soviel nebensächliches dabei, dass ich irgendwann nach den ersten 150 Seiten dann oft nur noch quergelesen habe.
Der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblick, sowohl wie der ständige Wechsel der Erzählung aus der Ich-Perspektive beider Elternteile - machen das ganze so richtig "zähflüssig" und sonderlich spannend ist das ganze leider eh schon nicht. Die Geschichte beginnt zwar rasant, versandet dann aber immer mehr.
So nach dem Motto: "Mal sehen, ob wir denn aus diesem Buch nicht noch knapp 100 Seiten mehr rausquetschen können als eigentlich nötig".Sehr spannend war das ganze dann wirklich nicht mehr.
Hinzu kommt - zumindest für mein Empfindenn - dass eigentlich alle Personen mehr oder weniger regelrecht unsympathisch sind. Harry, der schon sehr gerne "bechert", Robin die auch ihre Leiche im Keller hat, oder die diversen Freunde des Ehepaars .............. nein, ich bin mit keinem "warm" geworden.

Es gibt sicherlich schlechtere Bücher, aber unbedingt empfehlenswert fand ich dieses Buch nicht.

Eigentlich lese ist sehr viel und habe dann manchmal auch so ein leicht schlechtes Gewissen, da ich eigentlich nie positive Bewertungen abgebe.
Da ich aber die meisten Bücher, die ich lese, auch wirklich gut finde, spare ich mir dann die Rezensionen. Aber wenn ich dann von einem Buch so richtig enttäuscht bin, habe ich wohl immer das Bedürfnis, andere Leser ein bisschen zu warnen - entscheiden muss dann eh jeder selbst.
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am 18. April 2014
"Bittere Lügen" durfte ich für Crimethrill vorablesen und da ich den Klappentext wirklich herausragend fand, lag es auch nicht lange auf meinem SUB, da es mich regelrecht dazu drängte den Thriller zu lesen. Ich war wirklich fasziniert von der Story und habe das Buch an einem Tag regelrecht verschlungen. Es wird über den Alptraum aller Eltern berichtet, dem Tod des geliebten Kindes, welches das Ehepaar erst einmal in einen tiefen Abgrund stürzt. Wer will es ihnen verübeln? Ein Erdbeben in Tanger / Marokko zerstört alles was Harry und Robin lieb und teuer war. Ich habe das Buch als sehr schmerzhaft empfunden, schon alleine dadurch, das beide, sowohl Robin als auch Harry ihre Trauer verbergen wollen um dem anderen nicht noch mehr Schmerz zuzufügen, dennoch wäre es an mancher Stelle besser gewesen offen miteinander zu reden und sich nicht im Schmerz zu vergraben. Auch wenn das Buch über einige Längen verfügt bis es dann endlich zum großen Showdown kommt, harrte ich aus und wurde zum Ende hin wirklich überrascht über die Menge an Emotionen die sich dem Leser offenbaren wird. Die Lügen, die sich offenbaren sind tatsächlich bitter und machen mich wirklich sprachlos. Als Vielleserin vermutete ich, schon alles irgendwie auf die eine oder andere Art zu kennen, aber "Bittere Lügen" konnte selbst mich überraschen. Nicht unbedingt Höchstspannung, dafür aber echter Psychothrill vom Feinsten. Ich glaube, das dieser Thriller Eltern ganz besonders berühren wird und manchmal auch regelrecht sauer macht, durch Harrys Handeln Dillon gegenüber, aber dennoch ist der Verlust eines Kindes etwas was Eltern wahnsinnig machen wird vor Trauer und Schmerz. Dadurch das wir kapitelweise Robin und Harry begleiten wird das Lesen flüssig und lässt uns intensiv ihre Gedanken und Gefühle spüren. Der Thriller wirkt dadurch zuerst wie eine Lebensgeschichte, die sich letztendlich dann doch noch zu einem Thriller entfaltet. Wir begegnen hier echten Wahnsinn und werden von einer Menge Emotionen regelrecht überschwemmt. Der Titel "Bittere Lügen" passt meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge, denn "The Innocent Sleep" (Der unschuldige Schlaf) wie der Thriller im Original heißt, ist nicht gleich schlüssig, sondern nur Teil der Story. Auch sehr gut gewählt, aber die Story ist definitiv auf Lügen aufgebaut, die nicht unbedingt überraschen, da es zu offensichtlich ist, dennoch hauen sie mich zum Ende regelrecht um. Es ist für mich immer wieder verwunderlich was Menschen zu tun bereit sind ohne an den Schmerz anderer zu denken. Auch wenn mir ein Happy End fehlte, bin ich vom Ausgang des Thrillers recht zufrieden gestellt und kann daher auch eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausgeben an einen Thriller, den ich anders erwartet hätte, aber dadurch wirklich genießen konnte, weil er mich tatsächlich überraschen konnte.
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am 18. Juli 2014
Der kleine Dillon wird bei einem Erdbeben in Tanger verschüttet, aber nie aus den Trümmern des eingestürzten Hauses geborgen. Sein Vater, der ihn kurz allein gelassen hatte, steigert sich in den Gedanken hinein, dass er noch leben könnte und meint tatsächlich, ihn nach fünf Jahren entdeckt zu haben: auf einer Demo in Dublin, wohin seine Frau und er nach dem schrecklichen Vorfall zurückgekehrt sind.

Abwechselnd kommen die Eltern Harry und Robin zu Wort. So kann man als Leser die unterschiedlichen Lebenseinstellungen und Verarbeitungsmechanismen nachvollziehen. Harry ist Maler und gestaltet im Abstand von jeweils einem halben Jahr ein Porträt von Dillon, wie er ihn sich inzwischen vorstellt. Robin hat nach der Rückkehr nach Dublin ein Architekturstudium absolviert und scheint den Verlust viel besser verarbeitet zu haben. Sie erhofft sich einen Neubeginn und leidet sehr an Harrys „Uneinsichtigkeit“.

Diese Geschichte lässt sehr tief in die menschliche Psyche blicken und zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten umgehen. Wobei der Verlust eines Kindes Eltern wohl immer traumatisiert. Dass zwei Autoren (Karen Gillece und Paul Kerry) an diesem Buch gearbeitet haben, tut ihm sehr gut. So werden beide Seiten geschlechtsspezifisch betrachtet.

Zu Beginn des Buches werden die Personen mit ihren Eigenarten an manchen Stellen noch etwas langatmig eingeführt, doch je weiter ich als Leserin vordrang, desto stärker bannte mich die Geschichte. Denn nach und nach kommt der Titel zum Tragen: „Bittere Lügen“. Ein Buch, das zu lesen sich lohnt!
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am 12. September 2014
Beschreibung:

Es gibt kaum etwas schlimmeres, als sein Kind zu verlieren. Und genau das geschieht Harry und Robin. Bei einem Erdbeben kommt ihr dreijähriger Sohn Dillon ums Leben. Jahrelang kämpfen die Beiden mit dem Verlust und müssen mit ihren Gefühlen klar kommen – bis Harry meint, seinen Sohn in Dublin gesehen zu haben. Auch wenn ihm keiner glauben mag, nicht mal seine eigene Frau, setzt er Himmel und Hölle in Bewegung um Dillon zu finden und wird mit einer Wahrheit konfrontiert, mit der er niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich schon fast magisch in seinen Bann gezogen. Für Intrigen, grausame Wahrheiten und spannende Verläufe bin ich immer zu haben. Doch leider wurde ich dahingehend ein wenig enttäuscht. Die Charaktere sind gut beschrieben, sodass ich mir gut vorstellen konnte, wie sich das Ehepaar fühlen muss. Die Emotionen wurden sehr gut transportiert und waren im Endeffekt der Grund, wieso ich das Buch immer weiter gelesen habe.
Die beiden Sichtweisen haben gemischte Gefühle in mir hervorgerufen. Man erkennt sehr gut, dass Menschen unterschiedlich mit einem Verlust umgehen. Und nicht unbedingt für jeden nachvollziehbar ist.

Schon sehr früh habe ich mit der "Auflösung" gerechnet. Es läuft alles auf dieses Ergebnis hinaus und hält somit keine großen Überraschungen mehr parat. Letztendlich kommen zwar noch hier und da ein paar Details hinzu, mit denen ich als Leser nicht gerechnet habe, aber der große Showdown und die spannenden Wendungen blieben leider aus.

Fazit:

Eine Idee, welche leider nicht so spannungsreich umgesetzt wurde, wie ich es mir durch den Klappentext erhofft habe. Der klare und flüssige Schreibstil haben mich die Seiten sehr schnell weg lesen lassen. Die emotionale Seite und die Charaktere an sich haben mir allerdings gut gefallen, sodass ich dem Buch 3 Sterne gebe.
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am 5. Mai 2014
Die Geschichte:
Robin und Harry sind ein glückliches junges Paar und sie leben als Künstler in Tanger / Marokko. Eines Tages erschüttert ein verheerendes Erdbeben die Stadt und ausgerechnet in diesen Minuten hat Harry seinen Sohn alleine zu Hause gelassen. Der kleine Dillon wird nie gefunden und die Eltern bleiben mit ihrem Schmerz zurück.
Fünf Jahre später leben Harry und Robin wieder in ihrer Heimat Irland in einem renovierungsbedürftigen Haus, das Robin geerbt hat. Harry ist immer noch als Künstler tätig, Robin hat sich weitergebildet und ist nun als Architektin beschäftigt.
Es steht schlecht um Irlands Finanzen und die Bevölkerung demonstriert auf den Straßen. Inmitten einer solchen Menschenansammlung sieht Harry eines Tages eine Frau mit einem Jungen, den er für seinen toten Sohn Dillon hält. Er ist besessen von der Überzeugung, dass Dillon lebt und er tut alles, um dies zu beweisen. Aber er hält seine Entdeckung vorerst noch geheim.
Robin hat indes ganz andere Sorgen und Harrys seltsames Verhalten und Verschlossenheit machen sie traurig und wütend zugleich. Ausgerechnet während der Familien-Weihnachtsfeier eskaliert die Situation und das Unglück nimmt seinen Lauf…

Meine Meinung:
Das Buch ist in relativ kurze Kapitel unterteilt, die jeweils mit dem Namen einer Person überschrieben sind. Anfangs wechselt die Erzählperspektive zwischen Robin und Harry.
Durch die wechselnden Sichtweisen kommt es natürlich manchmal zu Wiederholungen in der Erzählung, aber andererseits sorgt die Abwechslung auch für so manchen Cliffhanger am Ende der Kapitel.
Mindestens 100 Seiten lang konnte mich das Buch noch nicht so wirklich fesseln. Es wird sehr viel aus der Vergangenheit erzählt, die Story wird fundiert aufgebaut. Die Spannung setzt aber erst später ein. Ziemlich genau ab der Hälfte des Buches kann man sich schon vieles zusammenreimen, wenn man aufmerksam gelesen hat. Ich lag mit meinen Vermutungen am Ende fast richtig, aber einige Überraschungen gab es doch noch, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist übrigens sehr schön zu lesen, flüssig und ohne Längen. Charaktere und Schauplätze wirken lebendig und realistisch. Trotz der guten Ausarbeitung der Protagonisten konnte ich mit ihnen nicht so richtig mitfühlen. Vielleicht lag es an der wechselnden Erzählweise, vielleicht auch daran, dass Harry nicht gerade als Sympathieträger dargestellt wird.
Die Story ist gut durchdacht und mit ein bisschen Fantasie sogar größtenteils in der Realität vorstellbar. Das Ende konnte noch mit einigen überraschenden Wendungen überzeugen, wobei ich den letzten Absatz nicht mehr gebraucht hätte. Die Gefühlswelt von Robin und Harry, die Verwirrungen, aber auch Lügen, Betrug und belastende Geheimnisse bilden einen Großteil der Geschichte.

Fazit:
Ein durchaus unterhaltsamer Psychothriller, bei dem ich allerdings die Story größtenteils vorhersagen konnte und der leider am Anfang sehr viele Seiten verstreichen lässt, bis die Spannung endlich einsetzt. Trotzdem gute 3,5 Sterne für dieses Buch und eine Leseempfehlung für alle, die die psychologischen Aspekte schätzen.
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am 24. August 2015
Bittere Lügen
Herausgeber ist FISCHER Scherz; Auflage: 1 (24. April 2014) und es hat 400 Seiten.
Kurzinhalt: Man hat ihnen das Liebste genommen.
Aber was, wenn es die Wahrheit, die sie kannten, so nie gab?
In Sekundenbruchteilen liegt ihr Leben in Schutt und Asche. Harry und Robin haben bei einem schrecklichen Erdbeben ihren dreijährigen Sohn Dillon verloren. Auch fünf Jahre später überschattet der unfassbare Verlust, das Gefühl der Ohnmacht und Schuld jede Minute ihres Zusammenlebens. Bis zu dem kalten Wintertag, als Harry denkt, Dillon in Dublin auf der Straße gesehen zu haben. Seither ist er von dem Gedanken besessen, dass sein Sohn noch leben könnte. Und er ist bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. Mit unvorstellbaren Folgen …
Meine Meinung: Ich brauchte mal ein Buch zwischendurch, was ich schon lange in meinem SUB liegen hatte und da habe ich mir dieses ausgesucht. Und nach 25 Seiten war ich schon so vertieft in das Buch, dass ich wissen wollte, wie es nun weitergeht. Auch wenn die Handlung am Anfang nur so dahin plätschert, ist das Ende dafür umso besser und aufreibender. Die beiden Hauptprotagonisten sind auch sehr sympathisch, man kann richtig mit ihnen mitleiden und man versteht auch deren Hintergründe, warum sie manche Dinge so machen. Die Erzählung wird in zwei Stränge erzählt und leider wird auch vieles wiederholt, denn es wird einmal von der Sicht von Harry und einmal aus der Sicht von Robin erzählt. Und da wird auch vieles überschnitten und noch einmal erzählt, aber dadurch bleibt es auch länger im Gedächtnis. Aber leider bleibt auch die Spannung deswegen ein wenig auf der Strecke, denn es kommt einem vor, als hätte man alles schon mal gelesen, denn die Wiederholungen sind sehr zahlreich. Aber dafür wird die menschliche Psyche sehr gut beleuchtet und man sehr viel nach empfinden.
Mein Fazit: Ein sehr emotionales Psychodrama, was am Anfang ein wenig langatmig zu lesen ist, aber dafür am Ende an Spannung aufbaut. Wer auf menschliche Dramen steht, ist mit diesem Buch sehr gut bedient und ich vergebe 4 Sterne
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am 16. Mai 2014
Harry und Robin leben mit ihrem 3-jährigen Sohn Dillon in Tanger. Plötzlich erschüttert ein Erdbeben die Stadt. Ein Erdbeben das nicht ohne Folgen verläuft. Denn Dillon ist in der Nacht, in dem verschütteten Haus ums Leben gekommen. Er ist tot, jedoch wird seine Leiche niemals gefunden.

Harry lagt sich seit dem mit starken Schuldzuweisungen. In der Nacht des Erdbebens hat er Dillon kurzzeitig allein im Haus gelassen. Robin war an dem Abend in der Bar arbeiten.

Harry fängt an zu trinken und betäubt sich mit Drogen um den Verlust seines Sohnes zu Verarbeiten. Robin hingegen geht damit anders um, fast abgeklärt. Immer wieder bildet Harry sich ein Dillon gesehen zu haben und muss schließlich in eine Klinik. Geheilt scheint er aber nicht zu sein. Wieder behauptet er, seinen Sohn auf einer Demo gesehen zu haben, an der Hand einer Frau.

Diesmal geht er der Sache auf den Grund, allein, ohne seiner Frau davon zu erzählen. Die Ehe von Robin und Harry steht mittlerweile kurz vor dem Aus. Und Harry`s Recherchen scheinen Früchte zu tragen. Auf dem Überwachungsvideo der Demo, erkennt er Dillon mit der Frau, die er gesehen hat. Jedoch ist es wirklich sein Sohn???

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Harry und Robin erzählt. Außerdem wird der Leser direkt angesprochen, was ich sehr gut fand. Dabei fühlte man sich in die Geschichte mit einbezogen. Man könnte sagen, das die Story wie eine Achterbahnfahrt verläuft. Mal geht es steil bergauf, und dann wieder stark nach unten. Die letzten Kapitel des Buches nehmen allerdings sehr viel Fahrt auf. Ich persönlich hab die letzten Kapitel nur so weg gelesen. Das Ende könnte darauf schließen lassen, das es einen weiteren Teil gibt. Ansonsten ist der Schluss schwer zu interpretieren.

Sollte es einen zweiten Teil geben würde ich mich sehr drauf freuen und ihn auf jeden Fall lesen. Wer auf Psychodramen steht sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
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