- Bei Aprikosenkernen handelt es sich um die Steine der gleichnamigen Frucht. Ähnlich wie es bei Mandeln der Fall ist, muss auch hierbei zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden werden, denn es gibt sowohl süße als auch bittere Aprikosenkerne. Während die süßliche Art aus den Zuchtsorten der Aprikosen stammt, die als Obst im Handel angeboten werden, reifen bittere Aprikosenkerne in Wildaprikosen heran, die einen deutlich säuerlicheren Geschmack aufweisen. Ebenso unterscheiden sie sich von den süßen Kernen auch hinsichtlich der Form, denn im Unterschied zu diesen sind sie nicht länglich, sondern gedrungener geformt. Differenzen hinsichtlich der Farbe können hingegen nicht festgestellt werden, denn generell gibt es sowohl hellere als auch dunklere Kerne.
- Die Anbaugebiete der Wildaprikosen liegen in den klimatisch warmen Ländern Zentralasiens und in der Türkei. Geerntet werden sie und damit auch bittere Aprikosenkerne im Sommer, wobei die Haupterntezeit im Juli liegt, wenn die Früchte ihre vollkommene Reife erreicht haben. Die Aprikosen werden halbiert und entkernt, so dass die Aprikosenkerne herausgenommen, separiert und anschließend getrocknet werden können. Um den inneren Aprikosenkern, die Aprikosenmandel, die später auch verzehrt werden kann, zu gewinnen, müssen die Kerne im Anschluss geknackt werden. Durch das sorgfältige, handverlesene Knacken der Kerne wird dabei sicher gestellt, dass eine möglichst geringe Anzahl an Schalen- und Bruchteilen mit in die Verzehrware gelangt.
- Verzehrt werden können bittere Aprikosenkerne vor allem als Kerne selbst, wie es auch bei Mandeln der Fall ist. Der Nährstoffgehalt der bitteren Aprikosenkerne zeichnet sich vor allem durch eine Vielzahl an Mineralien und Aminosäuren sowie Vitaminen aus. Dazu zählen unter anderem Magnesium, Phosphor und Kalium sowie Jod, Zink, Kupfer oder auch Mangan und Eisen. Enthalten ist in den Aprikosenkernen aber auch besonders viel Vitamin B 17, das ebenso unter dem Namen Amygdalin bekannt ist. Dieses setzt beim Verdauungsvorgang die für den Körper giftige Blausäure frei. Daher sollte nicht zu viel B17 am Tag konsumiert und die empfohlene Höchstmenge nicht überschritten werden, um einen zu hohen Gehalt an Vitamin B 17 im Körper zu vermeiden.

