Ich kaufte mir diese LP 1964, ich war 16 Jahre alt. Diese Platte hat nach über 40 Jahren bei mir nichts von ihren Stellenwert verloren und ich höre sie immer noch regelmäßig. Ich behaupte das man bei dieser Platte nicht unbedingt ein Cash Fan sein muss um sie zu mögen. Ok, mit der Geschichte der Indianer Nordamerikas sollte man schon etwas am Hut haben, zumindest dann, wenn man an den Texten Gefallen finden will. Ich weiß nicht ob es die beste Cash Platte überhaupt ist, zumindest gehört sie dazu. Musikalisch eher sparsam instrumentiert ist sie eigentlich nicht wirklich einzuordnen. In erster Linie lebt sie von der Stimme Cashs, viele Lieder eher im Sprechgesang vorgetragen. In einer Zeit wo die Beatgruppen doch eher belangloses Zeug sangen, stellt er sich hin und tritt für die Indianer ein. Zumindest politisch machte er sich da sicher keine Freunde und ebenso sicher war ihm das auch egal. So ist er halt, der John Ray Cash. Für alle die ihn für immer und ewig auf "Ring of Fire" und "I walk the Line" reduziert hatten, sicher eine neue Erfahrung und für alle die etwas ausergewöhnliche Musik lieben schlichtweg eine Bereicherung.