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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2000
Der weibliche Unterleib auf dem Schutzumschlag sowie der "wunderbar zarte" Name der Herausgeberin Susanne Rehlein haben Rezensentin Kristina Maidt-Zinke mehr Eindruck gemacht, als die ganze erotische Anthologie. Mit ironischem Unterton ist deshalb wohl immer nur von "Frau Rehlein" die Rede, während die einzelnen Autoren korrekt mit Vor- und Nachnamen genannt sind. Der "Leseeffekt" der meisten Texte ist für die Rezensentin "entschieden anti-erotisch" und mit milder Häme präsentiert sie uns ein paar verbalerotische Kostproben der "sogenannten Grass-Enkel-Generation". Soll heißen: was das Orten von Geschmacksgrenzen und Gürtellinien betrifft, haben die Autoren und Autorinnen wohl das ein oder andere Orientierungsproblem. Ja, und wer Texte "mit echtem Erregungswert" suche, würde doch eher bei den Urgroßvätern als bei den Enkeln fündig.
© Perlentaucher Medien GmbH
Der weibliche Unterleib auf dem Schutzumschlag sowie der "wunderbar zarte" Name der Herausgeberin Susanne Rehlein haben Rezensentin Kristina Maidt-Zinke mehr Eindruck gemacht, als die ganze erotische Anthologie. Mit ironischem Unterton ist deshalb wohl immer nur von "Frau Rehlein" die Rede, während die einzelnen Autoren korrekt mit Vor- und Nachnamen genannt sind. Der "Leseeffekt" der meisten Texte ist für die Rezensentin "entschieden anti-erotisch" und mit milder Häme präsentiert sie uns ein paar verbalerotische Kostproben der "sogenannten Grass-Enkel-Generation". Soll heißen: was das Orten von Geschmacksgrenzen und Gürtellinien betrifft, haben die Autoren und Autorinnen wohl das ein oder andere Orientierungsproblem. Ja, und wer Texte "mit echtem Erregungswert" suche, würde doch eher bei den Urgroßvätern als bei den Enkeln fündig.
© Perlentaucher Medien GmbH
Kurzbeschreibung
Mit Karen Duve, Georg Kleine, Julia Franck, Tanja Langer, Christoph Peters, Katrin Röggla, Steffen Kopetzki, Marcus Braun, Kathrin Schmidt und vielen anderen hat sich in den letzten Jahren eine neue Generation in die Öffentlichkeit geschrieben, selbstbewusst, respektlos und intelligent.
Die Creme der jungen deutschen Literatur hat für Bitte streicheln Sie hier... erotische Geschichten geliefert. Ob Karen Duve einen universitären Hörsaal in einen Sklavenmarkt in Tanger verwandelt, bei Georg Klein Mizzis Zunge untergründige Verwirrung auslöst oder Julia Franck einen höchst vieldeutigen Bewerbungsbrief auf die Post befördert - diese Geschichten loten das Genre aus, sind sinnlich und haben dennoch doppelten Boden.
Die Creme der jungen deutschen Literatur hat für Bitte streicheln Sie hier... erotische Geschichten geliefert. Ob Karen Duve einen universitären Hörsaal in einen Sklavenmarkt in Tanger verwandelt, bei Georg Klein Mizzis Zunge untergründige Verwirrung auslöst oder Julia Franck einen höchst vieldeutigen Bewerbungsbrief auf die Post befördert - diese Geschichten loten das Genre aus, sind sinnlich und haben dennoch doppelten Boden.
Über den Autor
Susann Rehlein, geboren 1971 in Leipzig, lebte in Heidelberg und Moskau. Seit 1994 als Journalistin und freie Lektorin in Berlin. Buchveröffentlichungen.