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Bitte sagen Sie jetzt nichts...: Gespräche Gebundene Ausgabe – 16. September 2011

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2. (16. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067879
  • ISBN-13: 978-3257067873
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 200.302 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Loriot, eigentlich Vicco von Bülow, geboren 1923 in Brandenburg, wuchs in Berlin auf und lebte zuletzt am Starnberger See. Er studierte Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule. Seine humoristischen Arbeiten in ›Stern‹, ›Weltbild‹ und ›Quick‹ machten ihn berühmt. Er wirkte als Autor, Regisseur und Darsteller in ›Ödipussi‹ und ›Pappa ante portas‹, zwei der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien, und war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Loriot starb 2011.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gospelsinger TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 18. September 2011
Am 17.09.2011 fand in Brandenburg die Gedenkfeier für den am 22.08.2011 gestorbenen Vicco von Bülow, alias Loriot, statt. Das war daher genau der richtige Tag, die gerade erschienene Sammlung von Gesprächen mit Loriot zu lesen.
Und das machte natürlich sehr viel Spaß. Zum Beispiel, wenn Loriot wagnerleidenschaftlich den Marcel-Proust-Fragebogen ausfüllt, oder von seinem Erstaunen berichtet, dass die Berliner Philharmoniker wirklich so gespielt haben, wie er dirigierte.
Wie profund Loriots Innenansicht der deutschen Gesellschaft war, sieht man an einem Interview, das er im Jahr 1986 dem Südwestrundfunk gegeben hat. Es ging dabei um das gerade neu eingeführte Privatfernsehen, und Loriots Befürchtung, 'dass die Unterhaltung dadurch nicht besser, sondern nur breitgewalzt wird', ist leider ebenso eingetroffen wie seine Einschätzung, 'dass man einen entsetzlichen Fehler gemacht hat, den man nicht wiedergutmachen kann.' Ach, hätte man doch auf ihn gehört!
Es muss wirklich Spaß gemacht haben, Loriot zu interviewen. Freundlich gab er Auskunft, auch wenn die gleichen Fragen zum x-ten Male gestellt wurden. Er redet über sein Verhältnis zu Preußen, seinen Vater, seine Großmutter, sein Verhältnis zu Sport und zu Wagner, über den deutschen Humor, die Arbeit an den Sketchen und Kinofilmen, seinen Arzt, und vieles mehr. Und natürlich fehlen auch die uns allen bekannten Kultfiguren und die geflügelten Worte 'Mooment' und 'Ach was' nicht.
Ein schönes Büchlein für alle Loriot-Fans. Also für uns alle.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Simone am 28. Februar 2012
Kann man Loriot lesen? Muss man Loriot nicht sehen?
Es gibt ja wirklich nicht viele Werke, für die ich das Fernseh-Format jedem anderen vorziehen würde, aber dieses hier: Loriot in Form von schwarzen Buchstaben auf weißem Grund - kann das überhaupt funktionieren? Ich bin mehr als skeptisch, als ich das Buch aufschlage. Und dann passiert es doch: Ich lese in den Interviews, die Loriot Journalisten im Laufe seines Lebens gegeben hat, und sehe ihn vor mir. Ich lese seine Antworten und höre dabei seine Stimme, wie er freundlich, höflich, in gewählten Worten klitzekleine Gemeinheiten von sich gibt. Ich sehe sogar, wie er dazu mit den Augen zwinkert. Und wie er leicht die Stirn runzelt, wenn er nervös wird.
Das Phänomen Loriot existiert als Fernsehunterhaltung, seit ich denken kann. Ich habe es so verinnerlicht, dass ich sogar in der Lage bin, Interviews von 1968 zu lesen (da musste aber eine Verlagspraktikantin verdammt tief im Archiv graben). Manches ist sogar ganz nett. Zum Beispiel, wenn Vicco von Bülow auf die Frage, auf welche Seite seines Ruhmes er verzichten könne, antwortet: Auf Interviews wie dieses hier." Und natürlich erfährt man, wenn man möchte, einiges aus seinem Leben und gelegentlich Gedanken zu gesellschaftlichen und politischen Themen, die aber meistens knapp ausfallen, weil Loriot von Berufs wegen gerne auf den Punkt kommt und keine überflüssigen Wörter spricht.
Aber den Küchen-Fragebogen von Wolfram Siebeck aus der ZEIT von Oktober 1999, wo Loriot versucht, in 26 Antworten möglichst wenig über sein Ess- und Kochverhalten preiszugeben (was ihm gelingt) - brauchen wir den heute wirklich noch?
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Buchvorleser VINE-PRODUKTTESTER am 25. September 2011
Nein, Vicco von Bülow kann nun leider nichts mehr sagen, er starb am 22. August 2011 im Alter von 87 Jahren und das bei seinem Hausverlag Diogenes erschienene Buch "Bitte sagen Sie jetzt nichts" ist unweigerlich zum Vermächtnis des großen Humoristen Loriot geworden, wie sich der in Brandenburg Geborene als Künstler nannte.

Und noch ein Vermächtnis ist dieses Buch, es ist mit Gesprächen und Interviews von Loriot gefüllt, die der Gründer und langjährige Herausgeber des Diogenes Verlages, Daniel Keel, ausgewählt hatte. Nicht mal einen Monat nach Loriot ist nun auch dieser große Bücherfreund gestorben, dessen Maxime es war, nur Bücher zu veröffentlichen, die ihm auch selber gefallen. Und als damals vor gut 50 Jahren kein deutscher Verlag Loriot unter Vertrag nehmen wollt war es Daniel Keel mit seinem Diogenes Verlag, der Loriot eine künstlerische Heimat gab, die Loriot bis zuletzt nicht verlassen hat.

In den Gesprächen und Interviews des Buches, die über die letzten 40 Jahre entstanden, kann man den sympathischen und wortgewandten Künstler Loriot als Menschen kennen lernen, erfährt vieles über seine Jugend, den verhassten Kriegsdienst, die prägende Anwesenheit des Vaters, seine ersten Berührungspunkte mit der Kunst, seinen Weg über den Karikaturisten, Sketchschreiber, Regisseur, Schauspieler und Opernliebhaber, der nicht nur Opern von seinem geliebten Wagner und anderen bekannten Komponisten inszenierte sondern auch einmal das aufregende Vergnügen hatte, die Berliner Philharmoniker zu dirigieren. Und die haben genau das gemacht, was dem Taktstock des Meisters entsprang!
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