Alice Miller bat mich, diese Rezension weiterzuleiten:
Dieses faszinierende Buch kann vielen Menschen helfen, dank den eindrucksvollen Beispielen, ihr Leben besser zu verstehen und sich selbst zu helfen. Es kann auch, wie die Ärzte-Zeitung.de zum Glück bezeugt, den aufgeschlossenen Ärzten helfen, die Symptome ihrer Patienten wirksamer zu beheben und über die heute immer noch gängige "Erziehungs"-Praxis zu reflektieren.
Unter ihren vielen, stark berührenden Beispielen zeigt Anke Diehlmann einen Asthma-Kranken, der sehr darüber unglücklich war, dass er nicht aufhören konnte, seine beiden kleinen Söhne zu schlagen. In einer langen Sitzung gelang es ihm, dank der Empathie seiner Ärztin, die Erinnerungen an seinen extrem sadistischen, bedrohlichen Vater mit starken Gefühlen zu erleben, worauf sowohl die Asthma-Anfälle als auch die Wutausbrüche gegen seine Kinder aufhörten. Das tönt wie ein Wunder oder Zauberei, ist es aber keineswegs, denn diesem Ereignis liegt ein Naturgesetz zugrunde, das besagt, dass starke verdrängte Gefühle das Funktionieren des Körpers beeinflussen und die Vitalität des Patienten blockieren können. Auf diesem Gesetz beruht auch mein Therapiekonzept.
Es gibt heute sehr viele Menschen, die an Ängsten, Depressionen, Eßstörungen leiden und nicht die geringste Ahnung davon haben, dass die Verdrängung der in der Kindheit erlittenen Qualen auf ihren Körper wirkt. Ihre Briefe an meine Webseite zeigten mir, wie hilfreich, ja erlösend es für sie war, sich gegen erlittene Grausamkeit endlich aufzulehnen und aufzuhören, sich dafür zu beschuldigen, was andere getan haben. Da mein Therapiekonzept genau von dieser Erkenntnis ausgeht, leuchtet mir die praktische Arbeit von Anke Diehlmann vollkommen ein. Es bleibt zu hoffen, dass ihr Buch eine zahlreiche Leserschaft erreicht, zum wohl vieler Eltern und ihrer Kinder, die vergeblich diese Information in der Fachliteratur suchen.