Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Psycho-Kauderwelsch, 21. März 2008
Um es vorab zu sagen, das Buch macht zunächst einen recht spannenden Eindruck und ist auch mit Tempo geschrieben.
ABER: die Erwartung, dass man hier mal einer Odontologie-Expertin für Bissverletzungen über die Schulter schauen kann (wie z. B. einer Kay Scarpetta oder Tempe Brennan) wird mitnichten erfüllt. Statt interessanter populärwissenschaftlich aufbereiteter Spurensuche bei einem Serienmord folgt man hier der völlig verkorksten Hauptfigur durch den ganzen Roman bei ihrer Suche nach der eigenen Vergangenheit. Dabei konzentriert sich die ganze Sache ausschließlich auf ihre zwei Fragen: "Wurde ich als Kind sexuell missbraucht?" "Und von wem?". Hierfür wird dann das ganze alte Psycho-Horrorkabinett von so genannten unterdrückten Erinnerungen, Verdrängungen und dissoziativen Störungen aufgefahren. Damit kann man vielleicht immer noch in Amerika punkten, dem Land, in dem man sich schaudernd an den höchst umstrittenen Multiplen Persönlichkeiten ergötzt, aber ansonsten ist das kalter Kaffee, dass sich hier sogar eine ganze Truppe von Dissoziativen zusammengeschlossen haben soll. Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung werden Erinnerungen nicht unterdrückt, sondern der Leidtragende erinnert sich leider nur allzu gut an das Trauma.
Die Geschichte gerät schließlich immer mehr aus den Fugen, eine Unwahrscheinlichkeit reiht sich an die andere, was zunehmend nervt. Und gegen Ende werden die Szenen nur noch durch unnötige Brutalität getragen. Die Aufklärung des Serienmords wirkt dann auch noch total konstruiert und spielt letztlich ebenso wenig eine Rolle wie zuvor schon im ganzen Buch. Der Abschluss der Geschichte ist mäßig.
Immerhin ein Sternchen mehr gibt es, weil der Schreibstil nicht komplett mies ist (wenn auch die Übersetzung bisweilen hinkt) und der Autor sich ausdrücklich gegen sexuellen Missbrauch engagiert zeigt. Aber der Inhalt der Geschichte ist einfach unglaubwürdig und nicht lesenswert!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wirklich krass! , 26. Januar 2007
Eines der krassesten Bücher, das ich jemals gelesen habe. Das sensible Thema Kindesmissbrauch wird hier sehr gut, aber auch sehr ungeschönt aufgearbeitet. Alles eingearbeitet in aktuelle Mordfälle, geschickt verwoben. Die Lebensgeschichte der Hauptfigur ist extrem heftig, die Kommunikation mit ihrem früheren Peiniger wirklich harte Kost.
Dennoch: Gut geschrieben, sehr sensibel ein unfassbares Thema angepackt, klare Charaktere. Ich konnte es auf den letzten 200 Seiten nicht mehr aus der Hand legen!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ich könnte mich auch wohin beissen weil ich das Hörbuch kaufte, 5. Februar 2009
Ich möchte ausdrücklich nicht das Buch bewerten, denn das habe ich nicht gelesen. Was das Hörbuch angeht betrifft meine größte Kritik die Sprecherin. Solange sie Frauen sprach war sie erträglich, doch kaum dass sie zum ersten mal Shawn ihre Stimme lieh, bekam ich eine Gänsehaut. Mir schauderte aufrichtig, denn ich konnte die knarzige Stimme, für einen Mann der in Saft und Kraft stehen soll nicht akzeptieren. Es klang als würde ein etwa neunzigjähriger Dauerraucher seine letzten Sätze ausspucken.
Der Inhalt des Hörbuches hätte allgemein etwas hergegeben, allerdings empfand ich für keine einzige Person Sympathie, daher litt ich mit niemanden und konnte mich nicht im Geringsten identifizieren. Und genau das muß ein guter Autor erreichen.
Die vollkommen gestörte Hauptakteurin ging mir nach kurzer Zeit tierisch auf den Geist. Alkoholikerin, Nervenbündel und Schwanger auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ein Genie, sportlich ohne Ende, erfolgreich, erfolgreich, erfolgreich. Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich ihr mancherorts gerne ein Pflaster über den Mund geklebt und die Selbstbeweihräucherung auf 50 Prozent heruntergeschraubt.
Bis zum Ende kam nichts in diesem Hörbuch für mich überraschend.
Und nun der absolute Minuspunkt: Ein sich immer wiederholender Satz. Pausenlos! Nein, ich werde ihn hier nicht nennen, sonst bekomme ich sogar beim schreiben noch einen Schreikrampf. Hat man ihn erst tausendmal gehört, kann man ihn nicht mehr ungestraft über die Lippen oder Finger bekommen. Aber jeder der dieses Buch gelesen, oder gehört hat wird wissen auf was ich anspiele.
Alles in allem ziehe ich diesen Schluß aus dem Gehörten: Einmal ist mehr als genug und vom Kauf dieses oder eines anderen Buches des Autors bin ich abgeschreckt worden.
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