Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Film halten soll. Er verwirrt mich, da ich ihn weder gut, noch schlecht nennen kann. Ich kann ja noch nicht einmal sagen, das er Durchschnitt oder einfach nur erträglich ist...
Mir fiel beim Sehen viel Negatives auf: Das einige Szenen gekünstelt und flach wirkten. Es fehlte an Überzeugung und Tiefgang. Die ganze Geschichte lief sehr schnell ab (teilweise viel zu schnell und oberflächlich), ohne dass ich eine wirkliche Bindung zu den Figuren aufbauen konnte. Was die Charaktere dieser Geschichte nicht wissen konnten, wussten wohl die Schauspieler und haben leider manchmal auch dementsprechend gespielt (Die ‚Zusammenkunft' im SM Bay...). Der Ablauf war für meinen Geschmack etwas zu durcheinander gewürfelt, obwohl zum Schluss klar wurde, dass dies nötig war, um der Geschichte die nötige Überraschung und Tücke zu verleihen. Wieder andere Szenen und dargestellte Ereignisse waren völlig überflüssig und verwirrend. Diese hätte man entweder ganz weglassen oder zumindest kürzen können, da sie für den Inhalt des Films irrelevant waren. Die großen Zeitsprünge waren etwas holprig, und haben mich aus der Bahn geworfen. Eben noch hat Sam Jet zum Essen eingeladen (wobei auch erst am Ende klar wird, warum er ihn eigentlich angesprochen hat), und in der nächsten Szene war er schon ein duzent Mal bei seinen Eltern und galt als sein bester Freund. Wenn Kana schon hin und wieder im Off erklärte und aufklärte, so hätte sie das hier auch machen können... obwohl selbst Kana ein sehr undurchsichtiger Charakter war, den man nicht wirklich einordnen konnte.
Auch Sam kam sehr zwiespältig rüber. Man wurde aus ihm nicht schlau, und das im leider negativem Sinne. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass er in ein und demselben Film manchmal richtig, manchmal völlig ‚Out of Character' dargestellt wurde.
Zwei/drei Mal kam es vor, dass kurz gesprochen wurde, aber keine Untertitel erschienen. In der nächsten Szene wurde dann zwar klar, worum es wohl gegangen war, dennoch wären die Untertitel hilfreich gewesen.
Man muss bei diesem Film sehr aufmerksam sein, damit einem der Zug nicht vor der Nase abfährt. Vielleicht ist es aber auch das, was ihn im Endeffekt so interessant macht. Weil man gezwungen wird aufmerksam zu sein, damit Neugierde erfüllt und Fragen beantwortet werden.
Was der Film erzählt, ist, dass jede Liebe, egal wie kurz oder lang sie andauert, etwas besonderes ist. Das sie seltsame Wege beschreiten kann, ist nichts Ungewöhnliches, dass sie tragische Wege beschreiten kann auch nicht. In diesem Film wird ein etwas seltsamer, und sehr tragischer Weg geschildert, der auch nahe bringt, wie wichtig die Selbstsicht ist und wie weit sie einen bringen kann.
Diese Geschichte fühlt sich beim Ansehen fremd und irrational an, und am Ende hinterlässt sie ein Gefühl, das man nicht richtig beschreiben kann. Etwas wie Leere, Unverständnis, Mitleid und Verwirrung.
Man kann sich nicht wirklich in diese Geschichte hineinversetzen, man kann sich ihr aber auch nicht entziehen. Man muss über diesen Film nachdenken und kann ihn nicht als schlecht verwerfen, weil er das einfach nicht ist. Man kann ihn aber auch nicht hoch loben, da dazu zuviel Negatives geboten wird. Er ist einfach etwas Besonderes - und das kann man sagen, ohne ihn richtig einordnen zu können.