Astrid jobbt als Fahrradkurier in London und treibt scheinbar locker und lässig durch's Leben. Sie lebt in einer chaotischen WG, in der die unterschiedlichsten Typen und Charaktere zu finden sind, und genießt ihr Leben und ihre Unabhängigkeit.
Eines Tages ereignet sich der bislang so gefürchtete und fast schon erwartete, da überfällige, Unfall: eine Nachbarin reißt ihre Autotür auf und Astrid knallt mit ihrem Rad dagegen.
Kurz danach wird die Unfallverursacherin ermordet aufgefunden. Damit nimmt eine für Astrid alptraumhafte Mordserie ihren Anfang, da alle Opfer kurz zuvor mit der Protagonistin in Verbindung gestanden haben, was seitens der Ermittler einen Zusammenhang mit Astrid erahnen lässt. Die WG-Mitglieder geraten ins Visier der Ermittler und die ohnehin schon gespannte Atmosphäre beginnt schließlich zu eskalieren und das Zusammenleben in der WG zerfällt schnell von einer verschworenen Gemeinschaft in vereinzelte, verängstigte und argwöhnische Individuen.
Sehr interessant ist der Perspektivenwechsel in der zweiten Hälfte des Buches: Man erlebt nun die bisher erzählte Geschichte aus der Perspektive des - noch ungenannten - Mörders. Ein geschickter Kunstgriff, da erst dadurch eine rückblickende Motivkette vom Täter selbst erklärt wird, die sich dem Leser sonst nicht erschlossen hätte.
Für den Leser beginnt nun das große Rätselraten: Wer verbirgt sich unter der Tarnkappe des liebenswerten, netten Mitbewohners?
Das Buch ist kurzweilig, spannend geschrieben und gut konstruiert; die Charaktere der Protagonisten sind interessant und lebendig gezeichnet.
Ein Krimi vom Feinsten!