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Der Film: Filmemacher Roman Teufel zeigt die ungewöhnliche Reise des Weltenbummlers und Künstlers Richard W. Allgaier durch Westafrika, bis zur Wiege der menschlichen Zivilisation.
Die beeindruckenden Bildern werden in tagebuchartiger Monologform kommentiert, zumeist sprechen die großartigen Aufnahmen - etwa jene unendlich scheinenden Wüstenlandschaften - aber ohnehin für sich.
Die HD-DVD: Die HD-DVD kommt in der typischen roten Slim-Case daher, Booklet oder Werbematerial liegen nicht bei. Nach dem Copyrighthinweis gelangt man auch schon ins nicht animierte Menü.
Das Bild: Wer schon länger auf der Suche nach HD-Demomaterial für skeptische Freundeskreise ist, dem sei Bis zum Anfang der Welt - Spurensuche in Afrika zumindest als bildtechnische Referenz empfohlen. Wenn nach nur wenigen Minuten ein kunterbunter Marktplatz zum Zentrum des Geschehens wird, wird dem einen oder anderen High-Definition-Verweigerer schon mal die Kinnlade nach unten klappen. Das Bild ist durch die Bank knackscharf und die Farben leuchten, dass es eine echte Freude ist. Das von DVDs gewohnte (mehr oder weniger starke) Hintergrundrauschen, ist wie weggefegt. Dropouts oder sonstige Bildfehler? Ebenfalls Fehlanzeige! Für die Adleraugen unter euch: 60Hz-Ruckeln fällt durch die vielen langsamen Kameraschwenks (z.B. bei Minute 11:50 zu bemerken) etwas stärker ins Gewicht, als es bei den bislang gesichteten Spielfilmtiteln der Fall war.
Der Ton: Genrebedingt regiert wie zu erwarten unspektakuläre Frontlastigkeit. Die Dolby-Digital-5.1-Tonspur klingt sehr sauber, zumeist aus dem Centerkanal, die landestypische Musik verteilt sich schon mal auf die Surrounds.
Fazit: Die Doku selbst wird wohl nur einen kleinen Interessentenkreis an Gattungsanhängern und Afrikaliebhabern ansprechen. Gerade für diese wäre zumindest eine hochauflösende Bildergalerie ein nettes Extra gwesen, auf Bonusmaterial wird hingegen komplett verzichtet. Der Bildeindruck ist aber überwältigend und zeigt vortrefflich die unbestreitbaren Stärken der DVD-Nachfolger auf.
Michael Eminence Reisner
Kurzbeschreibung
Der Filmemacher Roman Teufel begleitet in diesem preisgekrönten Dokumentarfilm den Künstler und Maler Richard W. Allgaier auf seiner Bildersuche durch das turbulente Westafrika, bis zum Ursprung der menschlichen Zivilisation, in das Herz der Sahara. Sein Weg führt ihn entlang des Niger durch Mali über das rätselhafte Volk der Dogon zu der legendären Wüstenstadt Timbuktu. Von dort reist er weiter mit einer Kamelkarawane der Tuareg über das Hoggar-Massiv bis in die Endlosigkeit der Wüste. Sparsam kommentiert ein der Form eines tagesbuchartigen Monologs, läßt der Film die faszinierenden Aufnahmen und Atmosphären für sich sprechen. Insbesondere das farbenprächtige Kaleidoskop des ursprünglichen Afrikas, die surreale Ästhetik der Wüste und die ungewöhnliche Filmmusik verleihen dem Film einen unverwechselbaren Charakter. Der Zuschauer erlebt den schwarzen Kontinent durch die Sehweise eines reisenden Malers, oder eines malenden Reisenden, auf der Spurensuche zu sich und nach dem Anfang der Welt.
Ein Schauspieler zu diesem Film
"Was suche ich hier eigentlich, in diesem von der Welt vergessenen Kontinent?" - Dies fragt sich der Protagonist des Films, der Künstler und Maler Richard W. Allgaier in dieser ungewöhnlichen Reisedokumentation als er im Trubel des Montagsmarktes von Djenné im westafrikanischen Mali zu ersticken droht. - "Eigentlich mache ich eine Reise immer aus denselben Motiven: Flucht oder Suche, oder aus einer Mischung aus beidem. Wenn zu Hause die Tage und die Gesichter grau werden dann mache ich mich auf die Suche nach Licht und Farben. Dann lasse ich unsere Hightech-Welt mit all ihrer künstlichen Hektik hinter mir zurück, gehe auf Entdeckungstour und zehre dabei vom Kostbarsten was wir besitzen, - der Zeit. Diese für mich so fremdartige Welt zieht mich magisch an, veranlaßt mich immer weiter zu gehen, immer weiter zu suchen. Ich werde von dieser Reise als ein anderer zurückkommen, als der, der hinaus gegangen ist." Und wenn er dann vom "Anfang der Welt" wieder zurückgekehrt zwischen seinen Bildern in seinem Atelier resumiert , dann empfindet er das, was jeden Afrikafahrer bewegt: "Ich frage ich mich unwillkürlich, wo ist mein zu Hause? Hier in meinem Atelier zwischen meinen Bildern, - oder da draußen, dauernd auf der Suche nach Neuem? Nur eines weiß ich sicher, daß mich mein Koffer immer wieder magisch in die Ferne ziehen wird wie auf dieser Reise. Dabei durchstreifte ich Länder von bizarrer Schönheit, wie aus einer anderen Zeit. Ich traf arme Menschen und doch reich an Lachen und Lebensfreude. Und ich begegnete mir selbst inmitten des Nichts..."
Der Regisseur zu diesem Film
"Eigentlich mache ich eine Reise immer aus denselben Motiven: Flucht oder Suche, oder aus einer Mischung aus beidem. Wenn zu Hause die Tage und die Gesichter grau werden dann mache ich mich auf die Suche nach Licht und Farben. Dann lasse ich unsere Hightech-Welt mit all ihrer künstlichen Hektik hinter mir zurück, gehe auf Entdeckungs- tour und zehre dabei vom Kostbarsten was wir besitzen, - der Zeit." Richard W. Allgaier, Maler u. Künstler
Über den Schauspieler
Der Künstler Richard W. Allgaier unternimmt eine spannende Reise auf den Spuren der alten Entdecker wie z.B. der Deutsche Heinrich Barth, der 1853 nach einer abenteuerlichen Reise als Moslem getarnt in die geheimnisumwitterte Wüstenstadt Timbuktu gelangte und diese erst acht Monate später wieder unter Lebensgefahr verlassen konnte.
Über den Regisseur
Der Regisseur Roman Teufel begann seine Laufbahn als Filmemacher Ende der 70er Jahre als Freelancer des Fernsehens. Damals entstanden unter seiner Mitwirkung Serien wie "Länder-Menschen-Abenteuer" und Naturfilme. Heute gilt er als Spezialist für Dokumentar- u. Kulturfilme für das Fernsehen.
Randnotizen
Gedreht wurde die aufwändige Produktion im hochauflösenden HDTV-High-Definition Format. Bei Filmfestspielen hatte der Film begeisterte Zuschauerreaktionen.