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Bis zum letzten Mann
 
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Bis zum letzten Mann

Henry Fonda , John Wayne , John Ford    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Henry Fonda, John Wayne, Shirley Temple
  • Regisseur(e): John Ford
  • Komponist: Richard Hageman
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 18. April 2000
  • Produktionsjahr: 1948
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004S5UG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 30.165 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In John Fords Westernklassiker aus dem Jahr 1948 spielt John Wayne (Der schwarze Falke, Hatari) einen Kavallerieoffizier, der die Angelegenheiten im weit im Westen gelegenen Fort Apache auf seine ganz eigene Weise regelt. Bald taucht ein neuer und strenger vorgesetzter Offizier (Henry Fonda, Die zwölf Geschworenen, Das war der Wilde Westen) auf, der darauf besteht, dass alles unter seinem Kommando strikt nach den Regeln ausgeführt wird, besonders der Umgang mit den ansässigen Indianern. Die Ergebnisse dieses Befehls fallen unterschiedlich aus: Im Fort herrscht größere Disziplin, aber es häufen sich auch die Konflikte mit den Eingeborenen.

John Ford nimmt sich die Freiheit, jegliches Urteil über die Weisheit dieser Veränderungen mit Zweifeln zu belegen. Dafür räumt er in diesem wunderbaren Film viel Raum für Bilder aus dem Leben der Soldaten und ihrer Familien ein, lässt Geschichten um die Alltäglichkeiten dieser kleinen Gemeinschaft und einige neue Liebschaften erblühen. Henry Fonda spielt die Rolle des neuen Befehlshabenden mit einer für ihn ungewöhnlichen Strenge und Förmlichkeit, John Waynes Darstellung des rebellischen Stellvertreters ist sehr heroisch, Victor McLaglen (Der Teufelshauptmann, Rio Grande) bringt das humoristische Element in die Handlung und Ward Bond (Die Spur des Falken, Ist das Leben nicht schön?) ist ein Ausbund an handfester, doch auch sentimentaler Männlichkeit. Und all dies spielt vor der herrlichen, malerischen Landschaft des Monument Valley. Mit Leichtigkeit kann man Bis zum letzten Mann in die Reihe der größten amerikanischen Filme aufnehmen. --Tom Keogh

Produktbeschreibungen

Der hochmütige Oberleutnant Thursday (Henry Fonda) ist der neue Kommandant des Fort Apache. Durch militärische Aktionen will er sich profilieren. Schon bald gibt es einen Grund, um in den Kampf zu ziehen: Aus Protest gegen die korrupten weißen Regierungsbeamten verlässt Häuptling Cochise mit seinem Stamm das Reservat. Der kriegserfahrene und besonnene Captain York (John Wayne) wird als Vermittler eingesetzt. Er überredet die Indianer zur Rückkehr. Das aber reicht Thursday nicht: Wortbrüchig und gegen den Willen der Offiziere führt er sein Regiment in ein

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Snorri
Format:DVD
Das ist ein exzellenter Western, für meinen Geschmack der beste der Kavallerie-Trilogie von John Ford und John Wayne (obwohl auch "Rio Grande" und "Der Teufelshauptmann" absolut sehenswerte Filme sind). Die interessanteste Rolle hat hier nicht Wayne, sondern Henry Fonda, der hier ausnahmsweise einen unsympathischen Charakter spielt, nämlich den arroganten, von Ehrgeiz zerfressenen Colonel Thursday, der seine Truppe ins Verderben führt. Vorbild für die Handlung war ein historisches Ereignis, die Vernichtung der Abteilung von General Custer.
Die Handlung ist für einen Western bemerkenswert komplex, und eine ganze Reihe von Personen werden differenziert charakterisiert. Außer Fonda und Wayne (überaus sympathisch als besonnener Captain York, der das Unglück kommen sieht, aber nicht verhindern kann) sind u.a. John Agar, Ward Bond und Shirley Temple zu sehen. Sämtliche Rollen sind ausgezeichnet besetzt, was man wahrlich nicht von vielen Filmen sagen kann. Das Erzähltempo ist in der ersten Hälfte recht langsam; Ford gibt uns Zeit, die Figuren kennen zu lernen, bevor das eigentliche Drama einsetzt.
Die DVD enthält zwei Fassungen: eine deutsche, gekürzte, und die englische Originalfassung (mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln). Wer des Englischen auch nur halbwegs mächtig ist, sollte UNBEDINGT die Originalfassung anschauen. Sie ist fast eine halbe Stunde länger und enthält mehrere Szenen, die in der deutschen Fassung völlig gestrichen oder erheblich gekürzt sind. Dies betrifft unter anderem die für das Verständnis der zentralen Person des Colonel Thursday unerlässliche Eröffnungsszene und einen wichtigen Abschnitt der Schlussszene, in dem John Wayne (als Captain York) so etwas wie die Moral des Filmes ausspricht. Dass gerade diese Szenen in der deutschen Fassung geschnitten sind, ist unbegreiflich. Um so verdienstvoller, dass auf dieser DVD auch die Originalfassung zugänglich gemacht wird.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Als seine Soldaten geschmuggelten Whiskey in den mit der wenig verheißungsvollen Aufschrift "Bibeln" versehenen Kisten des verschlagenen Händlers Meacham finden, beweist Lieutenant Colonel Thursday (Henry Fonda) zwar ein wenig Humor, indem er obigen Ausruf tätigt, doch insgesamt haben die Männer in Fort Apache mit ihrem neuen Kommandanten kein großes Los gezogen.

Anders als in Faustrecht der Prärie (1947) spielt Fonda hier nicht den idealistischen, dabei fast ein wenig schüchternen Helden, sondern einen von Ehrgeiz getriebenen, überheblichen und engherzigen Offizier, der die Versetzung ins Fort Apache als Karriereknick betrachtet, den er mit einem möglichst gewagten Erfolg wieder ausbügeln will. Sein Gegenpart ist Captain Yorke (John Wayne), ein kriegserfahrener Pragmatiker, der trotz seiner Rauhbeinigkeit das Herz am rechten Fleck hat. Der Idealist in diesem Film ist ein junger, unerfahrener West-Point-Absolvent, Lieutenant Michael O'Rourke (John Agar), der aus einfachen Verhältnissen kommt und sich prompt in die kokette Tochter seines Kommandanten, Philadelphia (Shirley Temple), verliebt. Diese spannungsreiche Figurenkonstellation verspricht bereits einen handfesten Konflikt für "Fort Apache" (1948), den Beginn von John Fords Kavallerie-Trilogie, die freilich nicht als eine solche gedacht war und in der der Regisseur ein ziemlich differenziertes, wenngleich am Ende doch idealisiertes Bild der U.S. Army der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt.

Ford zeichnet die Armee hier als eine große Familie - zu Beginn seines Kommandos wundert sich Thursday beispielsweise darüber, daß scheinbar fast jeder zweite Mann im Fort den Familiennamen O'Rourke trägt -, und die meist irischen Unteroffiziere, allen voran der schelmisch-charmante Sergeant Festus Mulcahey (Victor McLaglen, wirklich unnachahmlich in der Rolle) sowie Michaels Vater (Ward Bond), sorgen mit ihren gutmütigen Eskapaden - meist alkoholbezogener Natur - für auch für den heutigen Zuschauer noch witzigen Comic Relief. So werden Neuankömmlinge einem harten, aber doch nicht unmenschlichen Drill unterzogen, wobei die unterschiedliche Herkunft der Sergeants, auf der einen Seite irische Nordstaatler, auf der anderen Seite ein hispanischer Südstaatler zwar thematisiert wird, doch auf so ausgelassene Weise, daß klar wird, daß man hier eigentlich keine Unterschiede in der Herkunft macht und die Zwistigkeiten des Bürgerkrieges in der neuen Armee keine Rolle mehr spielen. Die identitätsstiftende Kraft der Armee wird auch deutlich, wenn Michaels Vater ihm auf die Aussage, die Armee sei nicht die Welt, entgegnet, das stimme zwar, aber sie sei die einzige Welt, die die O'Rourkes kennen und in der sie zu leben gewohnt sind.

Doch Ford zeigt auch Konflikte und Schattenseiten innerhalb dieser "Familie". So wartet der von Thursday als Kommandant abgelöste Captain Collingwood (George O'Brien) schon lange vergeblich auf eine Beförderung und Versetzung, auf die er sich beworben hat, und kontert die ermutigenden Reden seiner Freunde mit dem resignierten Hinweis darauf, daß sie ja wohl alle die Armee zur Genüge kennten. Dennoch: Er murrt nicht und akzeptiert sein Schicksal, das ihn schließlich in den Untergang an der Seite seines ungeliebten Vorgesetzten führt. Dieser ist ein Paragraphenreiter, der keinerlei Erfahrung für die Führung des Grenzpostens mit sich bringt und schon bei seiner Ankunft brüskiert wird, wenn er sich über einen Tanzball mokiert und dann erkennen muß, daß er zu Ehren George Washingtons, dessen Geburtstag gefeiert wird, stattfindet. Diese Demütigung ist jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was ihm in Auseinandersetzungen mit dem ungleich erfahreneren Captain Yorke bevorsteht.

Fords Zeichnung der dunklen Seiten der Armee geht aber noch weiter, wenn er den Kampf des Häuptlings Cochise (Miguel Inclan) gegen die Ungerechtigkeit der U.S.-Regierung, hier repräsentiert durch den schmierigen Händler Silas Meacham (Grant Withers), der die Indianer nach Strich und Faden betrügt und ihre Familien zugrunde richtet, schildert. Dies dürfte "Fort Apache" sicher zu einem der frühesten Western machen, in denen ein von Sympathie und Verständnis geprägtes Indianerbild gezeichnet wird. Wenngleich Thursday auch voller Abscheu gegen Meacham ist, so deckt er ihn dennoch vor Cochises Beschuldigungen, weil es seiner Meinung nach einem "Wilden" nicht anstehe, einen weißen Mann anzuklagen. Außerdem wittert er in einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Cochise eine Möglichkeit, seine eigene Karriere zu fördern. So schickt er denn Yorke als Unterhändler zu den Apachen, um Cochise und seine Männer in eine Falle zu locken; Yorke erkennt zu spät, daß er von Thursday mißbraucht wurde, und geht schließlich so weit, seinen Vorgesetzten zu einem Duell herauszufordern, was dieser jedoch ablehnt.

Da "Fort Apache" in Anlehnung an Custers Schlacht am Little Bighorn gedreht wurde, muß ich über das verheerende Blutbad am Ende sicher nichts sagen. Der übergeordneten Botschaft des Filmes entspricht es aber doch, daß der von Thursday so ins Unrecht gesetzte Yorke trotz allem so pflichtbewußt ist, seinem unbelehrbaren Befehlshaber in der Not beizuspringen. Auch am Ende - nachdem fast alle Soldaten dem unermeßlichen Ehrgeiz und der Unfähigkeit Thursdays zum Opfer gefallen sind - wird das Bild Thursdays in der Öffentlichkeit nicht in Frage gestellt, sondern weiter am Heldenmythos gebaut. Ein wenig zu pathetisch und menschenverachtend dürfte Yorkes Monolog gegenüber den Reportern für unsere Ohren heute klingen, in dem er sagt, daß die gefallenen Soldaten nicht wirklich tot seien, sondern in den neuen Rekruten weiterlebten.

"And they'll keep on living as long as the regiment lives. The pay is thirteen dollars a month; their diet: beans and hay. [...] Fight over cards or rot-gut whiskey, but share the last drop in their canteens. The faces may change... the names... but they're there: they're the regiment... the regular army... now and fifty years from now. They're better men than they used to be. Thursday did that. He made it a command to be proud of."

Und so erreicht Fords Film hier vielleicht etwas, was sich der Regisseur damals nicht hätte träumen lassen, indem er uns durch diesen starken Tobak zum Nachdenken über Sinn, aber auch Unsinn des Militärs bringt.

Noch ein Wort zur DVD: Sie enthält sowohl die ungeschnittene U.S.-Originalfassung (mit deutschen Untertiteln, ausblendbar) als auch die um eine halbe Stunde kürzere deutsche Fassung. Mein Rat: Vergessen Sie die deutsche Version, denn das Original nimmt sich so viel Zeit, die Charaktere zur Entwicklung zu bringen, daß uns ihr Schicksal auch wirklich interessiert.
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Format:DVD
Jeder Westernfan ärgert sich zu Recht über die ausschließlich um ca. 34 Minuten gekürzte deutsche Version des ersten Teils der sogenannten Kavallerie-Trilogie. In dieser Torsoversion fehlen durchgehende Handlung und damit auch die Logik. Da auf absehbare Zeit nicht zu erwarten ist, dass der deutsche Rechteinhaber eine uncut-Version
auf den Markt bringen wird, bleibt nur auf das ZDF zu hoffen. Die hatten nämlich bereits 1997 die herausge-
schnittenen Stellen wieder eingefügt und eine 123min. Ausgabe gesendet. Da die deutschen Synchronsprecher
damals schon nicht mehr lebten, wurden diese Passagen mit deutschen Untertiteln versehen. Erst jetzt macht der Film richtig Spaß. Alle Fans dieses großartigen Western sollten nun das ZDF auffordern diese vorbildliche Fassung erneut zu senden. Damals habe ich den Film per DVD-Recorder aufgezeichnet und freue mich immer wieder über diese einzig-
artige Ausgabe. Also, Freunde, schreibt massenweise an das ZDF!
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