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Bis ich dich finde (Broschiert)

von John Irving (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 1152 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257236212
  • ISBN-13: 978-3257236217
  • Originaltitel: Until I Find You
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,2 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (98 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 12.227 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 4 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Irving, John

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Fast möchte man John Irving bedauern. Kaum legt er einen neuen Roman vor (noch immer ein Ereignis, bei dem die literarische Welt den Atem anhält), stürzt sich die vergleichende Irving-Wissenschaft auf das Werk. Ist er wieder in Form? Ein neuer Garp? Besitzt er gar die Größe von Gottes Werk und Teufels Beitrag? Kann er Owen Meany toppen, Zirkuskind und Die vierte Hand, diese vorübergehende schriftstellerische Talsohle, vergessen machen? Amerika ist, wie man hört, enttäuscht. Aber, warum nur? Vielleicht ist es an der Zeit, die Irving-Richterskala der völlig überzogenen Erwartungen auf Null zurückzustellen, um den Zauber erneut empfinden zu können. Dann nämlich stellte sich sehr schnell heraus, mit welch magischen Erzählkräften Irving uns im Handumdrehen in seine Welt hineinzuziehen vermag. Die traurige Welt von Alice, der schottischen Tätowiererin und Jack Burns, ihrem vierjährigen Sohn. Ein treuloser Liebhaber und Vater wird gesucht.

1.140 Seiten, eine Langstrecke, die bei einem solchen Erzfabulierer leicht ins Uferlose führen kann. Auf Alice' und Jacks einjähriger Spurensuche durch Nordeuropas Hafenmetropolen, Kirchen und Bordelle, in denen der Orgelvirtuose William Burns seine Duftmarke hinterließ, präsentiert Irving -- typisch -- ein Panoptikum skurriler Figuren. Amsterdams Prostituierte, Helsinkis Tätowierer und unzählige blutjunge Chormädchen können ein Lied singen von der Spur, die der charmante Organist hinterlassen hat, der sich auf jeder seiner unseligen Stationen zum lebenden Notenblatt tätowieren lässt. Die schöne Alice, selbst eine Meisterin der Nadel, interviewt deflorierte Mädchen und Orgelnovizen (deren Auskünfte sie schon mal mit kostenlosen Tattoos und Liebesdiensten belohnt). Das Phantom des sexbesessenen flüchtigen Vaters aber ist stets einen Schritt voraus. Zwischen Tatovør-Ole, Herzensbrecher-Lars, Bach, Händel, sowie der halben Amsterdamer Rotlichtbesetzung, wächst der vierjährige Jack in eine merkwürdige Welt hinein.

Im zweiten Teil des Romans findet Klein-Jack sich als einer der wenigen männlichen Schüler in der St. Hilda Mädchenschule in Toronto wieder, Gelegenheit für den in erotischen Dingen ohnehin nie zaghaften Irving, seinem Affen gehörig Zucker zu geben. In dieser sexuell ausgehungerten Umgebung erschließt Emma Oastler, Jacks Tutorin, dem Jungen die tiefere Bedeutung eines der Lieblingsmotive seiner Mutter: Jack darf die "Rose von Jericho" entblättern. Eine Kindheit an der Seite starker älterer Frauen findet seine Entsprechung. Nach Schultheater und einem Ausflug ins Softpornogewerbe (erneut ein Irving-Festival), landet der schöne Jack schließlich als gefeierter Transvestiten-Darsteller in Hollywood (ein Irving-Eldorado der großen Namen). Jahre später wird der erfolgreiche Schauspieler den Auftrag seiner inzwischen verstorbenen Mutter erfüllen. Die Suche nach dem Vater geht weiter. Und zeitigt überraschende Ergebnisse.

Ein überschäumender, zuweilen überkonstruierter und vor allem überlanger Lebensbogen. Dennoch -- vergesst Garp und alle Bären! Wäre dies der Erstling eines unbekannten Schriftstellers, die Jubelfeiern nähmen kein Ende! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



kulturnews.de

Fast wäre der elfte Roman seine Autobiografie geworden: Die Geschichte eines Jungen, der ohne Vater aufwächst, mit elf Jahren sexuell missbraucht wird, sich zu älteren Frauen hingezogen fühlt und in späteren Jahren als Schriftsteller Karriere macht. In Interviews gesteht John Irving, dass er „Bis ich dich finde" ursprünglich als Ich-Erzählung schreiben wollte. Doch dann nennt er seinen Helden Jack Burns, mischt die eigene Geschichte mit Fiktion und stellt seiner Hauptfigur jede Menge durchgeknallter Charaktere zur Seite, die er an Nebenschauplätzen durch wunderbar skurrile Situationen waten lässt. Ein englischer Literaturkritiker hat sich die Mühe gemacht und nachgezählt: Auf den knapp 1150 Seiten haut Irving 117 Figuren raus, die im Roman eine wichtige Funktion erfüllen. Grandios, dass er seine Hauptgeschichte dabei trotzdem nie aus den Augen verliert. Jacks Suche beginnt im Alter von vier Jahren. Zusammen mit seiner Mutter Alice, einer Tätowiererin, folgt er den Spuren seines Vaters in verschiedene europäische Hafenstädte und meint sich ein genaues Bild vom unbekannten Vater machen zu können: Der passionierte Organist interssiert sich nicht für seinen Sohn, sucht immer neue Liebesabenteuer und flieht vor Verantwortung. Nach gescheiterter Suche verbringt Jack seine Jugend in Amerika, er wird zum Hollywoodstar und gewinnt als Drehbuchautor einen Oscar. Erst Jahrzehnte später, nach dem Tod der Mutter, bricht Jack erneut nach Europa auf; zu einer Reise, die all seine Gewissheiten dekonstruiert. Und so ist es vor allem das intelligente Spiel mit den scheinbaren Tatsachen einer Biographie, das Irvings unsagbar schwachen Vorgänger „Die vierte Hand" vergessen lässt. Irving kehrt mit seiner Armee komplett überdrehter Helden zurück, von denen jeder einzelne das Herz des Lesers zu brechen vermag. Ganz egal, wieviele Kalauer er zündet, sie funktionieren, ohne dass sie die schaurig-schöne Melancholie der Geschichte überdecken. Mit seinem persönlichsten Buch ist der intelligente Unterhalter endlich wieder ein so kraftvoller Erzähler, dass er selbst eigene Meisterwerke wie „Garp" oder „Hotel New Hampshire" übertrifft. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Von Tätowiererinnen, Orgelspielern und Lebenslügen!, 26. Mai 2007
Von zeilensprung - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Vorhang auf für Jack Burns, einen neuen typischen John Irving Helden!

Zunächst einmal: knappe 1140 Seiten muss der Leser bewältigen und das ist - vorallem zwischen Seite 200 und Seite 400 - manchmal fast ein bisschen viel verlangt, denn wie immer geht Irving in die - manches Mal ein wenig geschmacklosen - Details. Aber gottlob wird man für sein Durchhaltevermögen auch belohnt, denn John Irving knüpft mit "Bis ich dich finde" an seine großen Romane "Garp" und "Hotel New Hampshire" an und so verheisst dieses Buch einen fulminanten Start in den neuen Bücherfrühling!

Jack Burns ist ein uneheliches Kind und seine Mutter sucht mit ihm gemeinsam in allen Hafenstädten Nord- und Mitteleuropas nach William Burns, der Orgelspieler ist und ein "Tintensüchtiger", den Alice - Jacks Mutter - über die Tattoo-Szene, der sie selbst angehört, kennen und lieben gelernt hat. All´die hartgesottenen alten Tätowierer, die Organisten in den verschiedenen Kirchen und die Huren in den Häfen geben eine wunderbare Kulisse ab für einen wirklich rasanten Start in die Entwicklungsgeschichte des Jack Burns, der seine weitere Kindheit schließlich auf einer Mädchenschule in Toronto verbringt, dort allzu früh sehr skurille sexuelle Erfahrungen macht und schließlich als Schauspieler eine ganz besondere Karriere macht.
Auf dem Höhepunkt seines Erfolges, nach dem Tod der Mutter, macht er sich erneut auf die Suche nach seinem Vater, vollzieht die Reise, die er als Vierjähriger machte nach und gewinnt ganz neue Einsichten...

Diese zweite Reise ist zugleich das stärkste Stück des Romans, der hier wirklich atemberaubend an Fahrt gewinnt und so gekonnt mit der verzerrten Wahrnehmung spielt, dass der Leser wirklich mit den zeitweisen Schwächen des Buches versöhnt wird.Alle Figuren bekommen viel stärkere Konturen und die Könnerschaft Irvings tritt deutlich hervor.

Es ist ein Buch, dass mir manchmal ein wenig uninspiriert erschien, allerdings nur auf den ersten Blick! Da er dieses Mal fast alle handelnden Personen erneut irgendwann die Bühne betreten lässt, hat das Buch dadurch eine sehr große Tiefe. Es ist ein Roman für Langstreckenleser, an dessen Ende man dann doch traurig ist, Jack Burns und seinen Kosmos verlassen zu müssen!

(Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe)
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und tieftraurig, 14. Juni 2006
Von LESEN! (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: Bis ich dich finde (Gebundene Ausgabe)
Gut, ich gebe es zu, ich bin großer Irving Fan - aber dieser neue 1100-Seiten Wälzer ist nun mal großartig!
Irving erzählt mit seiner typischen Fabulierfreude von der Schönheit und der Grausamkeit des Lebens: er schafft ein wunderbares Panoptikum aus Tätowierstudios, Kirchenorgelspielen und dem Leben in Hollywood.
Nicht immer leichte Kost, denn ja, es geht auch um den Missbrauch von Kindern; wir sind uns aber sicher alle einig, dass es nicht das Ziel von Literatur sein kann, moralisch anstößige Themen auszusparen.
Was bleibt ist Folgendes: Irvings gewaltige Bildersprache, skurrile Momente (die aber nicht, wie in früheren Werken Selbstzweck sind sondern inzwischen funktional zur Entwicklung des Romans beitragen) und letztlich wieder eine insgesamt stimmige und interessante Geschichte - also: lesen bitte.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Irvings Erzähl-Universum, 28. Januar 2006
Von kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Bis ich dich finde (Gebundene Ausgabe)
Oscar Wilde sagte mal: Gute Menschen reizen die Geduld, böse reizen die Phantasie. Für beides ist hier gesorgt, aber insbesondere umweht dieses Buch ein Flair von Skurrilität und Erotik.
Wenn der Inhalt Gottes Werk ist, dann ist der Umfang Teufels Beitrag: John Irving sprengt in seinem neuen Roman Dimensionen. Nie war ein Buch von ihm so umfangreich, nie war eins so erotisch, nie gewährte Irving mehr Einblick in seine eigene Vergangenheit. Auf mehr als 1150 Seiten !! lässt er den Jungen und später den Mann Jack Burns nach seinem Vater suchen.

Aufgewachsen mit einer dominierenden Mutter, diese Art der Liebe wieder gefunden mit einer älteren Frau, die ihm hilft, „die Rosen von Jericho“ zu entblättern, wie seine Mutter es ebenso tat in den schmutzigen Viertel mit ebensolchen Männern unter Kenntnis und Beobachtung des jungen 4-jährigen Burns. Jack Burns hat aus diesem Grunde seinen Vater nicht gekannt. Und das macht sicher eine Stärke des Buches aus: die Intensität der Gefühle, die Sehnsucht, die unerklärliche, aber spürbare Bindung zu einem unbekannten Menschen, die fortwährend treibt, diesen zu finden trotz der Erlebnisse in einer grenzenlosen Welt, grenzenlos aus geographischer wie emotionaler, erotischer Sicht. Irving spart nicht mit Direktheit, er überschreitet die Grenzen des möglichen Anstandes, will schockieren, weil wach halten. So wie Burns sich wach halten muss mit seinem intensiven Gefühl der Nähe zu seinem Vater, die es in die Wirklichkeit zu bringen gilt. Sein Sehnen gilt, bis ich dich finde.

Nun ja, es hat Längen, dieses Buch, nicht nur des Umfangs wegen. Und doch ist es ein fesselndes, humorvolles, bewegendes, großartiges Werk. Vielleicht ein Versuch, die letzten Fragen eines privaten John Irvings zu klären. Und mit ihm kommen wir vielleicht zu unseren. Damit ist es sehr menschliches Werk.

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...so wie ich, kann auch diese Buch nur lieben. Sehr spezielle Charaktere werden dargestellt, die Handlungsfäden weit gesponnen, und dann nach und nach wieder zusammengeführt. Lesen Sie weiter...
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Dieser John Irving lässt mich einigermaßen ratlos zurück. Da verfolgt der Leser das Leben des Protagonisten Jack Burns (der - anders als es sein Name vermuten lässt - gar nicht... Lesen Sie weiter...
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Ich für meinen Teil habe das Buch verschlungen und hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, auf langatmige Passagen zu stoßen. Lesen Sie weiter...
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"Bis ich Dich finde" ist wirklich ein grandioses Buch. Lediglich mit den letzten Seiten habe ich mich etwas schwer getan. Lesen Sie weiter...
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