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Bis ich dich finde [Gebundene Ausgabe]

John Irving , Dirk van Gunsteren , Nikolaus Stingl
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2006
'Bis ich dich finde' ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1139 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257065221
  • ISBN-13: 978-3257065220
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,8 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.342 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Fast möchte man John Irving bedauern. Kaum legt er einen neuen Roman vor (noch immer ein Ereignis, bei dem die literarische Welt den Atem anhält), stürzt sich die vergleichende Irving-Wissenschaft auf das Werk. Ist er wieder in Form? Ein neuer Garp? Besitzt er gar die Größe von Gottes Werk und Teufels Beitrag? Kann er Owen Meany toppen, Zirkuskind und Die vierte Hand, diese vorübergehende schriftstellerische Talsohle, vergessen machen? Amerika ist, wie man hört, enttäuscht. Aber, warum nur? Vielleicht ist es an der Zeit, die Irving-Richterskala der völlig überzogenen Erwartungen auf Null zurückzustellen, um den Zauber erneut empfinden zu können. Dann nämlich stellte sich sehr schnell heraus, mit welch magischen Erzählkräften Irving uns im Handumdrehen in seine Welt hineinzuziehen vermag. Die traurige Welt von Alice, der schottischen Tätowiererin und Jack Burns, ihrem vierjährigen Sohn. Ein treuloser Liebhaber und Vater wird gesucht.

1.140 Seiten, eine Langstrecke, die bei einem solchen Erzfabulierer leicht ins Uferlose führen kann. Auf Alice' und Jacks einjähriger Spurensuche durch Nordeuropas Hafenmetropolen, Kirchen und Bordelle, in denen der Orgelvirtuose William Burns seine Duftmarke hinterließ, präsentiert Irving -- typisch -- ein Panoptikum skurriler Figuren. Amsterdams Prostituierte, Helsinkis Tätowierer und unzählige blutjunge Chormädchen können ein Lied singen von der Spur, die der charmante Organist hinterlassen hat, der sich auf jeder seiner unseligen Stationen zum lebenden Notenblatt tätowieren lässt. Die schöne Alice, selbst eine Meisterin der Nadel, interviewt deflorierte Mädchen und Orgelnovizen (deren Auskünfte sie schon mal mit kostenlosen Tattoos und Liebesdiensten belohnt). Das Phantom des sexbesessenen flüchtigen Vaters aber ist stets einen Schritt voraus. Zwischen Tatovør-Ole, Herzensbrecher-Lars, Bach, Händel, sowie der halben Amsterdamer Rotlichtbesetzung, wächst der vierjährige Jack in eine merkwürdige Welt hinein.

Im zweiten Teil des Romans findet Klein-Jack sich als einer der wenigen männlichen Schüler in der St. Hilda Mädchenschule in Toronto wieder, Gelegenheit für den in erotischen Dingen ohnehin nie zaghaften Irving, seinem Affen gehörig Zucker zu geben. In dieser sexuell ausgehungerten Umgebung erschließt Emma Oastler, Jacks Tutorin, dem Jungen die tiefere Bedeutung eines der Lieblingsmotive seiner Mutter: Jack darf die "Rose von Jericho" entblättern. Eine Kindheit an der Seite starker älterer Frauen findet seine Entsprechung. Nach Schultheater und einem Ausflug ins Softpornogewerbe (erneut ein Irving-Festival), landet der schöne Jack schließlich als gefeierter Transvestiten-Darsteller in Hollywood (ein Irving-Eldorado der großen Namen). Jahre später wird der erfolgreiche Schauspieler den Auftrag seiner inzwischen verstorbenen Mutter erfüllen. Die Suche nach dem Vater geht weiter. Und zeitigt überraschende Ergebnisse.

Ein überschäumender, zuweilen überkonstruierter und vor allem überlanger Lebensbogen. Dennoch -- vergesst Garp und alle Bären! Wäre dies der Erstling eines unbekannten Schriftstellers, die Jubelfeiern nähmen kein Ende! --Ravi Unger

Pressestimmen

Fast wäre der elfte Roman seine Autobiografie geworden: Die Geschichte eines Jungen, der ohne Vater aufwächst, mit elf Jahren sexuell missbraucht wird, sich zu älteren Frauen hingezogen fühlt und in späteren Jahren als Schriftsteller Karriere macht. In Interviews gesteht John Irving, dass er „Bis ich dich finde" ursprünglich als Ich-Erzählung schreiben wollte. Doch dann nennt er seinen Helden Jack Burns, mischt die eigene Geschichte mit Fiktion und stellt seiner Hauptfigur jede Menge durchgeknallter Charaktere zur Seite, die er an Nebenschauplätzen durch wunderbar skurrile Situationen waten lässt. Ein englischer Literaturkritiker hat sich die Mühe gemacht und nachgezählt: Auf den knapp 1150 Seiten haut Irving 117 Figuren raus, die im Roman eine wichtige Funktion erfüllen. Grandios, dass er seine Hauptgeschichte dabei trotzdem nie aus den Augen verliert. Jacks Suche beginnt im Alter von vier Jahren. Zusammen mit seiner Mutter Alice, einer Tätowiererin, folgt er den Spuren seines Vaters in verschiedene europäische Hafenstädte und meint sich ein genaues Bild vom unbekannten Vater machen zu können: Der passionierte Organist interssiert sich nicht für seinen Sohn, sucht immer neue Liebesabenteuer und flieht vor Verantwortung. Nach gescheiterter Suche verbringt Jack seine Jugend in Amerika, er wird zum Hollywoodstar und gewinnt als Drehbuchautor einen Oscar. Erst Jahrzehnte später, nach dem Tod der Mutter, bricht Jack erneut nach Europa auf; zu einer Reise, die all seine Gewissheiten dekonstruiert. Und so ist es vor allem das intelligente Spiel mit den scheinbaren Tatsachen einer Biographie, das Irvings unsagbar schwachen Vorgänger „Die vierte Hand" vergessen lässt. Irving kehrt mit seiner Armee komplett überdrehter Helden zurück, von denen jeder einzelne das Herz des Lesers zu brechen vermag. Ganz egal, wieviele Kalauer er zündet, sie funktionieren, ohne dass sie die schaurig-schöne Melancholie der Geschichte überdecken. Mit seinem persönlichsten Buch ist der intelligente Unterhalter endlich wieder ein so kraftvoller Erzähler, dass er selbst eigene Meisterwerke wie „Garp" oder „Hotel New Hampshire" übertrifft. (cs) -- kulturnews.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Vorhang auf für Jack Burns, einen neuen typischen John Irving Helden!

Zunächst einmal: knappe 1140 Seiten muss der Leser bewältigen und das ist - vorallem zwischen Seite 200 und Seite 400 - manchmal fast ein bisschen viel verlangt, denn wie immer geht Irving in die - manches Mal ein wenig geschmacklosen - Details. Aber gottlob wird man für sein Durchhaltevermögen auch belohnt, denn John Irving knüpft mit "Bis ich dich finde" an seine großen Romane "Garp" und "Hotel New Hampshire" an und so verheisst dieses Buch einen fulminanten Start in den neuen Bücherfrühling!

Jack Burns ist ein uneheliches Kind und seine Mutter sucht mit ihm gemeinsam in allen Hafenstädten Nord- und Mitteleuropas nach William Burns, der Orgelspieler ist und ein "Tintensüchtiger", den Alice - Jacks Mutter - über die Tattoo-Szene, der sie selbst angehört, kennen und lieben gelernt hat. AllŽdie hartgesottenen alten Tätowierer, die Organisten in den verschiedenen Kirchen und die Huren in den Häfen geben eine wunderbare Kulisse ab für einen wirklich rasanten Start in die Entwicklungsgeschichte des Jack Burns, der seine weitere Kindheit schließlich auf einer Mädchenschule in Toronto verbringt, dort allzu früh sehr skurille sexuelle Erfahrungen macht und schließlich als Schauspieler eine ganz besondere Karriere macht.

Auf dem Höhepunkt seines Erfolges, nach dem Tod der Mutter, macht er sich erneut auf die Suche nach seinem Vater, vollzieht die Reise, die er als Vierjähriger machte nach und gewinnt ganz neue Einsichten...
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lang und schön 15. April 2006
Von marijen
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat Längen - ja! Dieses Buch verlangt einem etwas Geduld und starke Handgelenke ab. Doch wenn man es beendet hat, möchte man nicht wahrhaben, dass die Zeit, die man Jack Burns begleitet hat, vorbei sein soll. So zumindest ging es mir. Mir ist Jack Burns und viele der Figuren seines Universums dermaßen ans Herz gewachsen, dass ich vorerst in eine Leere falle und mich wieder sammeln muss. Ich verstehe alle Kritiker und doch möchte ich mich verneigen vor John Irving - ich liebe ihn für solche Bücher! Mein Favorit Owen Meany hat endlich einen Bruder bekommen! Danke John Irving, danke für deine verrückten Einfälle, danke für deine Offenheit und für dein riesengroßes Herz!
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68 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vorhang auf für Jack Burns, einem neuen typischen John Irving Helden!Zunächst einmal: knappe 1140 Seiten muss der Leser bewältigen und das ist - vorallem zwischen Seite 200 und Seite 400 - manchmal fast ein bisschen viel verlangt, denn wie immer geht Irving in die - manches Mal ein wenig geschmacklosen - Details. Aber gottlob wird man für sein Durchhaltevermögen auch wirklich belohnt, denn John Irving knüpft mit "Bis ich dich finde" an seine großen Romane "Garp" und "Hotel New Hampshire" an und so verheisst dieses Buch einen fulminanten Start in den neuen Bücherfrühling! Jack Burns ist ein uneheliches Kind und seine Mutter sucht mit ihm gemeinsam in allen Hafenstädten Nord- und Mitteleuropas nach William Burns, der Orgelspieler ist und ein "Tintensüchtiger", den Alice - Jacks Mutter - über die Tattoo-Szene, der sie selbst angehört, kennen und lieben gelernt hat. All´die hartgesottenen alten Tätowierer, die Organisten in den verschiedenen Kirchen und die Huren in den Häfen geben eine wunderbare Kulisse ab für einen wirklich rasanten Start in die Entwicklungsgeschichte des Jack Burns, der seine weitere Kindheit schließlich auf einer Mädchenschule in Toronto verbringt, dort allzu früh sehr skurille sexuelle Erfahrungen macht und schließlich als Schauspieler eine ganz besondere Karriere macht. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges, nach dem Tod der Mutter, macht er sich erneut auf die Suche nach seinem Vater, vollzieht die Reise, die er als Vierjähriger machte nach und gewinnt ganz neue Einsichten...... Lesen Sie weiter... ›
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49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und tieftraurig 14. Juni 2006
Von LESEN!
Format:Gebundene Ausgabe
Gut, ich gebe es zu, ich bin großer Irving Fan - aber dieser neue 1100-Seiten Wälzer ist nun mal großartig!

Irving erzählt mit seiner typischen Fabulierfreude von der Schönheit und der Grausamkeit des Lebens: er schafft ein wunderbares Panoptikum aus Tätowierstudios, Kirchenorgelspielen und dem Leben in Hollywood.

Nicht immer leichte Kost, denn ja, es geht auch um den Missbrauch von Kindern; wir sind uns aber sicher alle einig, dass es nicht das Ziel von Literatur sein kann, moralisch anstößige Themen auszusparen.

Was bleibt ist Folgendes: Irvings gewaltige Bildersprache, skurrile Momente (die aber nicht, wie in früheren Werken Selbstzweck sind sondern inzwischen funktional zur Entwicklung des Romans beitragen) und letztlich wieder eine insgesamt stimmige und interessante Geschichte - also: lesen bitte.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Was war das bitte???
Ich wollte dieses Buch schon vor 5-6 Jahren lesen! Grund: Finnland, Tattoos, Ringen alles Themen die mir sympathisch sind. Und Kanada, Hamburg, Orgeln auch interessant. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Denisa veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Laaangweilig
Furchtbar - ich bin eigentlich Irving Fan, aber dieses Werk ist nur was für die "Hardcorefans" - elend langatmig geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von P., Robert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch
Wir suchten ein Geschenk für meine Schwester, die im Krankenhaus lag. Mit Ihrem Einverständnis habe ich das Buch vorabgelesen. Ein typischer Irving.
Vor 3 Monaten von Burkhard Arens veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ...und alles war ganz anders...
wie jeder Irvingroman bietet auch dieser das Eintauchen in einen schillernden Mikrokosmos, beim vorliegenden in die Welt der Tätowierer - äußerst gelungen und... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Frank Nissen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berührend und lustig zugleich..
Mit witzigen Anekdoten beschreibt Irving die Selbstfindung des Protagonisten. Es ist im typischen Irving-Stil geschrieben und weist somit auch jede Menge Gefühle auf. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Anni veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Und wenn seine Gebete erhört worden wären - wer weiß,...
Ich hatte es schon einmalerwähnt: John Irving ist ein großartiger Erzähler. Nie sind seine Erzählungen gradlinig, nie sind sie geprägt von einfachen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von T. Renzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Zuckerbär sucht Musikmann
Als Jack Burns vier Jahre alt ist, bricht seine Mutter Alice mit ihm auf, seinen Vater zu finden. Die Suche nach William Burns, einem begnadeten Organisten, führt sie nach... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von dadaxel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wohl dem, der dieses Buch findet!
Ein Vater, der nicht zu seinem Kind steht. Eine Mutter, die mit dem vierjährigen Sprößling nach Europa aufbricht um ihn ausfindig zu machen und an seine... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Sven Athmer veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Mein letzter Irving ...
Mich hat das Buch weder gefesselt noch irgendwie bewegt, es war nicht spannend, im Gegenteil, langatmig und sehr mühsam, ich musste mich zeitweise von Seite zu Seite... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Manuela veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Heftig und heftig gut!
Ich hatte beim lesen der ersten paar hundert Seiten ungefähr dreimal das bedürfnis es wegzulegen und nie mehr anzurühren. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von N.ecebo veröffentlicht
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