Wenn man den Titel des Buches liest, könnte man davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen tragischen Liebesroman handelt. Er ist weit mehr, so wie man es von Lesley Pearse gewohnt ist: Liebes-, Schicksal-, Detektiv-Roman und auch ein wenig Krimi.
Zum Inhalt: Laura wurde vom Gericht für schuldig befunden, ihre beste Freundin Jackie ermordet zu haben, obwohl sie immer wieder behauptete, unschuldig zu sein. Nach 2 Jahren im Zuchthaus hat sie resigniert und sich ihrem Schicksal ergeben. Da taucht völlig unerwartet Stuart auf, mit dem sie vor mehr als 20 Jahren ein inniges Verhältnis hatte und der die letzten Jahre in Südamerika verbrachte. Obwohl sie ihm seinerzeit sehr weh tat, ihn belogen und betrogen hat, ist er von ihrer Unschuld überzeugt, und er verspricht ihr nach Jackies wirklichem Mörder zu suchen. Da die Gesprächszeit im Zuchthaus nicht ausreicht, um alles zu rekonstruieren, fordert er sie auf, alles aufzuschreiben.
Das nimmt Laura zum Anlass, ihre bewegte Lebensgeschichte zu überdenken. Sie muss sich dabei eingestehen, dass sie trotz allem Pech und Unglück, in das sie hineingeboren wurde, ihren besten Freunden gegenüber nicht immer ehrlich war. Sie war rücksichts- und hemmungslos und hatte ihr Leben auf Lügen aufgebaut. Am meisten ist sie im nachhinein entsetzt, als sie erkennt, dass durch ihre Oberflächlichkeit ihr Sohn Barney ums Leben gekommen ist.
Obwohl Stuart über das Ausmaß von Lauras Enthüllungen erschüttert ist, lässt er nicht nach, die Hintergründe aufzudecken, die nicht nur zu Jackies, sondern auch zu Barneys Tod geführt haben. Er ahnt nicht, dass er damit sein eigenes Leben in Gefahr bringt, erkennt aber auch, dass er Laura noch immer liebt.
Wie die meisten Romane dieser Autorin, spart sie auch hierbei nicht mit den lebhaften Beschreibungen der Landschaften, hier ist es Schottland, sowie den Menschen, die darin vorkommen. Sie setzt Gefühle frei: Ich war entsprechend gerührt, wütend oder traurig und spannend war das Ganze bis zum Schluss.
Fazit: Sehr empfehlenswert!