Kurzbeschreibung
Das "Lebensmittel Kunst" war und bleibt auch für die Kirche wichtig, ja unverzichtbar. Kirche und Kunst haben einander in 200 Jahren auf vielfältige Weise inspiriert. Diese Vergangenheit ist auch Gegenwart und hat nach Überzeugung von Bischof Egon Kapellari auch Zukunft: "Leben und Tod, Glück und tragische Vergeblichkeit, Frieden und Krieg, Schönheit und Schrecken - diese großen Themen des Menschseins waren und bleiben ja in jeder Epoche Herausforderungenn sowohl an die Kunst wie an die Religion".Moderne Kunst steht in einem Spannungsverhältnis zur christlichen Tradition. Nicht wenige gläubige Christen fühlen sich durch Inhalte und Formen zeitgenössischer Kunstwerke irritiert und provoziert. Andererseits bringen bedeutende Künstler der Gegenwart religiöse Fragen, Hoffnungen und Symbole ganz neu zur Sprache und inspirieren damit Glauben und Liturgie. Glaube braucht Kunst, um die alltägliche Wahrnehmung zu überschreiten, und Kunst bliebe ohne Sinn für Transzendenz nur leeres Spiel. Bischof Egon Kapellari, ein hervorragender Kenner moderner Kunst, zeigt in diesem Buch Wege auf, wie Christen heute mit Kunst umgehen können und wie ein neues Miteinander von Kunst und Religion möglich sein könnte: im Bereich der Malerei, der Bildhauerkunst, der Literatur, der Architektur, der Liturgie. Religion braucht moderne Kunst nicht zu fürchten, sie kann sich von ihr bereichern lassen, so sie den Dialog wagt. Ein Handbuch über Geheimnis und Kraft der Kunst für alle Gläubigen.
Über den Autor
Egon Kapellari, geb. 1936 in Leoben in der Steiermark; Studium der Rechtswissenschaften u. der Theologie, 1961 Priesterweihe. 1964 bis 1981 Hochschulseelsorger für die Grazer Universitäten. 1982 bis 2001 Diözesanbischof von Gurk-Klagenfurt, seit 2001 Diözesanbischof von Graz-Seckau. In der Österr. Bischofskonferenz ist Egon Kapellari Stellvertretender Vorsitzender und zuständig für Kultur, Europafragen, Medien und zum Teil für Liturgie. Zahlreiche Publikationen, u. a. über Kirche und Kunst, über die Theologie des Symbols und über das Kirchenjahr. Im Styria Verlag erschien zuletzt der Band „Und dann der Tod“ (2005).